Freitag, 31. Mai 2013

Video Künstler


Gerne möchte ich mal wieder in Video-Clips mitspielen. :-) Das macht nämlich richtig Spaß, den man mir wahrscheinlich auch ansieht. Hier der offizielle Videoclip zu Playing The City 3 von der Schirn Kunsthalle, gedreht im Juni 2011 im Hausener Freibad.

Schaut mal selbst:
http://www.youtube.com/watch?v=XzHjf1bPWOs
Und weil alle so viel Spaß hatten... noch das Making of... :-)
http://www.youtube.com/watch?v=GqBaoSudsAg

Schon im Jahr zuvor, bei Playing The City 2 spielte ich bei einem der damals drei Video-Clips mit:



Das hatte damals auch schon richtig Spaß gemacht. Und da fing alles mit Herrn Woody an - und weiteren Running Gags auf dem Blog. :-)

Aber natürlich drehe ich auch literarische Clips mit sehr viel Spaß und noch mehr Chaotikum. :-)



Oder eine Lesung gefällig? 




Oder ich drehe lustige Videos, die niemand versteht. :-)



Donnerstag, 30. Mai 2013

Zeitgenössische Lyrik ... vorgestellt von Martin Piekar 7/10


Martin Piekar, 1990 geboren, verfasst Lyrik, Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike 2012, 
10 Lyrikbände zeitgenössischer Lyriker auszuwählen und vorzustellen fällt einem als Lyrikliebhaber schwer. Weil es NUR 10 sind. Aber trotzdem habe ich, Martin Piekar, mich gewagt. Ich nenne 10 Lyrikbände, möglichst aktuell, die mein Lesen, meine Leseerfahrung, mich im Lauf der Lektüre verändert haben. Da ich keine Rangliste machen möchte, werde ich die Bände nicht nummerieren, sondern ich werde Sternchen setzen.



* Volker Sielaff- Selbstporträt mit Zwerg. Was für ein seltsamer Titel. Das macht nichts, mich lockte es. Ich hörte es auf einer Lesung. Volker Sielaff las u.a. und dann habe ich mir den Band besorgt und heute bin ich sehr dankbar, weil ich sehr kritisch war. Meine Kritik ist heute auch ein Lob. Eher nur Lob. Sielaff würde sich deswegen vielleicht nicht mutig wähnen, aber er scheint es zu sein. Selten erlebte ich einen Gedichtband, der so offen und gekonnt mit Wortmaterial wie z.B. Seele umging. Ein Gedicht trägt den Titel „Mondnacht“ und man denkt sich, dass es etwas Abgenutztes sei, aber Volker Sielaff geht damit so frisch um, dass es für einen ein völlig neues Erlebnis sein kann. Dabei wird es nicht zu Kitsch. Es bleibt herzlich und durchdacht. Früher hat man mir, als noch ich jünger war, allein von dem Wortmaterial abgeraten, umso faszinierter bin ich, wie gut es bei Volker Sielaff klingt, obwohl viele Dichter zu großer Vorsicht raten.



Formel

Manchmal ist dir nach rührseligem Kitsch.
Aber das sind schwache Momente.

Dann wieder Eis, Kantiges,
das Gegenteil von Handwerkskunst.

Zusammengeschnurrt auf diese eine Formel,
was bedeutet das?

Wir sind Eispickel, unser tägliches Klopfen
gegen den Berg. Gestrandete.

Kugelform, Erlösung,
das Kindsein erledigt sich nicht
von selbst.


Mondnacht

Vom Mond belebte Schatten
einer Ladung Nachtfische gleich
und besonders bei Vollmond

Wenn du die Jalousie hochreißt
entwischen sie dir
(das geht schnell, denn es gibt

tiefe Wasser.)
Nachtfische lassen sich einrollen
bis zum nächsten Morgen:
 Nahctfische
Wenn die Jalousie
herunterkracht                       sind sie fort.


Volker Sielaff, Selbstporträt mit Zwerg, Luxbooks, 2012, Wiesbaden

Mittwoch, 29. Mai 2013

Die Ringelsuse, Muffi, schmerzwach und die Plattenbaugefühle


http://ringelsuse.de/ringelsuse-de-blog-award/ringelsuse-blog-award-mai/

Yeah! schmerzwach hat einen Award erhalten! Endlich! :-) Völlig verdient natürlich! 
Die von mir sehr geschätzte Ringelsuse betreibt ja einen Online-Shop, in dem es ganz schöne Artikel zum Kaufen gibt, jetzt hat sie auch einen Blog.



Man kennt ja meine Affinität zu Jutebeutel. :-) An sich gibt es viel mehr Produkte für Frauen und Babys, aber immerhin gibt es die Best-Boyfriend-Boxershorts. :-)



Die Materialien stammen aus Peru, alles natürlich und fair, das versteht sich von selbst: http://ringelsuse.de/herstellung/
Auf Facebook ist die Ringelsuse auch zu finden: https://www.facebook.com/Ringelsuse

Dienstag, 28. Mai 2013

Zeitgenössische Lyrik ... vorgestellt von Martin Piekar 6/10

Martin Piekar, 1990 geboren, verfasst Lyrik, Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike 2012 
10 Lyrikbände zeitgenössischer Lyriker auszuwählen und vorzustellen fällt einem als Lyrikliebhaber schwer. Weil es NUR 10 sind. Aber trotzdem habe ich, Martin Piekar, mich gewagt. Ich nenne 10 Lyrikbände, möglichst aktuell, die mein Lesen, meine Leseerfahrung, mich im Lauf der Lektüre verändert haben. Da ich keine Rangliste machen möchte, werde ich die Bände nicht nummerieren, sondern ich werde Sternchen setzen.




* Hölderlin als einer der größten deutschen Dichter. Das würde ich sofort unterschreiben. So auch, dass der Umgang mit ihm schwer, aber wichtig und lyrisch gesehen unheimlich gut sein kann: Gerhard Falkner – Hölderlin Reparatur. Was mich an diesem Gedichtband so fesselt ist die Tonlage: Ein hoher Ton wie bei Hölderlin ist häufig vorhanden. Es wird damit gespielt: ironisch, albern, mit Alltagssprache konfrontiert, in intuitiv unpassenden Situationen, etc. 2009 wurde Gerhard Falkner dafür mit dem Huchelpreis ausgezeichnet (es entbrannte damals eine Debatte darum, im Internet nachzulesen). Ich wurde von Hölderlin angezogen und von Falkner begeistert: 





Droben wohnen

Die Nächte werden immer kleiner. Immer teurer.
Wie Mittage schon fast / auf ihren nadelspitzen Höhepunkten steckend -
nur schwarz und unerhört und kalt
Kein Orpheus. Kein Orakel. Kein Orplid.
Höchstens Rilkes Fünfte. Und das Gras /
das funkelnd um die Häuser zieht.
Ich will, flussaufwärts, deinen nackten Adern folgen
bis meine Augen ihre Quellen finden.
Und apropos Quelle.
Ich wohne zwar gleich um die Ecke / doch ich bin
ein Andersdenkender.
In meinen Räumen gibt es keine
tragende Wand. Die Träume sind
auf sich gestellt und
das Papier, auf dem sie sich erfüllen
das hat keinen Rand.
Uns zwingt allein die Schrift
uns endlich zu entscheiden:
VIP Lounge oder Kolchose? /
Entweder das entweder oder das oder!
Aber, soll das heißen, wir haben keine andere Wahl?
Was ist denn dann mit wandern gehen. Auswärts essen.
Droben wohnen. Ruhig sein?

(Mittlerweile gibt es die „Pergamon Poems“ von Falkner – eben über den Pergamon-Altar, und ich bin durch diesen Band schon ganz scharf auf den nächsten, erschienen bei kookbooks) 

Gerhard Falkner, Hölderlin Reparatur, Berlin Verlag, 2008, Berlin

Montag, 27. Mai 2013

StadtteilHistoriker - diesmal bei spannenden Dreharbeiten

Mein Projekt mit den StadtteilHistorikern macht immer Spaß, auch wenn ich den vielen Stress und den Druck, der auf mir lastet, nicht leugnen möchte. Aber ich lerne so viele spannende Dinge - und Menschen kennen. Ich hatte ja erzählt, dass die Gruppe, die ich näher beleuchte, Rotzschwul, sich offiziell erst gegründet hat, nachdem der Film von Rosa von Praunheim in Deutschland gezeigt wurde. „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ hat in den Siebziger Jahren für sehr viel Wirbel gesorgt - danach begann die im Untergrund schwelende Schwulenbewegung in die Öffentlichkeit zu gehen, Aktionen zu starten, sich zu mobilisieren. Gerade auch in Frankfurt. Rosa von Praunheim nun möchte einen Film drehen, der von seiner Zeit in Frankfurt handelt. Zum Thema Rotzschwul meldete er sich bei Hans-Peter Hoogen, so wie ich das vor einem Jahr auch tat. Und schon kurze Zeit später traf man sich im Café Größenwahn, das Hans-Peter Hoogen gemeinsam mit seinem Kumpan 1978 im Nordend gegründet hatte. Mit dabei war auch Georg Linde, den ich ebenso wie Hans-Peter für mein Projekt interviewt habe. 
Für mich war es natürlich sehr spannend, Rosa von Praunheim bei der Arbeit zu beobachten, zu hören, welche Fragen er stellt. Ich habe mir fleißig Notizen gemacht, Bilder geschossen, die ich dann für mein Buch verwenden werde. :-)






Sonntag, 26. Mai 2013

1. Deutsch-Türkisches Literaturfestival der Literaturwerkstatt Hamburg am 18.5. im Kulturzentrum in Neu-Allermöhe


Das war natürlich eine schöne Sache! Ich bin ja für jeden Spaß zu haben und mir kann nichts ungewöhnlich genug sein. Wieso sollte ich nicht der einzige im Nachmittagsprogramm eines türkischen Literaturfestivals sein, der auf Deutsch liest? Doch was hat mich dazu gebracht, mit dabei zu sein? Der Größenwahn Verlag natürlich, den ich da vertreten habe, der auch Bücher in seinem Programm hat, die von türkisch-stämmigen Menschen geschrieben wurden. Levend Seyhan mit "Torben stirbt im Wohnzimmer" zum Beispiel. Oder Hidir Karademir mit seinem "Im Zauberland Almanya". Die Leute waren sehr nett, sehr offen und aufgeschlossen - und familiär. Es wurden viele Bücher gekauft und die Stimmung war auch sehr angenehm. Leider spielte das Wetter nicht so mit, dabei war der Veranstaltungsort sehr schön gelegen... Mich hat ein bisschen mein Nebensitzer Deniz Üresin gerettet, der mit mir eine "deutsche Insel" bildete. Wir legten unsere Türkisch-Kenntnisse zusammen, um das Programm zu verstehen und uns durch den Tag zu schlagen. :-) Hier ein paar Impressionen aus Allermöhe und dem schönen Festival...















Freitag, 24. Mai 2013

Zeitgenössische Lyrik ... vorgestellt von Martin Piekar 5/10

Martin Piekar, 1990 geboren, verfasst Lyrik, Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike 2012, 
10 Lyrikbände zeitgenössischer Lyriker auszuwählen und vorzustellen fällt einem als Lyrikliebhaber schwer. Weil es NUR 10 sind. Aber trotzdem habe ich, Martin Piekar, mich gewagt. Ich nenne 10 Lyrikbände, möglichst aktuell, die mein Lesen, meine Leseerfahrung, mich im Lauf der Lektüre verändert haben. Da ich keine Rangliste machen möchte, werde ich die Bände nicht nummerieren, sondern ich werde Sternchen setzen.

* Steffen Popp – Dickicht mit Reden und Augen. Viel mehr muss ich gar nicht sagen. Das ist es! – Das ist es wirklich, Steffen Popp erweist sich beim Lesen für mich immer als eine Art Metaphernoffenbarung. Steffen Popp verwendet Metaphern und Pathos und es wird an keiner Stelle Kitsch oder altbacken oder verbraucht oder oder oder: 


Dickicht mit Reden und Augen 

Möglichkeit und Methode überschneiden sich
ein kühner Satz bricht sich im Wald, fortan er hinkt

kein Sprung ins Dickicht dringt, kein Huf hinaus
kein ausrangiertes Fahrrad betet hier um Ruh
kein altes Lama spuckt, kein junges auch

sie hängen in den Tag, in Baumschaukeln
kein Baum, genau besehen, keine Schaukel, nicht mal
ein sie, nur hängen, Tag

Reden, durch nichts gedeckt, doch lebhaft
Lebewesen fast in einem Dickicht
hängend, hinkend eine, darum nicht weniger wahr
nicht wahr, nicht weniger, nicht – ungerührt

schaukeln oder grasen zur Pflege der Landschaft
oder stehen nur in ihr, schauen herüber mit Augen.

für Elke Erb




Das ist das Titelgedicht des Bandes. Es steht in einem eher losen Zyklus, die nicht thematisch festgebunden sind. Dabei sind in diesem Band Zyklen wie „Vom Meer“ und „Wälder“ ansässig, in denen die Beziehung zu den jeweiligen Orten ausgeführt zu werden scheint. Es ist ein sehr emotionaler Band und mir bleibt beim Lesen andauernd der Mund vor Staunen offen stehen, da ich die ganzen Metaphern in meinem Kopf bilde und einfach beeindruckt zurückgelassen werde von jedem Gedicht. 


Steffen Popp, Dickicht mit Reden und Augen, kookbooks, 2013, Berlin

Donnerstag, 23. Mai 2013

Lesebühne des Glücks: Der zweite Frankfurter Diary Slam am 16-5-13


Wir waren sooooo aufgeregt: Hatte uns schon der erste Diary Slam am Valentinstag voll geflasht: 50 Leute im kleinen Glück ist jetzt! Laden, wussten wir nicht, wie es in der Zentrale, Coworking Space in der Berger Straße sein würde. Würden wieder so viele Leute kommen? Nein, noch viel mehr - das wurde uns schon zwei Tage vorher bewusst. Letztendlich kamen 100 Leute! Wir hatten schon wieder nicht genügend Plätze - die Gäste kuschelten sich einfach zusammen. :-) Es war hot, wirklich. Schrecklich schwül, so dass der Moderator bereits vor dem Auftritt durchgeschwitzt war. 



Natürlich begann die Veranstaltung etwas später, der Moderator musste erst einmal dafür sorgen, dass die Gäste gut saßen - manchmal etwas schwierig, wenn die vorbereiteten Reserviert-Schilder einfach auf den Boden geschmissen wurden. ;-) Aber Krisenmanagement ist das einfachste für die Lesebühne des Glücks. Joana und Georgios, junge Leute, theatererfahren, trugen zunächst bedeutungsschwer Ausschnitte aus dem Diary Slam Buch von Ella Carina Werner + Nadine Wedel: "Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen" vor und ernteten nicht nur viele Lacher, sondern sorgten für die lockerste Stimmung, die ich jemals bei einer Veranstaltung erlebt habe. 



Nach diesem guten Anfang ging es darum, eine Reihenfolge für die Diary Slammer zu finden, es waren ja immerhin sechs Personen, die den Mut aufbrachten. Normalerweise entscheidet das Los darüber, der Moderator jedoch suchte sich lieber einen jungen Mann aus dem Publikum, der der "Bestimmer der Reihenfolge" sein durfte, Markus (vorher nicht bekannt und schon gar nicht verschwägert oder sonstwas ;-)) - und er hat einen verdammt guten Job gemacht. Niemand hätte die Dramaturgie besser gestalten können. Aber das wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand.



Es begann Gerda mit zwei Tagebuch-Einträgen, die gar nicht in der allzu fernen Vergangenheit lagen. Wichtige Texte. Texte, die zum Nachdenken anregten, Texte, die schmerzwach waren...




Nach jedem Diary Slammer gab es die "Bewertungsphase", wie man sie vom Poetry Slam schon kennt. Der Moderator nannte sie "Gruppenarbeit". Diese Gruppen mussten sich erst einmal finden - und dann: einigen. Das war manchmal mit sehr viel Diskussion verbunden - aber auch mit viel Spaß, wie man hier unten sieht. 



Beim Vortrag von Julia konnten weder der Moderator noch die Lesende selbst ernst bleiben - zu lustig war die Reise in die Vergangenheit der Julia, als sie so alt war wie man auf dem mitgebrachten Foto sieht. 



Selbst die sehr sympathischen Schwestern auf der Fensterbank kriegten sich nicht mehr ein, als Julia auf die Tube drückte. Die in den Texten gelegentlich "mittelliebe" Mutter saß in der ersten Reihe und amüsierte sich prächtig. Und. "TSCHÜSS" möchte man mit den Worten von klein Julia diesen Abschnitt beenden. Zusammenhanglos.



Hier sieht man, dass manche Leute auch stehen mussten oder im Vorraum ihren Platz fanden...





Zum Glück war die Mutter von Sebastian, dem dritten Leser nicht mit dabei - ob sie so viel gelacht hätte wie wir? Er erzählte Anekdoten aus seinem Austausch-Jahr in Spanien, die nicht immer ganz jugendfrei waren - aber immer sehr witzig! Wenn man böse wäre, würde man sagen: Er war unser doppelter Außenseiter als Offenbacher in Frankfurt, und als gebürtiger Sachse. ;-) Sagen wir aber nicht. Ein sehr sympathischer Schriftsteller-Kollege ist das. :-)



In der Pause ein bisschen chillen uns ich seelisch auf den Vortrag nach der Pause vorbereiten...



Die beiden Damen, Caro und Kristina, sind der charmante und fleißige Teil der Lesebühne des Glücks. Sie verkauften Getränke, Essen, Bücher - und verbreiteten ganz schön viel gute Laune.


Daria war die einzige Diary Slammerin, die auch beim ersten Diary Slam mit dabei war. Und trug genauso witzig, klug und charmant vor wie beim ersten Mal. So sahen das auch die Gäste und gaben ihr viele Punkte.



Bäm las als letzter, das war schon vorher beschlossen - denn: er kam zu spät. Er musste sein Malheur erst einmal erklären, als er dran war. Sein Smartphone hatte ein Crash, was deswegen eine mittlere Katastrophe war, weil er aus seinen Notizen darin lesen wollte. Er schrieb also aus seinem Phone heraus, aus Angst, dass das Ding mitten im Vortrag die völlige Grätsche macht. :-) Tat es nicht. Trotzdem. Er war der jüngste - und hat es sehr gut gemacht. Wie alle an diesem Abend! Wir hoffen sie alle wiederzusehen!



Eine Besonderheit habe ich noch nicht erwähnt: Cia, die bei der Siegerehrung zwischen Daria und Bäm stand, las nicht, sondern trug aus dem Gedächtnis vor. Ja, wirklich wahr! Sie machte eine Performance daraus - auch nicht immer jugendfrei, aber nicht porno - sondern sogar sehr sozialkritisch. Sie erzählte z.B. von ihrer ersten Bierwurst, die sie aß (eine für mich sehr nachvollziehbare Anekdote - gibt es Bierwurst auch außerhalb Deutschlands???), und von ihren Problemen, sich als Kurdin in Deutschland zu integrieren.

Es gab übrigens fünf zweite Plätze - taaaaraaaaaaaa! :-) Und eine charmante Siegerin namens Julia! :-)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Zeitgenössische Lyrik ... vorgestellt von Martin Piekar 4/10

Martin Piekar, 1990 geboren, verfasst Lyrik, Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike 2012, 
10 Lyrikbände zeitgenössischer Lyriker auszuwählen und vorzustellen fällt einem als Lyrikliebhaber schwer. Weil es NUR 10 sind. Aber trotzdem habe ich, Martin Piekar, mich gewagt. Ich nenne 10 Lyrikbände, möglichst aktuell, die mein Lesen, meine Leseerfahrung, mich im Lauf der Lektüre verändert haben. Da ich keine Rangliste machen möchte, werde ich die Bände nicht nummerieren, sondern ich werde Sternchen setzen.

* Jetzt gibt’s nur ein kurzes Wort für einen Band: WOW – John Asbery – Ein weltgewandtes Land. Ja ich verlasse die deutsche Sprache und sogar Europa. Der amerikanische Lyriker John Ashbery wird als der wichtigste lebende Poet Amerikas behandelt (diesen Diskurs kann ich nicht führen, ich schreibe hier von anderen, die ihn führen, ab, ich verrate gleich weshalb). Dieses Buch hat nicht nur Gedichte im englischen Original und Übersetzungen, sondern ein Team von knapp mehr als zwei Dutzend Übersetzern hat sich dem angenommen und auch auf eine besondere Art und Weise. Nein es wurde nicht zusammen, sondern parallel gearbeitet: Jedes Gedicht liegt in mindestens einer Übersetzung vor und manchmal sind es drei. Dabei sieht man, dass es vier Gedichte sein können, obwohl sie alle eins sind. Die Leistung der Übersetzer ist in hohem Maß zu würdigen und die Gedichte verhalten sich ebenso wie der Titel des Bandes: Ein weltgewandtes Land. 

John Ashbery, Ein weltgewandtes Land, Luxbooks, 2010, Wiesbaden

Dienstag, 21. Mai 2013

Gewinnspiel: Liebespärchen


Schick uns Dein schönstes Liebespärchen-Foto und gewinne ein signiertes Exemplar unserer queeren Anthologie! 

Am 14.Juni 2013 erscheint unsere erste queere Anthologie, in der sich alles um die Liebe dreht.

Schick uns bis zum 31.5.13 dein schönstes Foto, auf dem ein liebendes Pärchen zu sehen ist:

queer@groessenwahn-verlag.de

Und sei der/die erste, der/die ein vom Herausgeber handsigniertes Exemplar in Händen hält.

Voraussetzungen an der Teilnahme sind: 
a) auf dem Foto, das digital eingesendet werden muss, sollten zwei sich liebende Wesen abgebildet sein – je ungewöhnlicher, witziger, spannender, liebevoller, romantischer, desto besser 
b) Das Copyright des Bildes muss beim Einsender liegen. Also bitte keine Kopien vom Internet, sondern nur Selbstgeschossenes zählt. 
c) Versehe das Foto mit einen Copyright Vermerk. Kontaktdaten zur Zusendung des Buches nicht vergessen.

Die 14 Autor/-innen der Anthologie werden abstimmen und den/die Gewinner/-in wählen.

Außerdem werden die Bilder auch auf https://www.facebook.com/GrossenwahnVerlag online gestellt.

Wir freuen uns auf eure liebevollen Fotos!

Liebe und andere Schmerzen - das Buch:
Kennst du das? Es ist Liebe auf den ersten Blick. Es ist aussichtslos, sagt die Vernunft. Es wird mit Schmerz enden, meint die Angst. Es ist mein Recht, ruft eine Stimme durch die Brust und das Pochen erschüttert Körper und Geist. So geht es auch Olga, die eine schwere Entscheidung treffen muss, Petros, der die Kunst der Liebe erlernt, Morgán, der sich eines Tages verschläft, Carl, dessen bester Sex sein letzter sein wird oder Lennart, der bei seinen poetischen Freunden Rat sucht. Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch eines gemeinsam haben: die Liebe – geträumte, gefühlte, gelebte, gekaufte – die wahre Liebe, so wie sie ist, für jeden anders, für alle ein Grundbedürfnis des Seins. 

Jannis Plastargias stellt in dieser Anthologie ausgesuchte Geschichten von neuen und besonderen Autoren vor und startet beim Größenwahn Verlag damit die »Queer-Reihe«. In deren Mittelpunkt stehen Schicksale, Erzählungen und Gefühle von Frauen, Männern, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transen oder Personenkreise – deren Charakterisierungen als Emanzipations- und Schimpfwörter – in unserer Gesellschaft zu finden sind.

Ein Hoch auf die Liebe, die kein Geschlecht kennt, alles glaubt, alles erträgt, über allem und allen steht und ohne Wunden, Narben oder Kratzer nicht als echtes Gefühl gelten kann. 16 Herzschläge pochen in diesem Buch. Kannst du sie fühlen? 

https://www.facebook.com/events/417298588377446/