Sonntag, 21. Mai 2017

Anthologielesung: "Like a Dream"



  • Mittwoch, 24. Mai 19:00 - 22:00
    Coffeebar Anderswo, Blücherstraße 17, 65195 Wiesbaden
    Nimm dir Zeit zum Träumen – es bringt dich den Sternen näher. (Irisches Sprichwort)

    Seit über 15 Jahren beschäftigt sich der Blog „Like a Dream“ mit queeren Romanen, Comics und Filmen. Grund genug, den Geburtstag mit einer besonderen Anthologie zu feiern. 15+ Autor*innen präsentieren fantasievolle, nachdenkliche und sinnliche Geschichten zum Thema Träume, Wünsche und Hoffnungen. 

    Der Erlös der Anthologie geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“, das nicht nur mit der „Bar jeder Sicht“ einen Treffpunkt in Mainz geschaffen hat, sondern auch zahlreiche Gruppen und Vereine unterstützt.

    Mit Beiträgen von: Tanja Meurer, Florian Tietgen, Bianca Nias, Elisa Schwarz, Laurent Bach, Leann Porter, Sabrina Železný, Jobst Mahrenholz, Karo Stein, Thomas Pregel, Alexa Lor, Chris P. Rolls, Anna Maske, Savannah Lichtenwald, Jannis Plastargias und Juliane Seidel

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    Die Anthologielesung findet im Rahmen des Vorprogramms des CSD Wiesbaden und in Kooperation mit dem Lesefestival QUEER gelesen und der Coffeebar Anderswo statt. Dieses Mal können wir 4 Autor*innen der Anthologie in Wiesbaden begrüßen:

    Jannis Plastargias
    Anna Maske
    Tanja Meurer
    Juliane Seidel

    Wir freuen uns auf Zuhörer, Neugierige und Besucher. Der Eintritt ist wie immer frei - für passende Verköstigung sorgt die Coffeebar Anderswo.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Theke Texte Temperamente. Propellermänner und Politikersöhne


Theke Texte Temperamente. Propellermänner und Politikersöhne

Bar Knobbe
Koblenzer Straße 9, 60327 Frankfurt am Main
Donnerstag, 11. Mai 19:00 - 2:00 
 
Hallo Ihr Lieben,

endlich ist es wieder soweit: Wir freuen uns sehr, Euch nach einer kleinen Kreativpause zu einer neuen Ausgabe von Theke. Texte. Temperamente. einladen zu dürfen.

Dieses Mal werden sich Andrea Baron, ihres Zeichens Lektorin bei Beltz & Gelberg, Martin Piekar, mehrfach ausgezeichneter Lyriker sowie Raban Lebemann, Frankfurter Poetry-Slam-Künstler mit erhöhtem Rededrang unter der Moderation von Jannis Plastargias, Frankfurter Autor, wieder gegenseitig das Mikrophon aus der Hand reissen, um in gegensätzlichen Ansichten in eine gepflegte Streitkultur zu verfallen.

Willy Brandts Sohn geht mit Euch auf "Raumpatrouille" und beleuchtet damit gefühlt sein Kindsein im politischen Bonn einer längst vergangenen Zeit.

"Er berichtet von seinem Verhältnis zu den Wachleuten, die in einem kleinen Häuschen vor der Hauseinfahrt weniger mit Verbrechern als mit den herausspringenden Sicherungen zu kämpfen haben. Er erzählt vom Heimweh, das ihn übermannt, als er einmal ausnahmsweise bei einem Freund übernachten darf, und von seinem Hund, wahrscheinlich dem Hund, dem wir auf dem Umschlag sehen. Herbert Wehner radelt fein beobachtet durch eine Geschichte, bei Heinrich Lübke und seiner Frau Wilhelmine ist der kleine Matthias zum Kakao eingeladen."

Quelle:
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/matthias-brandt-raumpatrouille-kritik-die-einsamkeit-des-ersten-kindes-a-1111715.html

Seichtes Nebelkerzengeschwafel oder Gedanken mit Tiefgang? Wir sprechen darüber! Das wird auf jeden Fall sehr sehr interessant.

Der zweite Teil gehört Euch, Ihr Lieben:

Zum ersten müssen die Temperamente ein deutschsprachiges Lied rezensieren, das sie kurz vorher vorgespielt bekommen. Dieses Lied sollte von Euch vorgeschlagen werden und als Vorschlag einfach in die Kommentarfunktion der Veranstaltung mit #tttlied getaggt werden. Also: #tttlied Liedtitel, Interpret - damit der Neuntausender es heraussuchen kann. Am Veranstaltungsabend wird dann das entsprechende Lied ausgelost. Je mehr Ihr also vorschlagt, desto weniger können sich die Temperamente mit Vobereitung herausmogeln und müssen spontan agieren.

Zum anderen bereitet Andrea Baron ein schönes politisches Quiz für Euch vor.

Den Gewinnern aus der Liedrezension (Wessen Liedvorschlag gezogen wird.) sowie den des Quiz' winken zahlreiche Sach- und Kulturpreise.

Vorher und nachher und mittendrin gibt es Klapprechnermusikbeschallung von Patrick Neuntausend, damit man noch ein bißchen im Knobbe verweilen kann.

Der Eintritt ist frei, der Neuntausend wird mit einem Hut umhergehen, in das Ihr gerne Scheinchen, Wertpapiere und USB Sticks mit Bitcoins hineinsegeln lassen dürft.

Agenda:

19 Uhr: Knobbe öffnet, sanfte Beschallung mit Patrick Neuntausend

20:30 - 21:00 Teil 1: Besprechung "Raumpatrouille"

21:00 - 21:30 Pause

21:30 - 22:00 Liedrezension, Quiz

ab 22 Uhr Reden, Diskutieren, Trinken, Rauchen und Spaß haben.

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Matthias Brandts Geschichten: Die Einsamkeit des ersten Kindes - SPIEGEL ONLINE - Kultur
Matthias Brandt, Sohn von Willy Brandt und gerade noch im "Polizeiruf 110" zu sehen, hat sein erstes Buch geschrieben. "Raumpatrouille" ist ein wunderbarer Erzählband über eine Kindheit in der Bonner Republik.
spiegel.de


www.siks-ffm.de

Dienstag, 2. Mai 2017

Yoga-Gefühle auf Burg Fürsteneck


Einen Euro für jede Person, die mir den weisen, wunderbaren Ratschlag gibt, mich besser abzugrenzen und öfter abzuschalten. Wenn ich nicht als Berater für Flüchtlingsfragen angehauen werde, dann als Autor, Verleger, LSBTIQ- oder Kulturaktivist, Juror, Blogger, als Veranstalter, Mensch mit griechischen Wurzeln oder sonst irgendwas. Angefragt werde ich Tag und Nacht. Letzte Woche Donnerstag zum Beispiel: um 23.45 Uhr stehe ich in einem Kabuff in einer Shisha-Bar und werde mit einem komplizierten Fall konfrontiert - ob ich da nicht etwas machen könne. Ich notiere mir die Telefonnummer und das Problem in meinem Kopf. Gehe später nach Hause, schlafe um 3 Uhr ein, um 3.45 Uhr kriege ich eine WhatsApp-Nachricht eines Schützlings mit einer Hiobs-Botschaft. Natürlich lese ich die erst nach dem Aufwachen. Aber ich legte mich mit einem Problem ins Bett, konnte es nachts natürlich im Schlaf nicht lösen, wache morgens auf und habe schon das nächste an der Backe. Ja, abschalten. Doch wie? Ich beschließe dieses Problem des Schützlings seins sein zu lassen und erst einmal zu duschen und zu frühstücken. Ich vergesse beide Probleme sogar, lese in Ruhe meine Emails (Arbeitsbeginn) und schon kommen die nächsten drei vier Anfragen - und ich wünsche mir das Bett herbei und ganz viel Schlaf ... 
Ich möchte mich nicht beschweren, ich möchte kein Mitleid, nicht mal Mitgefühl, denn ich habe mir mein Leben ausgesucht. Mir macht Spaß, was ich mache - und sobald ich etwas an meinem Leben ändere (weniger Stress, weniger Projekte), habe ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Im Großen und Ganzen ist alles okay, wie es ist. Ich sage oft: UFF, und fühle mich etwas gestresst. Und dann ziehe ich die Notbremse. Ich nehme mir eine Auszeit. Im Winter hatte ich mehr als vier Wochen frei am Stück. Das hatte ich gebraucht. Und auch jetzt war es wieder so weit! Fünf Tage dieses Mal, aber fünf Tage auf einer Burg - Bildungsurlaub mit Yoga-Stunden, Theorien über Resilienz und Salutogenese. 


Ich musste schmunzeln, als ich auf dem Weg zur Burg dieses Schild sah. Uff, ja, Ufhausen. Als würde ich in Ufhausen leben, so fühlt sich mein Leben oft an. Aber jetzt würde ich ja fünf Tage auf einer Burg verbringen, meine Ruhe haben. Und dann schauen, wie es mir damit geht. Interessant war, wie sehr ich genoss, vier Mal am Tage (immer zu den gleichen festen Zeiten) bemuttert zu werden. Zu jeder Tageszeit gab es Buffet und ich konnte mir das Essen aussuchen. Und es war reichlich. Nicht überlegen müssen: Habe ich etwas von zuhause mitgebracht? Asiate? Zum Metzger? Pizza? Etc. Wie das auf der Arbeit jeden Mittag der Fall war. Oder dann abends jedes Mal: Oh, hast du noch Lust, dir etwas zu machen oder holst du dir was irgendwo, damit du mehr Energie für den Rest des Abends hast? Alltägliche Probleme. Jede/r hat die. Aber wenn ich eh viel zu tun habe, ist das echt anstrengend, diese Entscheidungen zu treffen. Unsere Dozentin Bärbel sagte, dass viele diese Bildungsurlaube auf Burg Fürsteneck wählten, damit sie diesen Luxus des Essens hatten ...
Dann ein Einzelzimmer. Gut, das habe ich zuhause auch. Aber auf einer Burg. Ein paar Schritte nach draußen und ich hatte absolute Pampa - konnte stundenlang spazieren, schöne Landschaften betrachten, alleine sein, auf keine anderen Menschen treffen. Und das genoss ich ebenso. Ich ging spazieren und dann ging ich auf mein Zimmer, duschte heiß, drehte die Heizung auf und begann mich zu entspannen ... Ein Luxus. Ich ging nicht mehr hinunter ins Kaminzimmer, ich traf keine Leute aus meinem Kurs. Es reichte, mit ihnen zu essen und mit ihnen Yoga zu machen. 
Ach so, das Yoga. Mir war es zu viel des Guten! Zu viel Yoga. Ich interessierte mich für die Theorie, ich interessierte mich für die gesundheitsbildenden Aspekte, aber ständig Yoga üben war mir zu anstrengend. :-) Doch ich machte natürlich mit und es tat auch gut. Auch wenn regelmäßig irgendwelche Blockaden auftraten. Ein Kribbeln im linken Arm und in der Hand zum Beispiel, das im ersten Moment etwas Angst machte. Da wollten Verspannungen aus meinem Körper raus und wurden blockiert. Oder so. ;-) Nein, ich habe so einiges über mich und vor allem meinen Körper gelernt. Und einiges nahm ich in mein Leben nach der Burg mit. Yoga ist mehr als dieser berühmte Sonnengruß. Es ist festigen und dehnen und seinem Körper Gutes tun. Aber ohne zu verkrampfen, ohne eine Trend daraus zu machen, ohne Ehrgeiz, ohne Dogmatik. Mithilfe von Yoga kann ich erspüren, wo ich verspannt bin, wo es blockiert und kann dem ein bisschen entgegen treten, kann mich dehnen und strecken und festigen. Außerdem machte mich das Yoga müde - sodass ich ganz viel schlief! <3 font="">
Aber ich habe mir auch viele Gedanken zu meinem Leben gemacht. Reframing inklusive. Mir ist aufgefallen, was alles gut an meiner Arbeitsstelle ist, was ich an Möglichkeiten da habe, die andere Leute in ihren Jobs nicht haben. Ich kann sehr viel mehr mitgestalten, sehr sehr viel mehr - selbst bei meinem Brotjob. Klar, gibt es viele Beschränkungen, Behörden, Ämter, die einem die Arbeit manchmal unmöglich machen, Klient*innen, die einen mit ihren Ansprüchen zur Verzweiflung bringen, aber es gibt auch wunderbare Klient*innen und vor allem eine Teamleitung und einen Chef, die super sind und einen unterstützen, vor allem auch einen anderen Weg zu gehen. Ich kann meine eigenen Entscheidungen treffen zum Beispiel, kann meine eigenen Projekte initiieren. Und bei meinen "eigenen" Projekten außerhalb des Brotjobs habe ich auch so viele Möglichkeiten, mich auszuleben, Sinnhaftigkeit zu erleben. Mein Leben ist vielfältig und wunderschön - und deswegen auch mega-anstrengend. Es ist (sinn)voller als so manches Leben und daher sollte ich mich nicht beschweren. Hätte ich weniger Stress, würde ich mich langweilen. So lange ich mir die Chance gebe, mich immer wieder rauszuziehen wie an diesen fünf Tagen auf der Burg, wird alles gut sein. :-)
































Sonntag, 9. April 2017

Sekt und Sex


Sekt und Sex

Eine Geschichte über das schönste Prickeln im Leben


Dazu einen »Leif on the rocks« – das passende Rezept zur Geschichte.
»… ich wollte etwas Erotisches schreiben, etwas Prickelndes – und etwas, was sich so ganz von dem Rest der Geschichten unterscheidet.«
Jannis Plastargias
Mehr zu Jannis Plastargias und »Sekt und Sex« erfahren Sie in diesem Interview!

BUCHBESCHREIBUNG

Warum ist bloß alles immer so schwierig? Leif hat Pavle mal wieder verlassen und nun steht er alleine da. Ein Abend mit Dinner und Sekt bei Salim artet komplett aus, verständlich, denn Sekt schmeckt Pavle eigentlich nur mit Leif am besten. Da kribbelt es immer so schön. Nun muss er sich nicht nur mit der Gesellschaft und seinem Studium herumschlagen, sondern auch noch mit dem Alleinsein. Nach drei Nächten melancholischer Musik, Milch mit Honig und Baldrian endlich eine Nachricht von Leif. Antworten oder es endgültig sein lassen – Warum ist bloß alles immer so schwierig?

Sonntag, 2. April 2017

Lesezimmer: Rauschgefühle


http://astikos.de/urban-lesen/rauschgefuehle

Trotz nahenden Abistresses ist Jonas glücklich wie nie. In vollen Zügen genießt er seine Liebe zu Paul und das Leben in Berlin, aus der sich eine eingespielte, vertrauensvolle und leidenschaftliche Beziehung entwickelt hat. Die Krise, an der ihre Liebe um ein Haar zerbrochen wäre, hat die beiden enger zusammengeschweißt. Nichts kann diese Leichtigkeit trüben.
Bis … ja, bis Jonas' bester Freund Fabi einen Schicksalsschlag erleidet. Von diesem Moment an ist er nicht mehr der Alte. Sowohl seine Freunde als auch die Schule scheinen ihm gleichgültig zu werden. Sein Leben bestimmen nun andere Kreise. Als Fabi eines Tages wie vom Erdboden verschluckt ist, befürchtet Jonas das Schlimmste. Für ihn und Paul beginnt eine nervenaufreibende Suche voller Hürden und Rückschläge. Eine Spur führt zu Antonio, einem der neuen »Freunde« von Fabi. Was weiß er? Kann er ihnen helfen, ihn zu finden, bevor es zu spät ist?