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schmerzwach reist: Limburg, gläubig

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Ich muss frei sein. Frei sein, frei sein. Nicht immer planen. Das mache ich schon so oft: Veranstaltungen planen, koordinieren, organisieren, Buchprojekte, Anthologien, Netzwerke, dies und das. Immer planen. Reisen ist auch Planen. Aber das möchte ich nicht. Einfach in den Zug setzen. Ohne Plan, wo es hin geht. Auf die Anzeigen am Bahnhof schauen, ein Ziel aussuchen, sich in eine Bahn setzen, irgendwo hinfahren. Aussteigen. Frei sein. Einfach herumlaufen, Eindrücke sammeln. Durchatmen. Spüren.  Es geht nicht um das Fakten sammeln, es ist kein Recherchieren. Recherchieren ist mein täglich Brot - auch davon möchte ich mich befreien. Ich möchte Eindrücke sammeln, mich selbst füllen. Leute anschauen. Atmosphäre schnuppern. Vielleicht verarbeite ich das einmal in einer Geschichte, vielleicht auch nicht.  Ich möchte nichts lernen - und doch tue ich es auf diesen Fahrten ins Irgendwo. Es entsteht ein Bild von Deutschland in mir - wo, etwas sich befindet - ich bekomme eine Orienti...

Höllen-Geschenke

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Da haben sich 7 völlig unterschiedliche Autor/innen zusammengetan, um über die 7 Todsünden zu schreiben. Das war noch nicht einmal problematisch. Wir haben alles zusammen gemacht. Wir haben geschrieben, untereinander lektoriert und korrigiert - und selbst das Cover und die Herstellung geht auf die Kappe von E.M. Jungmann, der Herausgeberin - ich habe noch ein bisschen beim Vorwort geholfen. Und fertig ist das wunderbare Buch - und wunderbar ist es tatsächlich, ohne Angabe. Jede Geschichte ist anders. Genres, Schreibstile, Weltansichten, einfach alles prallt da aufeinander. Und wer hat was davon? Die Leser/innen. Jetzt kommt der schwierige Teil der Arbeit: das Buch muss bekannt werden. Möglichst ohne viele Rezensionsexemplare zu verprassen, denn ... die müssen wir selbst tragen, wir haben das ja selbst veröffentlicht. Aber natürlich sollen das ganz viele Blogger/innen lesen und besprechen. Also! Moderne Zeiten: Wieso nicht ebooks an interessierte Blogger/innen geben? DAS ist doch die...

Pacaveli´s Gedanken-Blog: Lasst mich gehen

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Glaubt man daran wird man verlacht verliert man den Glauben beweint man heimlich der Menschlichkeit Wert längst neu vermessen an unserer Angst vor Bedeutungslosigkeit in deren langen Schatten Menschen verkümmern Auch wenn du lachst ich muss glauben an den Menschen in dir dem ich vertraue bitte lass mich gehen meinen Weg zu ihm hin bin hier geboren ihn zu gehen bis zum bitteren Ende ich brauche dich dich zu retten als Geschenk den Menschen in mir bitte entlasst ihn einfach nimm seine Hand sein letzter Ausweg führt noch zurück ins wahre Leben http://makaveli85.wordpress.com/2011/01/09/lasst-mich-gehen/

Pacaveli´s Gedanken-Blog: Am Ende

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Ein Weg beschwert von Steinen
 gegangen. Mit stets schweren Beinen 
offene Augen. Die um Zukunft  weinen 
 der Umwege viele. Der Auswege keinen Ein Weg beschwert von Steinen 
gefangen. Scheinen dort die Seinen 
offenes Herz. Will um Zukunft weinen
 der Irrwege viele. Der Auswege keinen Ein Weg beschwert von Steinen
 gegangen. Bis zum bitteren Ende
 offener Arme.  Wartet er nach der Wende 
nach Leidenswegen. Brachte er Ausweg den Seinen Auf diesem Weg beschwert von Steinen
 gelitten. Doch Zweifel gab´s keinen 
seit dem Tag, an dem es begann
 offenen Endes. Er kommt mit all den Lieben an
 ungebrochen. War je sein Wille zu siegen 
offener Arme. Lehrte sein Glaube das fliegen Auf diesem Weg beschwert von Steinen
 der Umwege viele. Der Auswege keinen. zum Liken:  http://www.facebook.com/pages/Pacavelis-Gedanken-Blog/153469568031680 http://makaveli85.wordpress.com/

Das Wort zum Sonntag

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Tag 5 wäre eigentlich noch nicht so weit, aber weil Sonntag ist und weil es sooooo gut passt, kommt der Eintrag zu: Ein Buch, das du immer wieder lesen könntest, schon jetzt! OSHO - ja, es ist ein Buch von Osho... Das traut man mir nicht zu, aber ich hatte ja eine Phase, in der ich grundsätzlich Sätze mit den Worten: "Osho sagt..." begann. Es hat mir damals viel gebracht, fand ich, aber die meisten Menschen waren einfach nur davon abgenervt, fragten sich, welche Drogen ich dieses Mal genommen habe. Aber nein, er hat mich beruhigt - ja, die Texte sind extrem, und bei meinen ersten Versuchen, dachte ich auch nur die ganze Zeit: Was erzählt er denn da? Was ist das nur für ein esoterischer Scheiß! Aber dann plötzlich bekam er mich, ich weiß nicht durch was, und plötzlich ging der Knoten auf. Immer wieder fange ich neu an zu lesen... Es ist Sonntag, daher lese ich euch nun einige Seiten aus diesem Buch von OSHO vor, ihr werdet sagen, der ist jetzt vollkommen durch! ( Man beach...

Freunde hoch 2...

Sicherlich sah ich etwas verratzt aus, wie so ein kleiner Kiffer, mit langen blondierten Haaren, oder eher henna-orangen und nicht henna-rot, mit zerrissenen Jeans vermutlich, denn das waren sie meist, weil ich immer irgendwo hängen blieb, leicht verspätet auch, daher auch verpeilt und nicht wissen, wo ich mich am besten hinsetzen sollte. Nach hinten, ja, letzte Reihe, das ist ja quasi Pflicht an der Hochschule, also auch hier, aber was ist da, fast alles schon belegt, nein, nur da rechts hinten, echt ey, da ist genau ein Platz frei, und der ist meiner! Ich sitze neben einer schönen orientalischen Schönheit, die nach etwa drei Minuten bereits völlig verstört und weiß gar nicht, wie ihr geschieht. Sie hatte ihren Stundenplan neben sich liegen lassen, war ja dann meine Tischhälfte, es war der zweite Tag im ersten Semester - für uns beide -, und ich schaute drauf und teilte ihr ungefragt mit, in welchen Kursen ich mit ihr zusammen hatte. Neben ihr saß auch der Autist, der jahrelang unser ...

Falk ist verliebt... in Marianna

...Als er sich auf seinen Drahtesel schwang, wurde es ihm immer mehr zu einer sicheren Erkenntnis, dass er nur wegen Marianna hier gewesen war, es hatte ihn etwas an diesen Ort getrieben, um für sie da zu sein, und das machte ihn fröhlich. Seinen Körper durchfluteten Glückshormone und er fühlte sich beseelt und kraftvoll. Allerdings auch gedankenvoll: Was war dieses Etwas? Schicksal? Gott? Er hatte Lust, in die Bibliothek zu fahren und mehr darüber zu erfahren. Schließlich: was gab es Schöneres als an einen Ort zu gehen, an dem es viele Bücher zu allen Themen gab, die die Menschheit interessierte. Auch deswegen mochte er Großstädte: üblicherweise gab es einfach mehr Möglichkeiten, Bücher auszuleihen, mehr Bibliotheken, größere Vielfalt, Spezialisierung. Er liebte es durch Bibliotheken zu streifen, viele verschiedene Bücher in die Hand zu nehmen, sich hineinzulesen, um zu entscheiden, welche Werke er mit nach Hause nehmen könnte, um sich die nächsten Tage oder gar Wochen damit zu vergnü...

Wenn du singst, wie kannst du hassen?

Die Beschäftigung mit Klezmer-Musik sollte ebenso ein Bestandteil der Auseinandersetzung mit dem Judentum sein, wie die Geschichte der Judenverfolgungen, des Holokaust und die dementsprechende Lektüre (bzw. Filme). Die Klezmer-Musik stammt aus Ost-Europa und ist instrumentaler Gesang: Der Mensch selbst soll zum Instrument werden. Sie hat nichts mit Religion zu tun – Musik hat niemals mit Religion, Nationalität und Grenzen zu tun. Es gibt in Wahrheit keine Grenzen, sie sind nur Illusionen, wegen derer Millionen von Menschen ihr Leben verlieren. Musik ist unsichtbar, unberührbar, sie ist Sprache der Seele, sie ist Ausdruck der Liebe, sie kann keinen Hass ausdrücken. Natürlich schmerzt es, wenn Musik mit schrecklichen Ereig-nissen aus der Vergangenheit in Zusammenhang steht, aber gerade die schönste jüdische Musik ist in den Ghettos und Konzentrationslagern entstanden, womit die Musik – wie Kunst allgemein – beweist, dass nur der Körper angegriffen wird, die Seele jedoch unantastbar ble...