Mittwoch, 30. Januar 2013

StadtteilHistoriker 2012 - Informelles Treffen EINS am 29/01/13

Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Nein, es sind keine "Stammtische", sondern "Informelle Treffen". :-) Ich bin ja einer der 25 StadtteilHistoriker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt und werde nun regelmäßige Veranstaltungen in diesem Rahmen besuchen - worauf ich mich sehr freue. Nach dem "Tag der Geschichte" am 9.12. haben wir uns jetzt das erste Mal getroffen. Es war aufregend und natürlich spannend, da wir ja alle auf sehr unterschiedlichem Stand sind und aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen. Bei mir wird das alles ein schmaler Grat zwischen literarischer und historischer Bearbeitung meines Themas werden. Und ein bisschen auch eine Zusammenführung einiger meiner Hauptthemen der letzten Zeit. 
Das Ziel des ersten Treffens war neben einer Einführung zu den Tätigkeiten der Polytechnischen von Frau Dr. Uhsadel ein erstes Feedback über unsere Arbeit - mit welchen Problemen und Fragen wir uns z.B. gerade beschäftigen. Dabei zeigt sich bei anderen Teilnehmern, die mit älteren (Hand)Schriften zu tun haben, dass die Schwierigkeit der Lesbarkeit ein größeres Problem darstellt, insbesondere wenn es um die Kurrent-Schrift geht. Dazu gab es einige Tipps. Die nächste Schwierigkeit stellte sich bei Archiven dar: nicht immer ist es so leicht, Zugang dazu zu erhalten - verstärkt wird das dann, wenn es auch noch um die Zeit 1933 - 1945 geht, aber da könnte unser Projektkoordinator Dr. Oliver Ramonat in manchen Fällen sehr hilfreich sein. Ich fand diese Schwierigkeiten der anderen natürlich aufregend, mir geht es ja gerade anders. Ich habe gerade zu viele Kopien, Texte und Ton-Aufnahmen. Daher fragte ich, wie ich mir die Arbeit erleichtern könnte (sprich: wie ich Transkriptionen von mehr als 14 Stunden Ton-Aufnahmen bisher vermeiden könnte). Und ich bekam hilfreiche Ratschläge.
Generell ist es so, dass wir alle als Fachfremde im Bereich Geschichte uns überlegen müssen, wie wir mit unserer Aufgabe umgehen, Subjektivität ist durchaus erwünscht, wir schreiben keine Doktor-Arbeiten, unser ureigener Blickwinkel auf die Dinge, unser Ausschnitt, den wir wählen, ist bedeutend. Wie wir unser Thema darstellen hat dies noch niemand getan, egal, wie viele Abhandlungen es dazu schon gibt! Also, alles ganz spannend. Wir haben auch einen Text mit dem Namen "Geschichte als Sinn" erhalten, den wir bis zur ersten Werkstatt am 9.2.13 lesen sollten. Den ich heute vor dem Schlafen gehen lesen werde. Denn nun heißt es, sich fertig zu machen, und im Rahmen des Projekts einen Doktoranden aus London treffen, der zur Zweiten Deutschen Schwulenbewegung forscht. HEUTE wird also NOCH AUFREGENDER als gestern. :-)

Montag, 28. Januar 2013

Elf Fragen von schmerzwach an den Dichter BUNDY

Porträt-Frohburg-2010 by Karl-Heinz Kalkhake

Ich wurde geboren am 04.03.1972 in der Weltmetropole Nusplingen auf der schwäbischen Alb, als Sohn zweier wundervoller Elternteile, die mir eine wahrhaft herrliche und sorglose Jugend bescherten. Im Kindesalter schrieb ich schon zahlreiche Kurzgeschichten und mit 10 Jahren ein erstes Gedicht über Eidechsen, die einem Reim zuliebe „Ratzen“ genannt wurden.
Seit meinem 18. Lebensjahr fuhr ich (viel zu schnell) Motorrad, verlor auf der Straße viele Freunde, und wechselte dann auf die Rennstrecke, wo ich mich während der nächsten 20 Jahre ausschließlich rumtrieb und ziemlich erfolgreich Rennen fuhr. Neben Abitur, Studium und Beamtenlaufbahn schrieb ich regelmäßig Artikel für diverse Motorradzeitschriften („MO“, „PS“ etc.) und war Mitautor der Motorrad-Anthologie „Gaskrank – Geschichten aus der Kurve“.
Und seit 2009 schreibe ich auch Gedichte. Diese früher undenkbare Kombination habe ich Eric zu verdanken, einem Freund, der mich im September 2009, – am Tag, an dem er mit seiner Yamaha verunglückt war, als Schmetterling “besucht” hat, – auf dem Lausitzring, kurz vor einem Rennen. Damals wusste ich aber noch nicht, dass Eric nicht mehr lebte.
Eine Woche später, kurz vor seiner Beerdigung, verabschiedete Eric sich auf genau dieselbe Art und Weise von seiner Schwester und von seiner Mutter. Seitdem glaube ich nicht mehr an den Tod, – und seitdem schreib ich jeden Tag mindestens ein Gedicht. Woher sie kommen, weiß ich nicht…
http://schmetterlingspoesie.de/

1. Wer bist du?
Ich bin`s, der Bundy.
2. Was machst du?
Ich schreibe Gedichte und versuche, den Menschen Hoffnung zu schenken.
3. Woher kommst du und wohin möchtest du?
Ich komme aus einer dunklen, trostlosen Kammer und möchte dort bleiben, wo ich seit drei Jahren bin, - im lichten Paradies…
4. Warum bist du Künstler_in geworden?
Also, Künstlerin bin ich nie geworden, weil ich maskulin bin, aber ich begann mit dem Schreiben der Gedichte, nachdem mir ein Pfauenauge geflüstert hatte, dass der Tod nicht existiert und dass ich ruhig glücklich sein darf.
5. Welche Ziele hast du?
Ich wünsche mir, dass meine Schmetterlinge irgendwann in der ganzen Welt herumfliegen werden, um allen Menschen Trost und Glück in die trauernden Herzen zu flattern~~~
6. Wer oder was inspiriert dich?
Die Natur und die Liebe.
7. Wann bist du glücklich?
Früher war ich permanent unglücklich. Heute bin ich permanent glücklich, - jede einzelne Minute eines jeden Tages.
8. Wie sieht dein perfektes Leben aus?
Eigentlich führe ich es bereits, denn ich lebe mit meiner Traumfrau in einer traumhaften Mietwohnung und habe zwei traumhafte Kinder, - aber es gäbe schon noch leichte Verbesserungsmöglichkeiten: 1. nur noch vom Schreiben leben zu können und so oft wie möglich beim ambulaten Kinderhospizdienst zu arbeiten; 2. ein eigenes Häuschen am Bodensee mit riesiger Bibliothek und ebenso riesigem Fernseher; 3. ein Audi Avant A6 3.0 TDI Biturbo in daytonagrau; 4. ein Ferienhaus in Istron/Kreta; 5. ein eigenes Schmetterlingshaus; 6. mein bald erscheinendes Buch „Sie sterben nicht, sie fliegen“ in meinem Lieblings-Buchladen bei den Bestsellern stehen zu sehen; u.v.m.
9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König_in von Deutschland wärst?
Königin könnte ich ja eh nicht werden, weil ich wie erwähnt maskulin bin – und soweit ich informiert bin, gibt es auch gar keinen König von Deutschland mehr. Der letzte war wohl Helmut Kohl.
10. Wovon hast du als Kind geträumt?
Von einer riesigen Uhr, an deren Minutenzeiger ich immer hängenblieb. Nach der 12 stürzte ich in eine grenzenlose Schwärze. Manchmal fiel ich auch einfach von einem wahnsinnig hohen Turm. Sehr selten träumte ich von Nena.
11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht?
Auf Schnee und auf Bücher.

Dienstag, 22. Januar 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 24

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/01/
fortsetzungsroman-moody-blue-23.html
Naja, benimmt er sich denn etwa nicht verantwortungslos und egoistisch? begann er, er wohnt seit längerer Zeit mit seiner Freundin in München, irgendwann macht er sie dafür verantwortlich, dass er nicht weiterkommt, lernt dann ein sexgeiles Busenwunder kennen und vögelt mit ihr, seine Freundin ist ihm egal, er treibt sich mit dieser Schlange in der Weltgeschichte herum, erzählt ihr Märchen und kommt sich toll vor. Ob man das so krass sagen kann? warf ich ein. Und ob, Apostoli, so wie ich die Dinge sehe, hat er sich ein Idealbild von sich erschaffen, das des geilen, coolen, lockeren Lebemanns, der jede rumkriegt, superinteressant und ungewöhnlich ist, und diesem Bild möchte er so nah kommen wie nur möglich. Vielleicht, sagte ich. Ich hatte Levent bisher sehr gemocht, Apostel, aber wie er gestern Nacht neben uns saß, war er mir überaus unheimlich, mit Tobias vergleichbar und auch mit Christian neuerdings. Mit denen stimmt etwas nicht. Levent hatte mich von Anfang an gerne, berührte mich, knuddelte und küsste mich, was ich schön fand, wie du weißt, aber jetzt... 
Alejandro, du hast recht, mir ging es ähnlich, der Umgang mit Stefanie und Tobi hat den beiden Jungs geschadet. Aber wie machen die das? wollte ich wissen. Da steckt etwas dahinter, meinte mein Engelchen. Sex? fragte ich. Sex ist eine ungeheure Machtquelle, wie viele Menschen werden von ihm abhängig, schlittern in ausweglose Situationen. Sex kann dich stark und unverletzlich oder schwach und verletzlich machen. Waren Tobias und Stefanie die Starken und Christian und Levent die Schwachen? Aber das mit Levents flottem Dreier, ich meine, dass er zuerst die Freundin von seiner Schwester anmacht, dann Tobi akzeptiert und sogar Analverkehr mit dem macht? stutzte ich. Was meinst du damit? fragte Alejandro. So übermäßig kann Levent sich doch nicht verändert haben! Da muss eine geheime Treibkraft dahinterstecken, sagte ich. Seine Libido! rief mein Freund aus. Nein, Schatz, da ist noch mehr dahinter! behauptete ich. 
Nur wusste ich nicht was, ich musste es herausbekommen. In dieser Nacht allerdings nicht mehr. Der Spiegel war beschlagen, genau wie das Fenster, wir ließen weiteres dampfendes Wasser ein, machten Schaum, schossen uns gegenseitig mit Pistolen Spritzer ins Gesicht, lachten. Nach einer Weile stiegen wir aus dem Wasser, trockneten uns ab, fönten uns die Haare, wir cremten uns ein, zogen uns dann Shorts über und legten uns müde ins Bett, um zu schlafen. Das Fenster war offen und wir hörten zwei Hunde bellen, Haltet das Maul! schrie ich, blieb aber liegen. Mein Süßer nickte bald ein, ich brauchte ein wenig länger, ich dachte an Tobi und fragte mich, wieso ich ihn noch immer attraktiv fand und keine Kotzanfälle bekam. Mir wurde unbehaglich. Warum hatte ich ihn kennen lernen müssen? 
Am nächsten Morgen erwachte ich entspannt und ausgeruht, Alejandro sagte süß: Guten Morgen, mein Herzallerliebster. Er schien fit zu sein. Ich küsste ihn und begann ihn zu kitzeln, es erregte mich, so zog ich seine Shorts herunter, berührte ihn an seinem ebenfalls steif gewordenen besten Stück, knetete es ein bisschen, danach rutschte ich nach unten, so dass ich es mit meinem Mund küssen und daran saugen konnte, jetzt hatte ich ihn so weit, wir fielen übereinander her, so war es uns schon oft nach dem gemeinsamen Erwachen gegangen. Ich wurde wüster, verwöhnte ihn mit meinem Mund, ich liebte es, wenn sein Keuchen lauter erklomm. 
Wie war das mit dem Sex und der Macht? Es machte mich geil, wenn ich ihm Freude bereiten konnte. 
Das Telefon klingelte. Levents Freundin. Sie heulte mich voll, was er für ein schmieriges Arschloch sei, wie er sie jetzt im Stich lassen könne, dieser Hurenbock. Ob ich sie verstehe? Natürlich? Oder? Ich habe ja alles genau mitgekriegt, wisse diesen Verrat richtig einzuschätzen. Dann fragte sie mich, ob er ein anderes Mädchen vögle, ich könne es ihr ruhig sagen, sie spüre es genau, ich solle ihr sagen, was das für ein Flittchen sei, die würde sie fertigmachen, dieser alte Drecksack, nach so einer langen Zeit, in der er sie ausgesaugt habe, dieser Parasit. Na, wer ist sie? spuck es aus! forderte sie mich auf. Das bringt doch jetzt nichts, meinte ich, lass ihn gehen, er liebt dich noch, er möchte einfach allein sein. Und eine Schlampe ficken, sagte sie zornig, nenn mir ihren Namen! Wenn du vernünftig reden möchtest, okay, aber so nicht, ich lege auf, erwiderte ich schroff. Sie legte ihrerseits prompt auf, jedoch ohne zu vergessen, mir vorher noch etwas Gemeines entgegen zu donnern: Du bist immer auf seiner Seite, du Schwuchtel! Dann rief Tobi an, der mich einmal mehr nach dem Verbleib von Levent und Stefanie fragte, sie seien erneut verschwunden, ob ich etwas davon wisse. Ich verneinte. 
Merkwürdig, dass ich mich freute, mit ihm zu sprechen, man wird meistens gerade von dem angezogen, von dem man genau weiß, dass es einem gefährlich werden kann. Da ich nicht der gleichen Meinung wie Alejandro war, das Ding mit der Distanz –, wollte ich die Situation wenigstens ein wenig klären. Das vorgestern Abend, begann ich schüchtern, ähm –, es war schön, aber könnten wir nicht vergessen, dass es passiert ist? Ja, klar, sagte Tobias. Es steht nicht zwischen uns? Nein, Apostoli. Tobi, sag, was hältst du von der ganzen Sache? Wir hatten geilen Sex, meinte er, mehr war da nicht, fertig. Was fragte ich ihn überhaupt, der trieb es doch ständig mit irgendjemanden, egal, ob Mann oder Frau, hässlich oder schön! 

Sonntag, 20. Januar 2013

Elf Fragen von schmerzwach an den Autoren Lutz Kreutzer


... Nach meiner Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften ging ich 1990 mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung in der Tasche nach Wien. ... Ich wurde Assistent des obersten Direktors der Geologischen Bundesanstalt und erster Deutscher im Bundesdient am Forschungsministerium. Ich gründete in Wien das erste Büro für Öffentlichkeitsarbeit im wissenschaftlichen Staatsdienst. Es folgten Zusammenarbeit mit Rundfunk, Fernsehen und Zeitschriften. Seither mache ich hauptberuflich PR für Technik und Wissenschaft. Als Hochschullehrer habe ich Marktentwicklung gelehrt.
Als Manager korrespondiere ich heute mit der ganzen Welt. Das kann bisweilen sehr komisch sein. Irgendwann dachte ich: Sachbücher und Fachpublikationen kann ja jeder, und ich sah auf den Berg bedruckten Papiers, der vor mir lag (jede Menge wissenschaftlicher Kram). In Wien schrieb ich meinen ersten Roman “Schröders Verdacht“, der die internationale Müll-Mafia auseinandernimmt. In Zusammenarbeit mit Johann Lafer entstand das Kochbuch: “Österreich kulinarisch“, zu dem ich Texte und Landschaftsfotos lieferte. Ende 2008 hat “Gott würfelt doch” dann endlich einen Verlag gefunden, der mich mehr als fair behandeln wollte. “Gott würfelt doch” ist im Juni 2009 erschienen, seit 2012 sind beide Romane auch als e-Books erhältlich. Momentan arbeite ich an einer neuen Romanserie. Auch hier werden internationale Schweinereien aufgedeckt, wenn auch auf skurrile Art und Weise. Aber das macht die Sache ja erst so richtig rund. Ich freu mich drauf. 

1. Wer bist du?
Ein leidenschaftlicher Mensch. Mit allem, was dazugehört.
2. Was machst du?
Ich erfinde Geschichten. Zu Themen, die Spannung bieten aber an die normalerweise kaum jemand die Nase rankriegt. 
3. Woher kommst du und wohin möchtest du?
Ich komme aus dem Rheinland und bin in die Welt gegangen. Und genau da will ich auch bleiben.
4. Warum bist du Künstler geworden?
In erster Linie möchte ich mich nicht als Künstler bezeichnen. Ich gehe einem normalen Beruf nach, der mir viel Gutes und eine Menge Erfahrung gebracht hat. Als Künstler nagt man ja hauptamtlich am Hungertuch. Das passt gar nicht zu mir, weil ich leidenschaftlich gern esse.
5. Welche Ziele hast du?
Vom Schreiben leben zu können. Aber das träume ich nur.
6. Wer oder was inspiriert dich?
Zu viel. Ich kann vielleicht sagen, was mich nicht inspiriert: Geschwafel, rhetorische Hülsenfrüchte und Management–Seminare.
7. Wann bist du glücklich?
Ich bin ein grundglücklicher Mensch. Aber mit tollen Menschen an einem Tisch zu sitzen, guten Wein, gutes Essen und inspirierende Gespräche in zwangloser Umgebung zu genießen, das macht mich wirklich glücklich.
8. Wie sieht dein perfektes Leben aus?
Gibt es nicht. Man muss lernen, das Perfekte im Unperfekten zu sehen. Alles andere macht unglücklich. Das angeblich Perfekte zieht vieles nach, was richtig schlecht ist. Als Grundlage würde ich materielle Unabhängigkeit sehen, die man selbst geschaffen hat.
9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König_in von Deutschland wärst?
Die Monarchie abschaffen.
10. Wovon hast du als Kind geträumt?
Vom Fliegen, und ich hab’s geschafft!
11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht?
Auf alles  Materielle, außer eine Schreibmaschine und eine Küche mit vollem Kühlschrank. Familie und Liebe sind eh klar, dass ich die niemals missen möchte.
http://blog.lutzkreutzer.de/
http://www.amazon.de/Gott-w%C3%BCrfelt-doch-Book-ebook/dp/B008IGPA2G/ref=as_li_qf_sp_asin_mfw/?linkCode=wey&
http://www.amazon.de/Gott-w%C3%BCrfelt-doch-Book-ebook/dp/B008IHDCZ2/ref=as_li_qf_sp_asin_mfw/?linkCode=wey&

Freitag, 18. Januar 2013

JuLiP Preisverleihung am 19.1.13

Ach, aller Anfang ist schwer, aber manchmal wird es dann doch gut, irgendwie. Nun geht unser JugendLiteraturPreis -JuLiP- dem Höhepunkt zu: der Preisverleihung.
Der Gewinner / die Gewinnerin wird mit dem Frankfurter JugendLiteraturPreis ausgezeichnet. 
Die Verleihung findet statt am 19.Januar, 18 Uhr, in der Stadtbücherei Frankfurt (Hasengasse 4, Frankfurt/M). 
Dort werden die für den Preis nominierten fünf Autoren/ Autorinnen ihre Wettbewerbsbeiträge vor Publikum lesen. 
Die Lesungen werden musikalisch begleitet. 
Im Anschluss erfolgt die Bekanntgabe der Sieger, danach dürfen sich alle am Buffet erfreuen. Und der Plastargias führt durch das Programm. ;-) Der Eintritt ist frei. Kommt alle vorbei, seht euch die jungen Talente an! :-)

Mittwoch, 16. Januar 2013

Nur ein Wort


Manchmal
ist es
nur EIN Wort
das
darüber entscheidet
ob dich etwas
GLÜCKLICH macht
oder NICHT
- ein dahin Geworfenes
"vielleicht"
ein zu schnell Gesagtes
"niemals"
ein nicht Bedachtes
"nein"

So leicht
trennt
EIN Wort
den einen Zustand vom anderen
fast
als ob es egal wäre...

Dienstag, 15. Januar 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 23

http://schmerzwach.blogspot.de/2013/
01/fortsetzungsroman-moody-blue-22.html
Er war bei uns gewesen, ich wollte mit Alejandro allein sein, es enttäuschte ihn, er ging auf das Fest, reagierte sich dort mit den beiden anderen ab, sie verscheuchten seinen Frust; wann betrank er sich? Wahrscheinlich nach dem Sex, Christine schlief gerade mit ihrem Freund, er besoff sich, weil ihm das alles peinlich war, er schämte sich. Dann fuhr er nach Hause, rief mich beschämt an, legte sich ins Bett; am nächsten Morgen konnte er mir dieses widerliche Sex-Erlebnis nicht gestehen (wieso widerlich? ach, egal), gab mir indirekt Schuld daran, ich hatte ihn verschmäht. Warum hatte er behauptet, dass er die beiden nicht getroffen hätte? Wahrscheinlich um alles zu verleugnen, was ihn verraten könnte. 
So muss es gewesen sein. Warum aber hatte er uns verführt (oder ließ er sich verführen) und noch verwirrender: Warum schaute er so böse? Schob er seinen „Niedergang“ uns in die Schuhe? Hatte er sich in das ganze hineingesteigert, weil er mich nicht haben konnte? Das schien absurd, allerdings fiel mir keine andere Erklärung ein. Nach diesen Überlegungen fühlte ich mich erschlagen, überfordert. 
Ich warf mich Alejandro in die Arme, fragte ihn, ob er mich am ganzen Körper massieren könne. Wir gingen in mein Zimmer, ich zog mich aus und legte mich auf das Bett. Er holte das Massageöl aus dem Bad, begann mich zu kneten und zu reiben, mein Körper entspannte sich unter den Zauberhänden von Alejandro. Mir taten die abschließenden streichenden Bewegungen, die meinem Körper das Gefühl gaben zu schweben, so gut, dass ich selig einschlief. Mir träumte, ich schwebe auf einer Wolke und ein Engel – mit Flügeln und weißem Gewand –, der wie Alejandro aussah, streichele mir den Körper und erzähle mir von den Dingen, die ich im Himmel wissen müsse. Als ich aufwachte, lag mein Süßer schlafend neben mir, eingeknuddelt in der Decke. Ich schaute auf die Uhr, kurz vor Mitternacht. 
Wie in Trance öffnete ich das Fenster, lehnte mich heraus, hörte ein Flüstern: psss, Apostoli, hier unten bin ich, mach mir auf.  Ich sah nach unten, da stand Levent. Ich ging die Treppe hinunter, öffnete ihm und bat ihn herein. Wir setzten uns ins Wohnzimmer. Sogleich erzählte er mir von seinem Treffen mit seiner Freundin, wie er mit ihr Schluss gemacht habe, wie er ihr gesagt habe, dass er sie zwar noch liebe, aber sie ihm ein Hemmschuh sei, er müsse jetzt Zeit für sich haben, um sich in den Griff zu kriegen, das Lernen zu lernen und glücklich zu werden. Daraufhin flippte sie aus, warf ihm Beschuldigungen an den Kopf, wurde richtig böse und beleidigend, er sei ein ekelhafter Parasit, sagte sie, zuerst sauge er ihr das gesamte Blut aus den Adern, nehme alle ihre Nährstoffe in Empfang und dann lasse er sie anämisch und vertrocknet liegen. Nein, er gebe ihr sogar noch einen Tritt. Er habe wohl ein frisches Opfer gefunden, mit dem er rumhuren könne und anschließend aussaugen. Was war ich nur für eine dämliche Kuh! schrie sie auf, ich wollte dir helfen, dich glücklich machen, du undankbares kleines Arschloch. Und so sei es in einem fort gegangen, sagte Levent. Er sah dementsprechend abgekämpft aus. Das große Problem wird sein, fügte er hinzu, meinen ganzen Krempel aus der Wohnung zu schaffen, es ging heiß her, sie hasst mich. Naja, das war der aufgestaute Ärger der letzten Zeit und der Schock, einfach so weggeworfen zu werden, als sei in den letzten Jahren nichts zwischen euch gewesen, meinte ich, so erscheint ihr es doch, sie gab dir alles, was sie hatte und du dankst es ihr mit so einer Aktion. Aber sie weiß doch gar nichts von Stefanie, verteidigte er sich. Ich denke, sie wird es spüren, sagte ich, sie ist eine Frau. Glaubst du? Man sagt das ja so, ist es auch nur ein Klischee? Wahrscheinlich. Und trotzdem: Levent, ich glaube, sie kann sich denken, warum du es auf einmal so eilig mit dem Schluss machen  hast. Er weinte. Doch ich ging nicht auf ihn zu, er hatte sich alles selbst zuzuschreiben. Allerdings nervte mich, dass ich ihn nicht auf die Party ansprechen konnte. 
Nach einer Weile stand er auf und lief davon. Levent, so bleib doch da, schrie ich ihm hinterher, ohne daran zu denken, dass mein Schatz schlief. Nein, ich muss zu Steff, sagte er kaum hörbar. Alejandro stand ihm Türrahmen meines Zimmers, schaute mich mit halboffenen, verschlafenen Augen an, auf seinem Gesicht befanden sich rote Abdrücke vom Kissen. Was ist? fragte er mich. Levent und seine Freundin hatten Stress miteinander, er lässt sich nun von Stefanie trösten. Er ging wieder zurück ins Zimmer. Legte sich auf das Bett, ich folgte ihm nach, ließ mich neben ihn fallen. Willst du weiterschlafen? fragte ich ihn, ich bin im Moment fit. Lass mich kurz wachwerden, antwortete er, dann können wir noch eine Weile schwatzen oder fernsehen, bis ich wieder müde werde. Wir könnten baden, schlug ich vor, danach schlafen wir bestimmt gut. Er stimmte mir zu, ging ins Bad, ließ das Wasser einlaufen, ich mixte uns Zitronentee und tat die Gläser neben die Wanne, er holte den Recorder und zwei seiner Kassetten, legte eine davon ein. Als genug Wasser in der Wanne war, zogen wir uns aus und machten es uns gemütlich, so weit man das in einer normal-großen Badewanne konnte. Wir saßen uns gegenüber, so dass wir uns anblickten. 
Was hältst du von der Sache mit Levent und seinen Mädchen? fragte ich ihn. Im Griechischen bedeutet λεβεντης (Leventis) ein ganzer (prächtiger) Kerl. Ein Kompliment! Er verhält sich sehr unsensibel und unreif, habe ich den Eindruck, antwortete er. Wieso, Alejandro? 

Sonntag, 13. Januar 2013

Puffmutter schaut Trash-TV


Sonntag ist Puffmutter-Tag, habe ich ja schon auf Facebook geschrieben. Was bedeutet das? Man schläft aus, manche kommen erst am Nachmittag aus den Federn, und wenn man überhaupt irgend etwas arbeitet, dann ab dem Nachmittag und spät in den Abend hinein. Und was tut man so, wenn man im Bett liegt? Fernsehen. Goodbye Deutschland läuft am Samstag z.B., aber noch besser: die Promi-Shopping Queen am Abend. Und gleich danach, also quasi überschneidend: Dschungelcamp. Heute also beides.
Tief im Weeeeeesten ... heute: Andrea Göpel, Tanja Szewczenko, Panagiota Petridou und Dolly Buster. Jota, wie ich die Griechin nenne, ist ja ganz humorvoll, stelle ich bereits um 20.18 Uhr fest, kurze Zeit später auch Guido. Ich kenne sie eigentlich gar nicht - ich mag keine Autos, denn:



Ach, ich freue mich: 20.31 Uhr und Jota zählt wunderschön auf griechisch das Geld. 20.32 Uhr dann Ruhrpott-Assi-Talk. Finde ich gut. Genauso wie die Shopping-Begleitung mit dem Namen "fies". 
20.35 Uhr: Guido und ich kotzen gleich, völlig zurecht. So lustig Jota ist, so hässlich ist das Outfit. 20.39 Uhr: das mit den Zentimetern hat Dolly Buster aufgegeben, in jeglicher Hinsicht, egal ob bei High Heels oder sonstwo. Hahaha. Sehr gut! Ich lach´ mich weg. Jota handelt natürlich beim Verkäufer, ganz Griechin ;-) und ganz Auto-Händlerin. Aber sie macht das ganz goldig, schüttelt ihr Haar, setzt sich lasziv auf die Theke. :-) 
20.53 Uhr: Was kauft denn die sich für hässliche Accessoires? OMG! WTF! So. Als würde ich mich für Klamotten und Mode interessieren... Trotzdem mag ich die Shopping Queen. Wieso eigentlich? Keine Ahnung. Aber was will sie mit einer Maske, die olle Jota? 20.59 Uhr: Dieses Flackern in den Augen... Oh je. Sagt, Jota. Sie kann schön laufen, wirklich. Die drei anderen sind erst einmal sprachlos. Ihnen fehlt die Tasche. Jota setzt eine Geschichte dagegen. ;-) Und um 21.01 Uhr kracht die unpassende Maske. Wie viele Punkte sie wohl erhält? STRESS. :-) "Unter Acht ist unverschämt!", sagt Jota. Tja, drei Mal knapp daneben. :-)
21.04 Uhr "Gewinner" von Clueso im Hintergrund: ich liebe es! 21.08 Uhr: Dolly hat einen wunderschönen Chauffeur, Guido und ich staunen. 21.14 Uhr: Sie nehmen das Kind mit? Erneut gebe ich Guido Recht: Ich schreie gleich! Er wartet übrigens darauf, dass im Wagen endlich mal ein Kind gemacht wird: Das müsse dann Guido heißen. Haha. 21.16 Uhr, Vorschau: OMG, das wird noch katastrophaler! Jota als Eisprinzessin, sehr schön. :-) Eine Fee braucht eine Tasche, weil: Zauberstaub, Stab etc. Es wird immer besser. Gut. Puffmutti fühlt sich gerade müde: 21.34 Uhr. Andrea Göpel ist um 21.36 Uhr saulustig, als sie nach der Tasche von Dolly Buster giert und ihr am liebsten eine über den Schädel geben möchte, um daran zu kommen, süß. Tanja Szewczenko kauft derweil hässliches Zeug zusammen. 21.40 Uhr: Flügel??? Extensions? Na, die finde ich gut. 21.42 Uhr: Sie sieht nach GOA aus - als hätte sie die richtigen Drogen eingeschmissen, hihi. 21.45 Uhr: Nun, Tanja sieht süß aus, aber es ist nicht flippig genug, finde ich. Aber gut. Jota findet den gemalten Flügel grauenhaft, und sie hat vollkommen recht! Tanja geht in Führung. Und dann kommt Dolly Buster. Ui! Warum wohnt die denn in Wesel???
Oh Mann, Dollys Wohnraum sieht aus wie was in Dubai - oder beim pompösen Glööckler. :-) 
21.53 Uhr: Panik! Gleich beginnt das Dschungelcamp, was mache ich dann???
Ich muss dazu sagen: Ich war noch nie bei Buster Pasta in Frankfurt. Frage: Warum??? Guido rätselt: Vibrator-Show? Mit einem Vibrator eine Show? Wie? Andrea Göpel findet das Ambiente auch etwas fragwürdig. Tanja lässt sich einen BH signieren von Dolly? OMG. Guido um 21.56 Uhr: Pimmel von Piräus. Jota hat einen Dildo dabei zum Signieren. Und sie fährt erst einmal 45 Minuten nach Düsseldorf - Nerven hat sie ja. Und dann ein schicker Laden-Inhaber mit kurzen Hosen, schon sexy. :-)
Ich muss umschalten, es ist 22 Uhr. Und die Werbung zeigt Joey ganz desolat, Fiona sowieso, und Patrick hat eine Porno-Sucht. Also, zu dem RTL rüber.
Fiona ist schon etwas ekelhaft, 22.07 Uhr. 



Tarzan für Arme, Silva, 22.14 Uhr, ganz schrecklich. So unsympathisch. Und wenn er der letzte wäre... Puuuuh! Da schalte ich kurz mal um zur Dolly. Ach, sieht ja interessant aus. Sie trägt Zopf. Und warum erinnert sie mich an Patsy, Patsy, Patsy? Und dann wieder zurück zu Joey, der immer noch glaubt, dass manchmal nicht aufgezeichnet wird. Hahaha. Ich finde ihn ja meist süß, wenn... er gerade nichts allzu Dummes sagt - was leider ständig passiert. 22.19 Uhr, Olivia: Joey lebt in einer Parallelwelt. Olivia: Arno wird nachher die Fragen beantworten, schließlich ist er einer der wenigen hier, die überhaupt einen IQ haben. Hahaha. Wo sie Recht hat... 
22.29 Uhr, Patrick Nuo, Destruktivität, Pornofilm-Sucht, und Georgina wendet ein: Achtung, Kameras. ;-) 
22.32 Uhr: Wie gefallen mir die diesjährigen Kandidaten? Ach, das muss sich noch finden. Aber Joey ist schon süß, und mit nacktem Oberkörper? Warum nicht! Olivia ist super, Fiona ist so scheiße, dass es Spaß macht, die Iris babbelt au so ganz witzich, über Silva kann man sich nur aufregen, und Georgina beginne ich schon zu hassen. Optimal also. :-)
Weil Werbepause weiter zur Shopping Queen. 22.37 Uhr: die drei dünnen Frauen passen gemeinsam in ein altes Kleid von Andrea Göpel und wollen das Kleid als "Mahnmal" vor den Kühlschrank pinnen. 
22.42 Uhr: Dschungelprüfung. Ich weiß nicht, manche Leute sind so unsympathisch, dass sie trotz gutem Körper in Badehosen nicht reizvoll erscheinen: Silva Spast. Und was hat die hässliche Georgina immer mit diesem Wasser??? 
Warum soll eigentlich die Frau immer mit ohne Stern in die Mitte laufen??? Man weiß es nicht... Kommunikation ist eben alles. ;-) Ich finde das Spiel lustig, vor allem weil sie immer ins Wasser plumpsen. Wirklich schwer ist es ja nicht, wenn man strategisch denken kann. Aber nun gut. 22.58 Uhr: Jetzt streiten sie schon wieder. Beide gleich dumm. "Silva ist echt ein Penner!" sagt Georgina. :-) Und Olivia sagt, dass er einen kleinen Pipi hat. :-))) Oder ein Cornichon, wie Iris sagt. Der Ärger ist groß, weil sie nur 6 Sterne geholt haben, sie sich aber feiern lassen, als hätten sie 15 geholt (11 sind möglich). Und jetzt ledert er über Georgina ab. Hahahaha. Rache ist süß und folgt auf dem Fuße. ;-)
Weiter geht es zu Andrea Göpel, die gerade auf VOX weint, warum auch immer. Hat sie ganz okay gemacht, so insgesamt...
Jetzt folgt Hin und Her-Gezappe, um nichts zu verpassen. Entscheidung bei der Shopping-Queen. Jota kann nicht so gut verlieren... :-) Und Dolly Buster gewinnt souverän - und Halo läuft... Und beim Dschnungelcamp trifft es Joey oder Georgina, um ins Hamsterrad zu kommen. Und es ist wieder Georgina, die Hassenswerte. Tja, die Zuschauer/innen wollen die Dschungelcamp-Teilnehmer/innen ärgern. :-) Wieder mal Null Sterne? ;-)

Let´s go, Bohème

UNTERGRUND - BOHEME - KUNST - WOLLEN - KÄMPFEN - SEIN - SCHREIBEN - TUN - INDIE - LEBEN - LESEN - MELANCHOLIE - LIEBEN - BOHEME - ZORN - VERÄNDERN - TRINKEN - GENIESSEN - SEIN - DEPRESSION - KÖNNEN - WOLLEN - DÜRFEN - OPPONIEREN - WUT - TRAUER - GLÜCK - BOHEME - SCHREIBEN - KUNST - ARBEITEN - GELD

Das ist natürlich schön, wenn Worte, die man selbst geschrieben hat (sowohl auf faustkultur als auch hier auf schmerzwach) Anklang finden, Werbung für wunderbare Dichter-Worte sind. schmerzwach ist mehr... Und wir halten zusammen, die Bohème...  Bevor ich es vergesse: Möchte auch einen Titel, der mit "Let´s go" beginnt! :-)

Samstag, 12. Januar 2013

Lesebühne des Glücks: Wirrungen, Verwirrungen, Entwirrungen 11/1/2013


Hier der Günni war auch bei der Lesebühne des Glücks zu Gast - auf einer Lesung! Hui! Wer sagt noch, dass das Lesen etwas für die Bildungsbürger ist! LOL 
Laurenz vom Lach-Club im Glücksclub hat für reichlich Entwirrung und gute Laune gesorgt, vor, während und nach seinem Auftritt. 



Aber beginnen wir bei dem Tausendsassa Marc Rybicki: tierisch war es, philosophisch sowieso, unterhaltsam - und brachte einen zum Schmunzeln. Er las Fabeln und Gedichte aus seinem Buch "Mach mich ganz" - und ganz fühlten sich, denke ich, einige von uns nach seiner Lesung sicherlich, souverän trug er seine Texte vor, immer mit einer spannenden Einleitung.


Besonders spannend war unser Quiz "Was bin ich? Das heitere Beruferaten", bei dem ich Robert Lembke spielte, und die Gäste versuchten herauszufinden, wie Marc Rybicki sein Geld verdient. Wer es wissen möchte, klickt hier drauf: Sonnige Sendung. Später am Abend gab es noch eine kleine, schöne Zugabe von ihm.


Laurenz vom LachClub im Glück ist jetzt! sorgte dafür, dass sich weitere Verwirrungen entwirrten. Es war ein kleiner Kreis, der sich traute, aber diejenigen, die mitmachten, waren hinterher vollständig entwirrt. Ich kann sagen: ich schwebte nach dieser wunderbaren Viertelstunde. Mehr von Laurenz gibt es regelmäßig im Glücksclub oder hier.



Es war ruhiger, nachdenklicher war es bei Carsten Nagels, der zunächst eine gefühlvolle Geschichte, die im Frankfurter Südbahnhof, und einige seiner wunderbaren Aphorismen, die erneut das Publikum begeisterten. Als Zugabe las Carsten fünf neue Aphorismen vor. Mehr von ihm gibt es hier.

Wie immer war die Lesebühne des Glücks ein Heidenspaß - und wir freuen uns alle auf den 14.2.13, wenn der erste Diary Slam in Frankfurt im Glücksclub stattfinden wird.

Freitag, 11. Januar 2013

Blogparade: Liebes Tagebuch FÜNF


Montag, 22.07. 2002. Da war ich 10 Jahre alt, als ich mein erstes Tagebuch begonnen habe. Ein Pimboli-Tagebuch. Pimboli war ein Bär und praktisch der kleinere und weniger bekannte Bruder von Diddl. Aus irgendeinem Grund begann ich darum jeden Eintrag nicht mit "Liebes Tagebuch", sondern mit "Lieber Pimboli". Schon spannend so ein altes Buch in die Hand zu nehmen und es zu lesen. Es kommt einem oft gar nicht so vor, als ob man da seine eigene Geschichte lesen würde. So fremd scheint einem manchmal die Person die da vor einigen Jahren ihre Gedanken verewigt hat. Oft findet man sich selbst peinlich, manchmal kann man einfach nur darüber lachen und ab und zu auch staunen.

Der erste Eintrag begann wie folgt:

Lieber Pimboli!
Den ganzen Tag konnte ich es kaum erwarten bis wir endlich mit S. und L. zum Pferdehof drei Linden in Sonntag fuhren. Die zwei und ich werden dort eine Woche bleiben. Als wir um ca. 4 Uhr beim Pferdehof ankamen, waren schon fast alle Kinder dort versammelt. Ich verabschiedete mich von Mama und meinen Brüdern und gesellte mich mit S. und L. unter die Kindermenge. Später liefen wir alle zusammen mit zwei Betreuerinnen zur nahe liegenden Lutz um dort Feuersteine zu suchen und die Gegend zu erkunden. (...)





Die ersten Einträge waren also eher Erlebnisberichte, welche ich in schöner Schrift und erzählerischer Sprache aufs Papier brachte. Meine Lehrer wären wahrscheinlich stolz auf mich gewesen.
Um einiges witziger sind dann so Sachen wie:

(...) Mama sagte, dass wir alle zusammen in die Stadt gehen. Obwohl sie mir versprochen hatte, dass wir zwei alleine gehen. Das fand ich gemein. Und so gab es noch einen kleinen Streit. (...)

oder

Lieber Pimboli!
Heute war nicht gerade der schönste Tag in meinem Leben, denn alles spielte wieder einmal gegen mich. Manchmal ist das Leben echt gemein. Mehr will ich jetzt nicht schreiben, denn ich denke, dass man einen schlechten Tag möglichst schnell vergessen sollte. 

Und schockierend wurde es dann für mich, als ich die Passagen las, in denen diese "Wer ist meine beste Freundin?"-Zickenkriege begannen. Wieso sind kleine Mädchen was dies betrifft phasenweise nur so feindselig?

Weise war der Satz:

(...) Viele sagen: "Es war eh nur ein Tier!". Aber wenn jemand ein Tier liebt, dann ist es nicht nur ein Tier, sondern ein geliebtes Tier. (...)

Und dann wir es langsam spannend. Nämlich mit dem Eintrag vom 29.06.03:

(...) Ich habe mich zum ersten Mal total verliebt, und zwar in L. (...)

Und dann 2 Monate später meine Schwärmerei für einen kleinen Jungen einer Castingshow. Diese "Verliebtheit" artete komplett aus und machte mich zum größten "Star-Search"-Suchti der Geschichte. Daniel Siegert hieß er, aber nach dem Sieg der Show hörte man eigentlich kaum mehr etwas von ihm.



Ich hingegen war überzeugt ich würde ihn heiraten. Bis ich dann an meinem 12. Geburtstag endlich feierlich verkünden konnte:

(...) Ich bin jetzt nicht mehr so Daniel-fanatisch. (...)




...und L. war somit wieder aktuell und zwar laut Tagebuch noch mindestens bis zum 21.06.2006.
Der nächste Eintrag kam dann erst wieder am 12.10.08. mit der kompletten Wende und einem Eintrag mit dem ich mich zum ersten Mal ein bisschen identifizieren kann. Lustigerweise habe ich mir nach diesem letzten Eintrag gedacht: "Mann, und wie geht es jetzt weiter??". Bis ich festgestellt habe, dass ich die Antwort ja eigentlich schon kenne. Dass die Antwort ich und meine Gegenwart sind.
Schade eigentlich, dass ich nicht öfters und länger Tagebuch geschrieben habe. Vor allem in den interessanteren Phasen ab meinem 14./15. Lebensjahr. Ein bisschen umgeschrieben hätte daraus wohl ein spannender Bestseller werden können, aber vielleicht bekomme ich das auch irgendwann einmal ohne altes Tagebuch her ;)

http://missvalerieanne.blogspot.co.at/2012/12/liebes-altes-tagebuch.html

Mittwoch, 9. Januar 2013

Alkohol mit Herz


Ich finde es immer besonders schön, wenn man meinen Humor so gar nicht versteht... Eigentlich wollte ich nur ein bisschen mit Herzchen und Amaretto experimentieren... Für ein Buchcover... Ein paar Experimente machen, ne. 



Dann dachte ich: Hm, da könnte man doch was draus machen auf Facebook, weil mir dauernd so lustige Assoziationen eingefallen sind. :-))) Beim ersten Bild: Habe gestern ein Herz gesehen :-) und es wurde mir warm ums Herz ... ;-) Beim zweiten: Mehr Alkohol - mehr Herz! Oder? :-) Kennt ihr? ;-)



Und bei diesem Bild: Und wenn man zu viel trinkt, ist man am nächsten Tag manchmal blue ... Tja... versteht man doch, oder? ;-)



Na ja, der eine oder die andere hat es schon richtig verstanden, aber nicht so wirklich viele. Ich meine, das kennt doch jeder: Man ist auf einer Party, und je mehr man getrunken hat, desto hemmungsloser wird man - und beurteilt die anderen Partygäste herzlicher, selbst wenn man vorher negativ eingestellt war. Nun, ich möchte ja nicht ein Loblied auf den Alkohol besingen, auch wenn ich manchen Alkohol wirklich sehr gerne trinke... Aber stimmt doch :-)))
Ah ja, ein bisschen Spaß und Ironie darf doch auch mal sein. :-)

Dienstag, 8. Januar 2013

Blogparade: Liebes Tagebuch VIER



Tagebuch schreiben war mir immer ein Bedürfnis. Jemanden meinen Kummer, meine Freude anvertrauen, ohne bewertet zu werden. Mich “ausquatschen” zu können, ohne einen erhobenen Zeigefinger zu sehen. Oder um bestimmte Momente nicht zu vergessen.
Heute – mit 45 Jahren – habe ich elf Tagebücher in gedruckter und geschriebener Form. Sie gehören zu den kostbarsten Besitzen, die ich habe.

Angefangen habe ich mit einem Schulheft. Da war ich vielleicht acht oder neun Jahre alt. Die Einträge waren damals natürlich nicht lang. In etwa so: “Heute war ich in der Schule” oder “Heute war ich im Garten”.
Das änderte sich dann im Teenie-Alter, als Mitmenschen interessanter wurden. Oder ich schriftlich überlegte, warum ich manche Leute doof fand. Oder ich mich ungerecht behandelt fühlte. Mein Tagebuch war meine beste Freundin.

Irgendwann – ich glaube, ich war dreizehn oder vierzehn – fand meine Oma (bei der ich gewohnt habe) diese Tagebücher und hat sie gelesen. Das war das vorläufige Ende meiner Aufzeichnungen. Ihr hat es nicht gefallen, was ich über manche Menschen geschrieben hatte. Dass es ja nur meine Stimmungen waren, hat sie nicht weiter interessiert. Ich musste mich von meinen kindlichen Gedanken trennen (d. h. alles zerreißen und keine neuen mehr anfangen). Habe danach ausführliche Kalendernotizen gemacht mit nur mir verständlichen Abkürzungen und Zeichen. Mit sechzehn hab ich einen Stenografie-Kurs mitgemacht. Steno war toll. Das konnte keiner aus meinem Umfeld lesen.

Als ich dann irgendwann meine eigene Wohnung hatte, startete mein Projekt “Tagebuch” erneut. Aus alten Kalendereinträgen, Briefen, Fotos und anderen Dokumenten rekonstruierte ich meine Vergangenheit. Sicher fehlte dazu die passende Stimmung, aber ich konnte mich noch ziemlich gut erinnern, und es half mir auch, dass ich mich in Situationen ziemlich gut hineinversetzen konnte.

Mit dem ersten Computer, den ich 1995 hatte, schrieb ich nicht mehr vorrangig in Notizbüchern, sondern auf dem PC. Ich fand damals ein Programm, das ich heute noch benutze: “Alltags-Tagebuch”. Es ist schlicht und einfach zu benutzen. Hier kommt ALLES rein – Gedanken, Texte für Blogs, Beschreibung des Tages, wichtige E-Mails und Chats. Man weiß nie, wann ein PC sich mal verabschiedet (das ist mir schon oft passiert und meine Aufzeichnungen waren weg, weil man ja nicht oft genug sichert), deshalb kopiere ich diese Aufzeichnungen in eine Word-Datei und sichere sie auf meiner Amazon-Cloud. Seitdem lebe ich ziemlich entspannt, was mein Tagebuch und sein eventuelles Verschwinden angeht.

Seit drei Jahren bin ich auf Facebook. Anfangs war es noch nicht so schlimm, aber im Laufe der Zeit postete ich erstmal dort, was mich so bewegt. Mein “richtiges” Tagebuch war beleidigt. Mit Recht – wie ich heute finde. Inzwischen bin ich auf dem Weg der Besserung, was Facebook angeht. Schon lange schreibe ich nicht mehr alles, was mein Innenleben betrifft, dort hin. Ich denke, dass mir niemals peinlich sein wird, was in meinen Tagebüchern steht. Einige meiner Postings auf FB dagegen schon. Die lösche ich dann aber auch von Zeit zu Zeit.

Als Fazit denke ich, dass mir das Tagebuch-Schreiben in ziemlich vielen Situationen sehr geholfen hat. Ich bin ziemlich spontan, und manchmal ist es für mich besser, erstmal drüber zu schreiben und nicht gleich zu handeln. Wer weiß, in was ich mich schon alles “reingeritten” hätte, wenn ich manches nicht erst mit mir selbst “ausdiskutiert” hätte.

http://geschichtenundgedanken.wordpress.com/2012/11/26/liebes-tagebuch/

Montag, 7. Januar 2013

Autorenstammtisch

Dieses Jahr beginnt schon sehr aufregend! Ich kann ehrlich gesagt kaum noch schlafen - und das liegt in diesem Fall nicht an meiner Schlafapnoe. Mein Kopf brummt vor Ideen. So viele Projekte sind in meinem Hirn drin, so viele Geschichten, die hinaus möchten. 
Dank Mela Eckenfels, die die Idee eines virtuellen Autorenstammtischs hatte, der nun möglichst jeden Sonntag in der Zeit von 16 bis 17 Uhr stattfinden soll, wird mein verwirrendes Chaos wahrscheinlich wieder entwirrt. Via Google + Hangout reden wir über unsere Projekte, brainstormen und helfen uns bei unseren Projekten - eine wunderbare Sache! Beim ersten Autorenstammtisch nahmen teil:

E.M. Jungmann — Horror und Science Fiction
Hilke-Gesa Bußmann — Romance und Fantasy
Jannis Plastargias — Belletristik und Jugendliteratur
Mela Eckenfels — historische Literatur, Science Fiction und Non-Fiction
http://em-jungmann.com/pages/intro.php
http://blog.hilke-gesabussmann.de/
http://schmerzwach.blogspot.de/
http://autorenblog.de/

Hier nun das erste Video, rund 30 Minuten, und laut erstem Feedback ganz interessant:



Wer beim nächsten Mal als Teilnehmer/in oder Zuseher/in dabei sein möchte, informiert sich am besten hier:
http://autorenblog.de/category/autorenstammtisch/
Oder spricht mich auf Facebook darauf an. :-)