Samstag, 31. Dezember 2011

Das war 2011! Silvestergedanken...

Es war ein sehr aufregendes Jahr, das Jahr 2011, mit wundervollen Reisen mit dem schönsten Mann der Welt, nach Lissabon im Frühling und London im Sommer (bei einer gaaaanz lieben Freundin), mit schönen Ausflügen nach München, Heidelberg und Hamburg. Ein wundervolles Jahr 2011 mit aufregenden Veranstaltungen wie dem Open Mike in Berlin (in der Publikums-Jury) und der ersten Sprachwoche in Frankfurt, die in 2012 erneut stattfinden soll. Es war ein Jahr, in dem ich im Schreiben große Fortschritte gemacht und viel gelernt habe. In der Textwerkstatt Darmstadt zum Beispiel, den Odenwald haben wir gerockt, meine erste Lesung in einem Literaturhaus, in der Lesebühne, fand statt - und es war sehr lustig und wie ein zweiter Geburtstag für mich! ;-) Und vor allem kam mein erster Roman heraus. Und ich kann euch sagen, als veröffentlichter Autor ist das Leben ein ganz anderes. Plattenbaugefühle heißt mein Baby und es hat mir sehr viel Spaß bereitet. Nicht nur, dass es sich gut verkauft:
Es gab einfach auch ganz viele schöne Veranstaltungen, ich durfte bei der Frankfurter Buchmesse lesen, in der Frankfurter Stadtbücherei vor 41 interessierten Jugendlichen, die mich in heftige Diskussionen verwickelten, im Hoff-ART Theater in Darmstadt, im Schlachthof Wiesbaden bei der Let´s go queer III, was unheimlich schön war, im Raum für Kultur der Commerzbank AG und so vieles mehr. Bücher habe ich verkauft, meine ersten Rezensionen lesen dürfen, die bisher durchweg positiv und lobend waren. Aufregend war das alles! Und es hat mir ein neues Selbstbewusstsein gebracht. ich kann nun sagen: ICH BIN AUTOR - denn es gibt mich in der Buchhandlung und bei Amazon und sonst überall zu kaufen. 
Daneben habe ich mal wieder eine berufliche Metamorphose erleben dürfen in diesem Jahr. Nach mühsamer und unbefriedigender Arbeit als Projektkoordinator bei einem Projekt, das sich super anhörte, aber meist aus Geld verprassen und dumm labern bestand (und eigentlich auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen mit Migrationshintergrund helfen sollte), bin ich nun für die Entwicklung von 6-7jährigen Kindern verantwortlich. Und zwar als Klassenlehrer der 1 e in der Erasmus Grundschule in Frankfurt. Nun ja, auch kein leichtes Unterfangen. Manchmal war es ein bisschen viel, dieses "Doppel-Leben" als Grundschullehrer und Autor. Das muss ich zugeben. Nicht zu vergessen die ganzen anderen Verpflichtungen und Hobbys, als Vorstand bei sprich! e.V., als Blogger hier, als Autor der nächsten Werke, die hoffentlich bald veröffentlicht werden. Für 2012 wünsche ich mir daher, nicht nur genug Zeit für das schmerzwach-Blog zu haben, sondern mein nächstes Roman-Projekt, in dem es erneut um ein anspruchsvolles wichtiges Thema geht, bei einem Verlag unterzubringen. Und genauso erfolgreich zu sein wie mit Plattenbaugefühle. Denn auch hier geht es weiter mit Lesungen, Rezensionen, und darüber hinaus wird es Workshops und Lesungen mit Schüler_innen geben. 


Das Jahr 2011 war ein Durchbruch. Ich hoffe, es geht weiter mit dem Erfolg, weiter mit der schönen Zeit mit dem schönsten Mann der Welt (denn die Liebe ist das WICHTIGSTE von allem), weiter mit Reisen und tollen Ausflügen, weiter mit dem Schreiben, mit dem Veröffentlichen, mit dem Lesen vor Leuten, mit mehr aufregenden Erlebnissen, auch kultureller Art, mit noch mehr Projekten, Netzwerken - was auch immer anstrengend, aber auch sehr cool und spannend ist. Und das Jahr beginnt dieses Mal in der Heimat von Jonas, meiner Hauptfigur aus Plattenbaugefühle: in BERLIN! Euch allen ein frohes neues Jahr und einen guten Rutsch! :-)


Und wenn ihr ein Exemplar Plattenbaugefühle gewinnen wollt: https://www.facebook.com/Plattenbaugefuehle (bei 300 Fans verlose ich das nächste Buch)

Freitag, 30. Dezember 2011

Besucher Award 2012 - Jetzt abstimmen!!!



So, meine Lieben! Jetzt hat die Abstimmungsphase begonnen. Also, ich danke euch vielmals im Voraus für die vielen Stimmen, die ihr mir geben werdet. :-) Werdet ihr doch, oder? Herr Woody würde sich seeeeeeeehr freuen! Also, los geht es!
Und vor allem: keine Katzenseite darf vor mir landen. Okay? :-)))
http://www.besucher-award.de/abstimmung/allgemein.html

Besucher Award Januar 2012

Noch stehe ich nur auf der Warteliste beim Besucher-Award, Kategorie Allgemein. ABER das wird sich heute Abend um 19.15 Uhr ändern! 




Dann wird man auf der Seite entdecken, dass ich für den Besucher-Award Januar 2012 nominiert bin - und DANN dürft ihr mich gerne wählen. Wie? Ganz einfach: unten ist ein Button - da drauf drücken und dann kommt ihr auf die Seite... Kategorie: Allgemein. Schmerzwach. :-) Vielen lieben Dank! 
Ihr seid die BESTEN!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Herz und Fuß von Anne Bax


Ein merkwürdiges Lesevergnügen bereitete mir Anne Bax... Die Fremdenführerin Charlotte, genannt Charly, arbeitet im Oberhausener Gasometer, das 117 Meter hoch und 68 Meter breit ist. Auf dessen Aussichtsplattform "kann man bis Düsseldorf sehen..." und dort passieren plötzlich merkwürdige Dinge. Charly findet eines Tages auf dem Dach einen tiefgekühlten toten Fuß eines Menschen, an dem neben giftgrünen, potthässlichen Wollsocken auch noch eine rote Rose und ein Zettel mit einem tiefsinnigen Gedicht hängen. Doch das ist nur der Anfang. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Yellow Press, versucht sich einen Reim auf das alles zu machen und nicht verrückt zu werden. Dabei helfen ihr ihre beste Freundin Baby, das genaue Gegenteil von ihr, und ihre Mutter, die sich seit dem tödlichen Autounfall ihres Mannes nur noch höchstens 912 Schritte im Radius per pedes bewegt und ein Internet-Ass ist. Charly hat es nicht leicht, schon gar nicht, als plötzlich eine wunderschöne Journalistin, die Verlobte ihres Jugendfreundes auftaucht, und sie sich ganz sicher ist, dass das die Frau ihres Lebens sei...

Der erste Krimi der Kurzgeschichten-Autorin Anne Bax ist wirklich ungewöhnlich. Nicht nur ihre Wortspiele sind witzig, sondern auch ihre Figuren, die so lebendig, so frisch, ja fast erfrischend sind, machen wirklich großen Spaß. Die Autorin kann immer wieder mit neuen Spielereien überraschen, mit klugen Beobachten, die die Beweggründe ihrer Figuren häufig desavouieren. Der Roman ist gleichzeitig komisch und spannend bis zum Ende. Doch dieses ist der einzige Wermutstropfen dieses heiteren Lesespaßes. Es ist meiner Ansicht nach völlig fehlkonstruiert, kaum glaubwürdig. Aber das tat dem Roman keinen Abbruch. Man möchte wirklich gerne mehr von diesen Personen aus dem Buch lesen. Vielleicht könnte die Mutter von Charly ja die neue Miss Marple werden? Wäre doch eine Idee. ;-) 

Der Roman "Herz und Fuß" von Anne Bax ist 2011 im Konkursbuchverlag erschienen, 287 Seiten dick und für 9,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Talentschmiede EKS?

In der letzten Woche durfte ich meine Plattenbaugefühle mit ganz besonderen Büchern tauschen. Miriam Eisenhauer war in der Erich Kästner-Schule in Darmstadt (wo Plattenbaugefühle auch spielt) meine Kollegin - und hat nun, genauso wie ich, ein Buch veröffentlicht. Natürlich in ihrem Arbeitsgebiet Ernährungsberatung. Das Prinzip GESund. 
Wieder Freude am Essen. Gut essen und trotzdem abnehmen - geht das zusammen? Ja, mit dem neuen Prinzip GESund von Miriam Eisenhauer ist das möglich. Besser wissen statt schlechtem Gewissen! Wie man sich gesund ernährt weiß eigentlich jeder. Trotzdem tauchen immer wieder Unsicherheiten auf: "Welche Nährstoffe machen denn nun dick - Fett oder Kohlenhydrate?", "Was darf ich abends essen?" oder "Wie vermeide ich beim Abnehmen den leidigen Jojo-Effekt?". Es gibt unzählige Diäten, Trends oder Weisheiten, und es ist anstrengend, sich mit all den widersprüchlichen und häufig schwer verständlichen Theorien auseinanderzusetzen. Richtig frustrierend ist es, wenn die Ernährungsform das tägliche Leben stark einschränkt. Doch mit dem leicht verständlichen Prinzip GESund passen Sie die gesunde Ernährung an Ihr Lebensmodell an. Sie bestimmen sowohl Ihr Tempo als auch die Nahrungsmittel Ihrer Mahlzeiten. Das Prinzip GESund ist somit in allen Lebensbereichen umsetzbar - also auch absolut bürotauglich! http://www.amazon.de/Das-Prinzip-GESund-einfach-umsetzbar/dp/3942971011


Der Rektor der Erich Kästner-Schule zu Miriams und meiner gemeinsamen Zeit dort war Dr. Michael Hüttenberger, der schon damals geschrieben und veröffentlicht hat. Mit ihm durfte ich auf der Weihnachtsfeier der Textwerkstatt Darmstadt einen Büchertausch machen. Sein "BildungsStruwwelpeter" war bei Spiegel Online rezensiert worden und von einem auf den anderen Tag wurden 300 Exemplare verkauft. Super. Oder? Mehr über seine Bücher findet man auf seiner Autorenhomepage:
http://michaelhuettenberger.de/

Und wer ein Exemplar Plattenbaugefühle gewinnen möchte:
https://www.facebook.com/Plattenbaugefuehle

Dienstag, 27. Dezember 2011

Der Kanal von Lee Rourke

Langeweile zu haben oder gar ein Langweiler zu sein war sehr lange Zeit verpönt, es haftete an allen Menschen ein Makel, die mit Langeweile zu tun hatten. Bereits Kindern wird eingetrichtert, dass sie niemals Langeweile haben sollten, immer beschäftigt sein, immer etwas tun. Das Nichtstun, dass still sitzen und an gar nichts denken wird nur Greisinnen und Greisen zugestanden - und wenn diese agil sind, nicht einmal denen... Man musste das nicht großartig reflektieren. Doch in der gegenwärtigen Kultur bekommt die Langeweile plötzlich einen neuen Platz, sie ist en Vogue. In der Novemberausgabe des Merkur erschien ein Essay zum Thema Langeweile, der Popjournalist Simon Reynolds schrieb in seinem Buch "Retromania" darüber und auch Philipp Wüschner machte sich in "Die Entdeckung der Langeweile - Über eine subversive Laune der Philosophie" darüber Gedanken. In der taz-Ausgabe vom 13.12.2011 schrieb Aram Lintzel über dieses Kultur-Phänomen und nannte noch weitere Beispiele. Sein Untertitel lautet "Wenn das Leben ein hyperaktives Drama voller Events ist, wird Langeweile zur Exit-Strategie" - und damit könnte er recht haben... "Ich habe eines Tages aus reiner Langeweile damit angefangen, zum Kanal zu gehen..." beginnt Lee Rourke seinen Roman "Der Kanal", und der zweite Abschnitt beginnt so: "Manche Leute halten Langeweile für etwas Schlechtes, das man vermeiden sollte, und meinen, dass man das Leben mit allem möglichen Zeug anfüllen sollte, nur um die Langeweile in Schach zu halten. Das denke ich nicht. ..." Er hält sie für etwas Gutes - und macht sich viele Gedanken darüber im Verlauf der Geschichte. In der nicht viel passiert, wie man sich denken kann. Kurz zusammengefasst könnte man es so sagen: Ein Mann geht nicht mehr zur Arbeit, stattdessen geht er jeden Tag an den Kanal und beobachtet das Treiben, die Schwäne im Wasser, die Boote und Schiffe, die Menschen, die an ihm vorbeilaufen, die arbeitenden Leute in den gegenüberliegenden Bürogebäuden. Nach einer Weile lernt er eine Frau kennen, die das gleiche tut - allerdings hat sie einen besonderen Grund dafür. Sie beobachtet nicht einfach irgendwen in diesem einen Bürogebäude, sie ist Stalkerin. Und die Beziehung zu unserer Hauptfigur gestaltet sich dementsprechend auch ein bisschen neurotisch... "Es scheint, als seien Langeweile und Begehren nicht allzu weit voneinander entfernt. Es scheint, als wären sie genau genommen mehr oder weniger derselbe Antrieb: Der Drang etwas zu tun." Das sind diese Sätze, die ich an diesem Buch mag. Nicht immer habe ich mich so wohl gefühlt mit dem Buch, manche Anekdoten aus der Vergangenheit des Mannes langweilen mich, was wohl kein Wunder ist, wenn es um Langeweile geht in diesem Text. Dieser ist allerdings nicht so harmlos wie er zunächst erscheint. Er ist letzten Endes ein radikaler Roman mit einem in Ruhe gebetteten Verlauf, in Sanftmut, um dann zu einem furioseren Ende, in einer Verstörung zu landen, die lange nach dem Lesen noch nachwirkt. "Der Kanal" von Lee Rourke im wunderbaren Indie-Verlag mairisch im Oktober 2011 erschienen, umfasst 232 Seiten, kostet 17,90 Euro und ist absolut empfehlenswert - gerade für alle Hipsters, Sicksters und Banksters. 

Montag, 26. Dezember 2011

Arbeit nervt! singt Deichkind...

Im Lamm in Kehl an Weihnachten...
... und der neue Vorstand des ABK stimmt zu. Ja, lange habe ich nichts mehr vom Alternativen Block Kehl geschrieben, sowohl ich als auch der ABK waren im Jahr 2011 sehr vielbeschäftigt. Es wurde zum Beispiel ein neuer Vorstand gewählt, ich möchte die drei Personen mal "die Überflieger" nennen, diesmal mit mehr weiblicher Beteiligung übrigens. Es ist generell ein schweres Los, im Vorstand eines Vereins zu sitzen - ich weiß, wie das ist, ich bin ja auch zweiter Vorsitzender in einem Verein (ihr erinnert euch: sprich! e.V.) - aber beim chaotischen Haufen ABK ist das natürlich noch anstrengender und schwieriger. Und weil sich dieser Verein basisdemokratisch nennt und in dieser Hinsicht den GRÜNEN (oder auch den Piraten ;-)) in nichts nachstehen möchte, ist nun ein anderer bunter Haufen im Vorstand. Ich nenne keine Namen, ich sage nur Verfassungs- UND Datenschutz und überhaupt - das Netz darf nicht zu viel wissen, sagt der ABK. Das Lustige für mich war erstens, dass sich am Anfang des Gesprächs der gleiche Teufelskreislauf wie beim vormaligen Vorstand, der nun erst einmal abwartend neben uns saß, ständig Zigaretten qualmend als wären sie alle Doppelgänger von Helmut Schmidt, ergab: nämlich, dass Arbeit nervt, dass das System krank und marode ist, dass die Bürokratie die Arbeit sinn- und wertlos macht, und dass die einzige Lösung das Bedingungslose Grundeinkommen sein kann... Und zweitens, dass einer der neuen Vorstandsvorsitzenden plötzlich im Vertrieb arbeitet (seit drei Wochen) und nun ganz neue Werte proklamiert: "Ich will Geld scheffeln, auf dem Weg zum Millionär und so". Vielleicht ändert sich das bald wieder, sein Frust ist groß, der Kulturbetrieb sei eine Enttäuschung gewesen, die ganze Projektelandschaft und so. Naja, ich kenne das nur zu gut - und habe euch anderthalb Jahre lang mit den Integrationisten und Bürokraten genervt, die das Geld sinnlos mit Meetings verprassten, aber ihrer Klientel null weiterhalf. Es ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Ein Perspektivwechsel ist dringend notwendig. Aber das weiß jeder. Ich sage nur: Occupy-Bewegung. Eine der beiden neuen Frauen im Boot proklamiert mehr Liebe und Herzlichkeit in der Welt - und meint damit nicht mehr Erotik und Sex, sondern dass die innere Stimme der Menschen mehr Gehör findet, dass man sich mehr traut, von seinen inneren Konflikten zu reden und dafür nicht beschimpft und ausgegrenzt wird, vor allem nicht im Berufsleben. Sie sagt, dass vor allem im sozialen Bereich das ganze ein Haifischbecken sei und die Leitungen nur daran interessiert wären, dass der Betrieb weiter läuft, die Mitarbeiter_innen wären dabei ganz egal. Es ist ein Macht-Ding sagt die andere Frau, und daher wird es auch niemals das Bedingungslose Grundeinkommen geben. Es gehe nicht um Geld, das Bedingungslose Grundeinkommen lässt denjenigen, die mehr Geld zur Verfügung haben wollen, die Möglichkeit dazu, aber es gäbe eben keine Hierarchien mehr, keine wirklichen Chefs. Und das verhindert dann, dass Leute erfolgreicher und mächtiger sein können als andere. Davon könne sich der Mensch nicht lösen. Mehr Liebe und Herzlichkeit, sagt dann wieder die erste. Die so vieles nicht verstehen kann. Die nicht verstehen kann, wie man jeden Tag ins Büro gehen kann, seinen Dienst vollzieht, seine sinnlose Büroarbeit, sich vom Chef unterdrücken lässt. Wozu? fragt sie. Wozu? Auf dem Bauernhof leben, sein eigenes Essen anpflanzen, Selbstversorger sein - ja, darin würde sie einen Sinn sehen, und vielleicht würde sie das gerne mal ausprobieren... Man muss dem ABK schon Respekt dafür zollen, dass so eine Person im Vorstand sein darf, eine "Überfliegerin" (und ich meine das jetzt nett und ironisch gleichzeitig :-)), die oft das Gefühl hat, etwas lebens- bzw. weltfremd zu sein. Vielleicht sind es letztendlich diese Menschen, die all das, was wir gerade leben, nicht mehr verstehen können, die die Welt letztendlich verändern. Ich wünsche es ihr und ihren Kollegen im Vorstand. Wir hatten uns mal wieder im Lamm getroffen und sehr viel philosophiert und debattiert. Und je mehr Alkohol im Spiel war, desto mehr griff der alte Vorstand in die Diskussionen ein und eröffnete ganz neue Spielräume. Sie haben einige Aktionen im Jahre 2012 geplant. Einige Lesungen und Diskussionen, ein paar Guerilla-Aktionen, ähnlich wie Occupy. Nur in Kehl oder anderswo Zelte aufbauen, darauf haben sie keine Lust. Aber sie haben sich auch in Frankfurt an der Bewegung beteiligt - und tun dies auch in den nächsten Tagen und Wochen. Das ist schön, finde ich. Vielleicht schaffen sie gemeinsam irgendwann die 99 %. Wünschenswert wäre es! Und für mich geht es wieder zurück an die Erschaffung eigener Welten...

Mal anders gesehen...

Saskia Harter hat bei der Lesung im Commerzbank AG, Raum für Kultur, am 15.12.11 schöne Bilder von Hilke, unseren Büchern und mir gemacht - die möchte ich euch nicht vorenthalten. Danke Saskia! :-)











Sonntag, 25. Dezember 2011

Das tolle! Frankfurt Kinder-Malbuch von Claas Janssen

Der tolle B3 Verlag aus Frankfurt hat so viele schöne Bücher veröffentlicht, eines hatte ich ja vor kurzer Zeit vorgestellt, das Buch von Vanja Vukovic und Guido Rohm: Safe Heaven. Aber jetzt habe ich mir ganz begeistert ein tolles neues Werk angeschafft - oder vielmehr zu Weihnachten an meine Nichten verschenkt. "Das tolle! Frankfurt Kinder-Malbuch von Claas Janssen". Damit sie das nächste Mal richtig gut vorbereitet sind, wenn sie den schönsten Mann und mich besuchen kommen. ;-) Es bleibt unter Pädagogen. :-) Wirklich coole Ideen, eine frische Machart, humorvoll und kreativ. Mehr davon hier:





Samstag, 24. Dezember 2011

Vielleicht lieber morgen von Stephen Chbosky

"Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chbosky ist bereits 1999 in den Vereinigten Staaten erschienen, dort unter dem viel passenderen und schöneren Titel: "The Perks of Being a Wallflower" (etwa: Die Vorteile ein Mauerblümchen zu sein). Denn es geht um einen Jungen, der vom Mauerblümchen zu einem reifen und "coolen" Jugendlichen heranwächst. Anfang der 2000er wurde der Roman ins Deutsche übersetzt, eine Ausgabe ziert auch das MTV-Symbol, wie man auf dem Bild links sieht. Es wurde also damals sehr hochgepuscht. Und trotzdem blieb es merkwürdig unbekannt in Deutschland. Aber 2012 wird sich das ändern. Bereits jetzt ist es schwer und teuer an Exemplare zu kommen. Vielleicht hat aber der Heyne Verlag schon eine Neuauflage vorbereitet. Denn 2012 kommt die Verfilmung des Stoffs ins Kino. Autor Stephen Chbosky, der bereits seit einigen Jahren Drehbücher schreibt, verantwortet dieses Mal nicht nur das Drehbuch, sondern auch die Regie. Wir dürfen gespannt sein. Aber was soll schon schief gehen? Wird doch die neue Jugendlichen-Star-Riege Hollywoods in den Hauptrollen zu sehen sein. Emma Watson aus den "Harry Potter"-Filmen und Logan Lerman, der zuletzt den D´Artagnan in "Die drei Musketiere" und den Titelhelden in "Percy Jackson – Diebe im Olymp" gegeben hat, werden die beiden Hauptdarsteller sein. 
In diesem Roman geht es um den Protagonisten Charlie, der anlässlich des Beginns seines ersten Schuljahres an der High School im Jahr 1991 in Briefen an eine ihm unbekannte Person von verschiedenen Situationen seines Lebens erzählt. Zu diesem Zeitpunkt ist er noch ein introvertierter und psychisch labiler Teenager, dessen einziger und bester Freund Selbstmord begangen hat. Auch seine ihm sehr nahestehende Tante Helen ist verstorben.
Im Verlauf des Romans lernt Charlie die etwas älteren Stiefgeschwister Sam und Patrick kennen. Charlie verliebt sich in die „außerordentlich schöne“ Sam, die eben von Emma Watson gespielt wird im Film. Auch mit dem homosexuellen Patrick befreundet er sich. Durch die beiden gewinnt Charlie einen neuen Freundeskreis, macht erste Liebes- und Drogenerfahrungen und findet Spaß an seinem Leben. Gegen Ende erinnert sich Charlie an ein verdrängtes Kindheitstrauma, weshalb er einige Zeit in einer Klinik verbringen muss. Nach seiner Entlassung blickt Charlie zuversichtlich in eine angstfreie Zukunft.
Das Schöne bei diesem Briefroman ist, dass Charlie von seinem unkonventionellen Lehrer Bill Leseaufgaben erhält. Er soll Aufsätze über die Bücher, die ihm Bill gibt, schreiben. Der Fänger im Roggen von J. D. Salinger ist da so ein Beispiel, das Chbosky als Inspiration für den Roman bezeichnete. Neben Büchern, die er erwähnt, sind es auch Filme und die vielen Musiktitel, die eine große Bedeutung haben, die einen wundervollen Soundtrack für den Film ergeben werden, wie z.B. Asleep von The Smiths.
Dieses Buch wurde viel diskutiert in den USA, was sicherlich an den Themen liegt, die es behandelt: Drogenkonsum, sexueller Missbrauch und Selbstmord... 
Dieses Buch ist ein Muss für jeden und jede, die sich mit solchen Filmen wie "I killed my Mother" oder Büchern wie "Tschick" von Wolfgang Herrndorf beschäftigt haben - und diese wunderbar fanden. Dieser Roman "Vielleicht lieber morgen" ist noch sehr viel beeindruckender als "Tschick" und ich könnte mir vorstellen, dass auch der Film für großen Zündstoff und viele Kinogängerinnen sorgen wird. Also zuerst das Buch lesen, dann den Film anschauen. 

Freitag, 23. Dezember 2011

Hamster-Besuch in der 59




Plattenteller 2/3

Platten...baugefühle... und Platten...teller ;-) Ich besitze ja einen wundervollen Platten...spieler. Und einige Platten... Mehrere Platten...sammlungen wurden da zusammengelegt. Jetzt wird es Zeit in zwei Posts die schrecklichsten Cover davon vorzustellen - ohne Worte - und in einem dritten ein paar nette Schmuckstücke.






Donnerstag, 22. Dezember 2011

Lieb mich! von Hilke-Gesa Bußmann

Die Buchhändlerin Tanja Feldmann ist auf der Suche nach ihrem Traummann und besessen von den zuckersüßen Versprechen aus Liebesromanen. Doch Tanja ist keine Prinzessin, ihr Leben kein Märchen und die wahre Liebe für sie eine Illusion. Bei einem Speeddating lernt sie Alexander Bach, den Inbegriff eines Machos, kennen und hassen. Ihre getrübte Beziehung zur Männerwelt gerät vollends aus den Fugen. Dennoch scheint für einen Augenblick das Märchen perfekt, als sich Alexander in Tanja verliebt. Doch die Realität holt beide ein ...

Ich mag keine Liebesromane. Die Hauptperson Tanja, Buchhändlerin, schon. Sie lebt in diesen Liebesromanen, erträumt sich ihre Traummänner, erträumt sich Liebesgeschichten, Liebesfantasien. Es ist zu arg. Es nervt. Aber genau das wollte die Autorin wohl erreichen. Es geht sogar so weit, dass man schon fast eine Sympathie zu ihrem Pendant, dem Macho Alexander, der keine Bücher liest, aufbaut. Zwei richtig unsympathische Helden in einem Roman. Geht das überhaupt? Und dann auch noch eine Poetologie von Liebesromanen aufbauen? Da scheint die Autorin Hilke-Gesa Bußmann viel vorzuhaben - und nicht zu scheitern. Es geht auf. Dass die Figuren beide sehr klischeehaft und überzogen sind: geschenkt, dass die Figuren wenig glaubwürdig erscheinen: geschenkt. Das gehört zur Ironie des Textes, das gehört zum Aufbau eines Romans, der immer über sich selbst lachen kann. Und der jedes Mario Barth-Klischee aufspürt. Menschen, die Liebesromane lesen, werden ihn verschlingen. Menschen, die keine Liebesromane mögen, werden "Lieb mich!" hassen, aber witzig finden. Denke ich. Wenn man das Marketing-technisch betrachtet, ist es ein kluger Schachzug: Zielgruppe vergrößert.  Der Roman ist sehr lebendig geschrieben, sehr temporeich, man merkt der Autorin an, dass sie eigentlich spannende Literatur schreibt (weiß ich aber nur, weil ich ihre anderen Texte im Internet schon gelesen habe - und auf einen veröffentlichten Langtext warte). Lieb mich! Liebt es oder hasst es.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Singen in Dreieich-Sprendlingen 19/12/11

Bariton ist er, er ist Bariton, der schönste Mann der Welt - endlich kann ich es mir merken. Das war kein Desinteresse von mir, ich kann mir solche Dinge nicht merken. Fragt mich! In der Schule war ich im Musik-Grundkurs. Man sollte meinen, dass ich etwas firm bin, was Musiktheorie und Co. angeht, aber nein... Nichts! Ich schreibe sogar gelegentlich Musikrezensionen. Trotzdem: Nichts. Es bleibt nichts hängen bei mir. Aber ich drifte ab. Eigentlich wollte ich ja nur erzählen, dass ich ganz stolz bin auf den schönsten Mann der Welt. Der hat gesungen. Also, er singt ja immer. Täglich - hoffe ich zumindest. Aber Montag Abend war dann sein Abschlussabend von seiner "Gesangsklasse", allen Gesangs-Schülern von Fabian Hemmelmann von der Musikschule Dreieich im Jahr 2011, allesamt sympathisch, kreativ und mit einer Prise Humor versehen (siehe der Kollege, der mit Regenschirmen bem Singen hantierte und sein Lied umdichtete - Stichwort: "ESF-Rettungsschirme"). Und einer von ihnen stach mit sehr viel Talent heraus. Ihr seht ihn auf folgenden Bildern. :-)




Dienstag, 20. Dezember 2011

Im Schnee...

Der Schnee und ich sind wahrlich keine Freunde. Und es liegt natürlich nicht an ihm. Er macht nichts. Schnee eist einfach. Manchmal ist es sogar gut, dass er da ist. Zum Beispiel, wenn man irgendwo zugeschneit ist - und deswegen nicht zur Schule oder Arbeit muss. Trotzdem werden wir nie Freunde, und siehe hier: http://schmerzwach.blogspot.com/2010/12/schnee-im-holzhausenpark.html, oder es da sogar richtig lustig zu sein schien: http://schmerzwach.blogspot.com/2010/12/schneeengel-oder-wie-sie-zu-mothman.html Trotzdem! Es gibt für mich ja auch keinen Grund dafür. Aber wie schön, dass er mich heute NICHT im Stich gelassen hat, obwohl wir keine Freunde sind, und niemals welche werden. Heute war er für seinen kleinen lustigen Feind da:








Im Zimmer wird es still von Jan Walther

Wenn man selbst literarisch schreibt, dann liest man Literatur ganz anders... Und bei manchen Büchern denke ich dann: Oh Mann, das hättest du selbst nicht schreiben können! Wieso dachte ich das bei Jan Walthers Roman?
Als Peter an Krebs erkrankt, umsorgt ihn sein Partner so gut er kann. Doch oft ist Andreas überfordert und fühlt sich alleingelassen. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Peter und seiner Angst, ihn zu verlieren. Auch Peter macht sich Sorgen, will Andreas beschützt wissen, ihm das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist. Dann verschlimmert sich Peters Zustand...
Jan Walther wählt ein schwieriges Thema: die Krebserkrankung des geliebten Partners - und gerät damit immer wieder in Gefahr, schwülstig oder kitschig zu werden. Doch er wird es nie. Das ist vielleicht die größte Stärke des Autoren. Souverän mit der Sprache umzugehen, dort, wo sie zu zu einem Klischee werden könnte. Ich meine, jede_r kennt doch diese Allgemeinplätze, diese Floskeln, sobald man auf die Themen Krankheit und Tod kommt. "Die Zeit heilt alle Wunden", "Kopf hoch, das Leben geht weiter", "Jeder kriegt nur das aufgeladen, was er tragen kann" usw. Oft fehlen einem die Worte, oft weiß man nicht, was man sagen, was man tun soll. Oft traut man sich nicht. Traut sich nicht, einen todkranken Menschen besuchen zu gehen, weil man sich nicht nur mit der Krankheit des Besuchten, mit dem nahenden Tod der Person beschäftigen muss. Sondern auch, weil man sich dann mit seinem eigenen Tod konfrontiert, mit der eigenen Vergänglichkeit. Oft ist dann der Zeitpunkt vorbei, an dem man sich noch trauen kann, beim Todgeweihten vorbeizuschauen, weil es einem einfach peinlich ist, dass man es Monate nicht geschafft hat... Solche Phänomene beschreibt Jan Walther genauso sensibel, wie die sexuellen Probleme, die Andreas am Anfang seiner Beziehung zum älteren Peter hat. Es sind immer kleine Miniaturen, in denen Walther diesen Kosmos aufbaut, diesen im Grunde genommen sperrigen Inhalt, den er in präzise, wenige Worte fasst, in starke Bilder, die eingängiger als manch tausendseitiges Werk sind. Es ist ein dünnes Büchlein, ein feines Büchlein. Doch noch mehr als ein Roman über das Krank werden oder sterben ist es ein Liebesroman. Wie gesagt, nicht der kitschigen Sorte. Ein Liebesroman, der in feinsinnigen Gedanken über eine Beziehung spricht, die etwas Besonderes ist, und die fern jeden Klischees weiterlebt, und weiterleben wird bis zum letzten Tag und vermutlich darüber hinaus. Es ist ein Liebesroman und damit auch ein Zeugnis schwuler Beziehungsliebe - mit all den Themen, die in der heutigen Zeit aktuell sind. Treue, Sex, Erwachsen werden, Altersunterschied, Lebensentwurf, Großstadt oder Dorf, Diversität, Rollen spielen... Es sind die feinen Beobachtungen, um die ich den Autoren beneide, es sind Kleinigkeiten, Kleinigkeiten, die große Literatur machen. Dass solche Perlen im Bruno Gmünder Verlag erscheinen, ist eine schöne Sache. Das 176-seitige Hardcover ist im Herbst 2011 erschienen, kostet 17,95 Euro und ist nicht nur wegen seines wunderschönen Covers sein Geld wirklich wert.
Mehr hier: http://www.janas-seiten.de/9.html

Montag, 19. Dezember 2011

Dominik Schmidts Gedanken: Nebula




Durch den Nebel sieht man nichts mehr,
Nur die verschleierten Scheine der Laternen,
Und die Straßen, verlassen von jederlei Menschenseele,
Dennoch greif ich weiterhin nach den Sternen.

Sterne? Sie sind so trüb zu sehen,
Trüb? Ja! Der Nebel blockiert,
Blockiert? Er verhindert, dass wir verstehen,
Verstehen? Ja... DASS ER STIRBT.

Du magst nur glauben was du siehst,
Doch wies ihm geht, ist dir eine fremde Welt,
Eine falsche Fährte ist es - die du riechst,
Letzen Endes siehst du nur, wie er fällt.

Trauer und Missgunst trägt dein Herz,
Suchst nach dem Trost und der Liebe,
Tränen erklimmen das Gesicht,

Sonntag, 18. Dezember 2011

4.Advent in der 59 - Mein erster Adventskranz EVER



Plattenteller 1/3

Platten...baugefühle... und Platten...teller ;-) Ich besitze ja einen wundervollen Platten...spieler. Und einige Platten... Mehrere Platten...sammlungen wurden da zusammengelegt. Jetzt wird es Zeit in zwei Posts die schrecklichsten Cover davon vorzustellen - ohne Worte - und in einem dritten ein paar nette Schmuckstücke.