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Es werden Posts vom April, 2011 angezeigt.

Padraig und Peadar -1-

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Als ich vor einigen Jahren nach Irland fuhr, lernte ich einige tolle Leute kennen, darunter auch die wunderbare, noch einzig lebende richtige Märchenerzählerin, die tatsächlich schon hundertzehn Jahre zählte. Eines Abends wurde ich von einer irischen Freundin zu einem Erzählabend dieser sehr alten Dame mitgenommen. Sie setzte an: „Heute werde ich euch eine Geschichte erzählen, die ich bisher erst einmal von mir gegeben habe. Und das aus gutem Grund, denn im katholischen, konservativen Irland ist dieses Märchen erfolgreich unterdrückt worden, dabei ist es ein wunderschönes, nur eben etwas verrucht in den Augen der meisten Menschen. Aber hier stoße ich auf ein tolerantes, offenes Publikum.




Da gab es einmal vor sehr langer Zeit einen alten König Fiachna, der das Königreich Galway regierte. Er war sehr beliebt bei seinem Volk, denn er war gütig und großzügig, tapfer und weise, und er hatte eine Schlitzohrigkeit, die jeder, der ihn kannte, aufreizend fand. Jeder wusste, dass er das Leben li…

Darkroom Diaries - 10 -

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Sie liegen auf dem Bett, es ist sehr warm, sie haben das Fenster geöffnet, damit ein laues Lüftchen in ihr Zimmer einziehen kann. Sie sind nackt, doch sie haben keinen Sex miteinander. Jott A. hat keine Lust, sagt er. Liegt es, beginnt Armin, liegt es daran, dass wir es ganz einfach nur im Bett, ganz alleine, ohne andere, ohne Exhibitionismus, ohne Darkroom, ohne Cruising Area... machen? Nein, nein, beeilt sich Jott A. zu sagen. Doch er kann sich insgeheim nicht dagegen verwehren, es stimmt! Sie hatten so gut wie immer Sex an solchen Orten, ihre "Liebe" lebte davon. Sie begann so. Sie blieb so. Sie bewegen sich nun am Scheideweg: bleibt es diese Liebe, die auf Sex basiert und zwar auf welchen, der immer ungewöhnlich sein muss, oder wird es mehr? Armin weiß die Antwort genau. Jott A. hatte bisher noch nie etwas anderes als körperliche Liebe, er weiß nicht, ob er zu einer Beziehung fähig, zu so einer erwachsenen Beziehung, mit Verantwortung, mit Zärtlichkeit, mit Verbundenheit…

Palmen-Party in Rheinbischofsheim

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Wieso heißt diese Veranstaltung "Palmen-Party", findet sie doch am Ostersonntag und nicht am Palmsonntag statt?! Das war die häufigste Frage. Gleich danach: Und warum gehst du da hin? Die Palmen-Party heißt so, weil da Palmen stehen... Und Jungs in Shorts und Sonnenbrillen rumlaufen, Mädels mit Flipflops und blumigen Tops. Jungs und Mädels ist schon richtig gewählt als Ausdruck, denn schätzungsweise 50 % der Anwesenden waren unter 18. Auch nach Zwölf übrigens. Manche waren auch unter 16, aber... naja, wir waren ja auf dem Dorf.


Dass wir uns alt fühlten, war gar nicht so schlimm. Ich finde es ja witzig, Jungs in ihrem Gebaren zu beobachten, Mädchen zu beeindrucken. Mädchen, die einen Kopf größer sind, und gerne auch etwas reifer. Und wie sich dann die Jungs an ihren Getränken festhalten... Diese übrigens waren selten ganz gefüllt, Sparfüchse müssen nicht aus Schwaben kommen, sie können auch gerne in Baden wohnen. So, das war es mit Klischees. Viel schlimmer als die Cocktails, …

Eastern SUCKS! oder so...

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Muss ich denn gute Laune haben, weil die Sonne lacht und jeder Happy Eastern auf Facebook postet? Dann wurde ich auch noch an diesem Ostersonntag Nachmittag, an dem jeglicher mögliche Flow vom Joggen schon längst weggeblasen wurde, in eine Gruppe eingefügt, die da heißt: "positiv unterwegs! :-)" Zuerst dachte ich ja, dass es etwas mit HIV zu tun hätte und fragte mich WTF?! Dann schnallte ich es und dachte: Oh, wie nett! Da findet mich jemand so positiv und witzig und so - und vor allem mag ich die Person, die mich dazu gefügt hat... Aber nach zwei Stunden Zugehörigkeit zu dieser Gruppe dachte ich wieder: WTF?! Ich bin nicht positiv, und schon gar nicht an Ostern und schon am allerwenigsten in KEHL. Ich muss es auch nicht. Ich muss verdammtnochmal keine gute Laune in Kehl haben, ich muss verdammtnochmal überhaupt gar nicht in Kehl SEIN. Es fuckt mich ab, absolut, es macht mir keinen Spaß, es überfordert mich, es deprimiert mich, es saugt mir all meine Kraft aus... Heimat - wa…

Ostergrüße aus Kehl am Rhein

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So, ich hatte also keine Ausrede an diesem Ostersonntag Morgen: Die Sonne schien, es war warm, noch früh genug, der Osterhase musste die Ostergeschenke verstecken, die Hunde waren auch nicht da! Ich musste also joggen gehen!


So begann mein Weg, der steinig und schwer war. ;-)
Hier ein paar schöne Impressionen aus einer schönen Gegend Deutschlands: KEHL am RHEIN... Und das Joggen war durch die Dokumentation auch weniger langweilig. :-)))




Memories in the Baustelle...

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Es war in Karlsruhe, in der Schiller-Schule, als ich laut darüber sinnierte, was ich machen würde, wenn ich im Lotto gewinnen würde. Meine Schüler_innen diskutierten mit. Ich sagte: Erst ein langer Urlaub und dann ein Haus mit gaaaaanz vielen Zimmern, um möglichst viele verschiedene „Themen“-Räume einrichten zu können und um viele Gästezimmer für Besuch zu haben. Als ich einen der kleinen türkischen Checker fragte, was er sich denn von mir wünsche, was ich ihm schenken könnte bei einem Lottogewinn, da sagte er: ein Zimmer in deinem Haus. Das fand ich süß!
Diesen Gedanken, ein großes Haus zu haben, mit vielen Zimmern, habe ich immer weiter ausgebaut in meinen Träumen – und immer suche ich mir ein paar Leute aus, die unbedingt ein oder mehrere Zimmer in meinem Haus haben sollten. J. und D. gehören dazu...
Diese beiden liebeswerten, witzigen, emotionalen und hübschen Frauen traf ich dann heute wieder, in Karlsruhe... Und ich musste wie ein griechischer Held einige Gefahren und Hindernisse …

„Die schwarze Spinne“ heute und die Ohnmacht um Fukushima

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Der Teufel – aktueller denn je
In einer Welt, in der der Glauben scheinbar immer weniger eine Rolle spielt, ist es verwunderlich, wieso der Teufel auch heute so oft in Filmen und Büchern auftaucht. Gerade läuft in den Kinos „The Rite – Das Ritual“, in dem wahren Begebenheiten folgend die Praxis der Teufelsaustreibung in der Katholischen Kirche dargestellt wird. Die größten Schauspieler verkörperten den größten Gegenspieler Gottes: beginnend beim unvergessenen Gustaf Gründgens im „Faust“, über Jack Nicholson im Kultfilm „Die Hexen von Eastwick“, Al Pacino in „Im Aufrag des Teufels“ oder Tom Waits in „Das Kabinett des Doktor Parnassus“, dem letzten Film des 2008 verstorbenen Heath Ledger. In für das Genre wichtigen Horrorfilmen wie „Rosemaries Baby“, „Der Exorzist“, „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ und in neuerer Zeit „Der Exorzismus von Emily Rose“ oder „Requiem“ spielte er eine wichtige Rolle.
Faszination Teufel
Der Teufel scheint eine Faszination auf Menschen auszuüben. In einer W…

K-u-l-t-u-r-KLASSIKER

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Leute, Leute, ist Ostern so ähnlich wie Weihnachten, denkt man daran, was so die letzte Zeit war, was alles so passiert ist und wie es weitergehen soll? Oder solche Dinge? Keine Ahnung! Ich schaue auf jeden Fall immer ganz viele alte Filme an. Das mache ich an Weihnachten noch lieber, aber auch an Ostern...




Vielleicht lese ich aber auch sämtliche Texte auf der Seite www.kulturklassiker.de/. Die ich jetzt nicht nur gut finde, weil ich zurzeit gleich auf der Startseite zu lesen bin. ;-)
Sondern weil mich das Konzept interessiert. Ich finde es schön zu überlegen, was uns ein Charles Bukowski, ein Goethe, ein Heinrich von Kleist, ein Balzac heute noch zu sagen haben. Wirklich gute Literatur ist zeitlos. Bei Filmen ist das genauso. Die Macher von der Seite sagen: "Die Menge der jährlichen Neuerscheinungen ist ebenso überfordernd wie unsinnig. Darum wollen wir überlegen, was uns die Klassiker der Kultur heute noch zu sagen haben. Wir sind Fans, Freunde und Förderer von Kultur - weil gute…

Ausstellung: Eurovision Song Contest

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Dass ich Eurovision Song Contest oder kurz ESC-Fan bin, dass weiß man ja... Jetzt gibt es extra für mich - und natürlich für alle anderen Fans eine interessante Ausstellung dazu, und zwar vom 26.4. – 14.5.2011: 

Der Eurovision Song Contest – früher bekannt als Grand Prix d´Eurovision de la Chanson zählt weltweit zu den größten Fernsehereignissen und wird in diesem Jahr bereits zum 56-Mal ausgetragen, diesmal in Deutschland. Mit unserer Ausstellung werden wir vieles aus seiner Geschichte ausstellen und somit auch so mache Erinnerung wecken. Wer wusste zum Beispiel, dass der 2. Grand Prix im Jahr 1957 in Frankfurt am Main ausgetragen wurde? (Quelle: www.frankfurt.de)


Und am Dienstag, den 26.4.2011, um 19.30 Uhr wird die Ausstellungseröffnung mit Jan Feddersen (Redakteur der taz und Autor - und vor allem DER Grand Prix Experte Deutschlands) stattfinden. Feddersen liest aus seinem Buch "Wunder gibt es immer wieder" und danach folgt eine Talkrunde mit Überraschungsgästen. Der Veran…

Taras Welten

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Eine Wahnsinns-Serie hat da die ARD in ihr Abend- bzw. Nachtprogramm auf einsfestival gesteckt und vor allem versteckt. Die Serie wurde in Amerika mehrfach mit Preisen beehrt, was ja nicht immer sofort ein Qualitätssiegel ist, aber in diesem Fall sehr berechtigt. Diese Serie ist gleichzeitig Comedy und anspruchsvolles Fernsehen mit Untertönen in Einem. Taras Welten oder United States of Tara, wie die Serie im Original heißt, erzählt den Alltag einer nicht ganz alltäglichen Geschichte. Dabei spielen die wundervolle Toni Collette (Muriels Hochzeit, Little Miss Sunshine) und der smarte John Corbett (Sex and the City Serie und auch im zweiten Teil des Films zu sehen, My Big Fat Greek Wedding) die Eltern. Keir Gilchrist spielt die aufmüpfige Tochter, die in einem Diner arbeitet und der Sohn Marshall, der von Brie Larson dargestellt wird, und der schwul ist. Die Familie lebt in einen gediegenen Vorort von Kansas City. Der Vater Max Gregson verdient den Lebensunterhalt, Tara hingegen kümmert…

Törtchen in der fiftynine

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Wer wird der Superstar 2011?

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Auf der rechten Seite seht ihr meine Umfrage, die genau zwei Wochen lang geht, also bis etwa vor der Finalsendung... Was glaubt ihr, wer DSDS 2011 gewinnen kann?
Ich habe mich ja schon seit Längerem festgelegt: Sebastian Wurth wird es dieses Jahr machen. Wieso? Er ist nicht nur der netteste und talentierteste, sondern hat die ganze Zeit über gezeigt, dass er jetzt schon ein Star ist, so abgeklärt, so souverän, ohne Fehler, aber dafür mit viel Bodenhaftung!


Und wer fliegt heute raus? Na, letzte Woche entschied es sich zwischen den beiden "Ausländern" Zazou Mall (Schweiz) und Marco Angelini (Österreich). Die erstere flog raus, der zweite blieb drin. Für ihn wird es aber heute sehr knapp. Sarah wird es heute wieder packen. Ardian mutierte das letzte Mal zum Mitfavoriten. Aber ich könnte mir vorstellen, dass er heute zu aufgeregt sein wird, und das Nachsehen gegenüber Marco haben wird. Also, mein Tipp für heute Abend: Marco und Ardian dürfen am längsten zittern - und Ardian fliegt…

Kitchen Stories FIFTEEN - die zweite Lesung!

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Die Lesebühne ist eine Veranstaltungsreihe der Darmstädter Textwerkstatt. Sie stellt jeweils am ersten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr im Literaturhaus, Kasinostraße 3, zwei Autoren mit ihren Arbeiten vor.
Die Veranstaltungen haben Werkstattcharakter und bieten neben der Präsentation auch den Diskurs unter der Moderation von Kurt Drawert. Der Eintritt ist frei.


Zwei Teilnehmer der Darmstädter Textwerkstatt lesen am 4. Mai (Mittwoch): Özlem Özgül Dündar (Wuppertal) stellt ihre zarten, tastenden, sprachskeptischen Gedichte vor, die Zeugnis einer insistierenden Selbstvergewisserung sind. Jannis Plastargias (Frankfurt am Main), der bereits einen Roman für Jugendliche geschrieben hat, liest neue erzählende Prosa. Seine Geschichten umkreisen thematisch die Suche nach einer authentischen Beziehung zu sich und den anderen. Beide sind mit den ersten MERCK-Stipendien der Textwerkstatt ausgezeichnet worden.

Darkroom Diaries - 9 -

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Sie liefen über die Wiese, beide zogen sich neben Schuhen auch ihre Unterwäsche wieder an, wenn man nackt läuft, ist es ja noch etwas anderes als nackt auf der Wiese zu liegen, es war ihnen unangenehm. An ein paar auf der Wiese liegenden Handtücher und Männern vorbei ins Dickicht. Kleine Pfade waren in dieser dicht bepflanzten Bauminsel eingetreten... Sie folgten diesen Wegen und trafen zunächst auf einen Mann, der nackt rumstand, einen Ständer hatte und auf etwas wartete. Ein bisschen weiter hinten sahen sie dann die beiden Männer, die sie vorhin ins Dickicht haben gehen sehen. Sie trieben es miteinander. Armin war ganz aufgeregt, Jott A. unheimlich erregt. Was sollen wir machen? fragten beide mit ihren Blicken. In ihren Pants zeichneten sich ihre dicken Schwengel ab... Sie zogen sie aus. Und in diesem Moment spürten sie den anderen Mann hinter sich, der seine Hände ausstreckte und Armin berühren wollte. Der schreckte zunächst zurück, ließ es aber dann zu, als Jott A. ihn aufmunternd…

Die Liebe kennt keine Regeln

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Nach zwei Monaten zusammenziehen, das kann ja nicht gut gehen! sagte man mir. Und ich fragte: wieso? Ein Altersunterschied von fünfzehn Jahren, das kann ja nicht gut gehen! sagte man mir. Und ich fragte wieso?
Menschen möchten alles kontrollieren, alles in Schubladen stecken. Sie brauchen Regeln, sie brauchen Richtwerte, sonst werden sie verrückt. Diese Richtwerte, diese Regeln werden dann oft zu Allgemeinplätzen, zu Äußerungen, die ohne darüber nachzudenken ins Gespräch geworfen werden - ohne Sinn, ohne Verstand, ohne die Situation zu bedenken, die immer eine besondere ist. Und wenn sich schon Millionen Menschen in fünfzehn Jahre jüngere oder ältere Personen verliebt haben - trotzdem ist diese eine Beziehung eine besondere, eine, die ganz andere Vorzeichen haben kann, eine, die nicht vergleichbar ist mit den Millionen anderen. Und wenn es millionenfach schief gegangen ist, wenn zwei Leute sofort zusammengezogen sind - doch kann genau diese eine Beziehung, die erst seit zwei Monaten be…

Darkroom Diaries - 8 -

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Sie sitzen beide im Grüneburgpark in Frankfurt, endlich Frühling, draußen sitzen, am besten nackt und einfach nur die wärmenden Sonnenstrahlen genießen. Jott A. erklärt Armin, dass dieser Teil des Grüneburgparks "Tuntengrill" genannt wird, Armin schaut sich um und sagt: "Achso, deswegen liegen hier fast nur Männer, und dann auch noch gerne nackt..." Jott A. fordert seinen Freund - ja, sind sie nun tatsächlich ein Paar - auf, diese Männer einmal zu beobachten, vor allem den, der gerade aufsteht. Armin sieht, wie dieser nackte Mann seine Schuhe anzieht, nur diese, und in Richtung Bauminsel geht, die hinter ihm liegt. Na, er wird wohl pissen gehen, denkt er sich. Er möchte seinen Blick abwenden, gelangweilt, doch Jott A. fordert ihn auf, weiter zu beobachten. Ein zweiter Mann steht auf, läuft ebenfalls in die Baum- und Sträucherinsel hinein. Auch er kehrt nicht zurück, minutenlang. Armin schaut Jott A. fragend an. Na, was denkst du? fragt ihn der. Cruising-Area? Ja, s…

DSDS 2011 - Zazou Mall fliegt raus!

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Die schönste Version von "Hallelujah" hat eindeutig Jeff Buckley und nicht etwa Rufus Wainwright gesungen. Sebastian Wurths Version hat mir nicht so gut gefallen, dafür eher sein Outfit. :-) Richtig süß! Ardian Bujupi war auf der Musikmesse in Frankfurt - die erste Gemeinsamkeit von uns beiden. ;-) Der Auftritt war ganz gut, muss man sagen. Zazou dagegen wird wohl rausfliegen heute, zu wenig Gas gibt sie. Aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger... ;-) Marco nimmt ein Lied, das jemand anderes 10000000 Mal besser gesungen hat. Ich würde wirklich nie nie nie nie ein Lied von den Kings of Leon auswählen! Schwerer Fehler! Caleb Followill singt dieses Lied sooooooo sexy! Daran reicht Marco never ever heran... Sarah Engels kann wirklich super singen, das Lied von Christina Aguilera ist sauschwer, aber sie kriegt es hin. Sie kann es! Die kommt weiter! Aber welchen Blödsinn sie erzählt, allerdings der "begnadete" Moderator fragt ja auch nur Idiotisches. Das mit dem nack…

DSDS 2011 - die erste Runde!

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Letzte Woche hatte ich ja ausgesetzt, als hätte ich gewusst, dass keiner rausfliegt, als hätte ich den Skandal gerochen - zum Glück musste ich das alles nicht mit anschauen. Vielleicht hätte ich mich noch darüber aufgeregt...
Erste Runde: Sebastian legt wieder sehr gut vor, diesmal mit richtig gutem Outfit, er sollte öfter goldene Hosen tragen. :-) Was der mit 16 so auf die Reihe kriegt... Ardian war ganz sexy heute, vor allem das Tanzen... Und das Lied okay. Nun, die liebe Schweizerin Zazou hat erneut keinen guten Auftritt hingelegt. Ich muss Dieter Bohlen Recht geben, sonst hatte ich immer gute Laune bei diesem Lied - jedoch nicht, wenn es Zazou singt... Marco hingegen hat es wieder einwandfrei hingekriegt, den Falco, da widerspreche ich Dieter Bohlen eindeutig! Bei Sarah Engels bin ich raus: dieses Lied habe ich immer schon gehasst! Pietros unsägliche Version dieses unsäglichen Songs: schrecklich!
Zwischenmeldung: Mir ist sooooooooo langweilig beim Anschauen von DSDS!
Runde 1: 1. Seba…

Die Poeten der Nacht von Barry McCrea

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Wer „Die Schatten des Windes“, den Megaseller von Carlos Ruiz Zafón, verschlungen hat, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Wer auch noch besonders gerne originelle Coming-Out-Geschichten liest, der muss sich „Die Poeten der Nacht“ des Iren Barry McCrea besorgen. Doch ganz von Anfang an: Der junge irische Literaturstudent und Beckett-Stipendiat Niall kommt nach Dublin und tauscht sein bisheriges Leben als Sohn aus gutbürgerlichem Elternhause mit dem Leben inmitten hedonistischer Kommilitonen ein. Diese verbringen die meiste Zeit in der Dubliner Subkultur, trinken und rauchen sehr viel. Für Niall eine fremde Welt, die er bis dahin nicht kannte, denn in den letzten Jahren konzentrierte er sich neben der Schule auf seine große Liebe Patrick, die natürlich unerwidert blieb. Der Sportler Patrick traf sich mit seinen Kumpels in Pubs, während Niall zuhause saß... Bei einem seiner ersten Kneipenabenden mit viel Alkohol wird Niall auf der Straße verprügelt. 


Doch er hat einen Retter, Joh…

Kitchen Stories FOURTEEN (kleine Hafennutte)

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Es begann alles mit einem Blog, der die „Kleine Hafennutte“ heißt, in welchem der im letzten Jahr verstorbene Hartwig Schröder von seinem Leben als Callboy/ Stricher erzählte.
Kleine Hafennutte deswegen, weil der Protagonist seine Liebe zum Hamburger Hafen entdeckt, als er mit Andreas aus seinem kleinen Kaff nach Hamburg zieht. Hafennutte auch, weil zuerst der Freund und offensichtlich auch Beziehungspartner Andreas auf den Geschmack kommt, sich und seine Liebesdienste gegen Geld zu verkaufen. Das tut ihm die Hauptfigur nach und zwar mit sehr viel Spaß und Neugier. Dabei geht es beiden weniger um das Geld, denn Andreas hat eine Menge davon und lässt seinen Freund in der großen Wohnung nur eine symbolische Miete bezahlen. Bei beiden dreht es sich viel mehr um die Anerkennung, die sie durch andere Männer, durch deren bewundernden Blicke, durch ihr Begehren erhalten. Das bringt ihnen einen deutlichen Zugewinn an Selbstwert. Die Erfahrungen, die die kleine Hafennutte macht, die im Blog be…

Es geschah in Hannover - Teil 2-

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F. Wiiliam Engdahl ist nun der nächste Referent, immer wieder gibt es technische Probleme, er ist in der Klinik und wir versuchen eine Videokonferenz mit ihm. „Hau rein!“ aus dem Publikum. Gelächter. Er redet über die Umwälzungen von Tunesien bis Libyen. Diese Revolution ist von den Amerikanern inszeniert, behauptet er. Gesteuert von Obama und seinen Sicherheitsdiensten. Diese so genannte Twitter-Revolution war gesteuert von einem bestimmten Terroristen, der vom Pentagon unterstützt wird. In den USA gab es in den letzten Jahren Schulungen mit talentierten jungen Menschen aus diesen Gegenden. 
Seiner Meinung nach wurden Revolutionen immer schon inszeniert, auch bei den 68ern gegen Charles de Gaulle. Oder 2003 und 2004 in der Ukraine und Georgien. Im Iran im Jahr 2008 hat Hillary Clinton noch gesagt, dass sie die Twitter-Revolution unterstütze. Jetzt wollte man noch weiter hinten stehen...
Und bei so vielen Verschwörungstheorien, die ich nicht sonderlich überzeugend finde, habe ich dann …

Es geschah in Hannover - Teil 1 -

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Ich weiß nicht, was das immer ist, das mich vor Interesse hochjubeln lässt und jedes Gegenargument im Keim erstickt, was mich dazu treibt, die dümmsten Ideen in die Tat umzusetzen, so wie zu einer Konferenz der unabhängigen Medien nach Hannover zu fahren, einer Blogger-Konferenz. Was will ich da? Keine Ahnung! Und dann werde ich auch noch auf einen Geburtstag einer Bekannten eingeladen, wenn ich doch schon mal da sei. Das ist eine besondere Frau, gewiss, und diese Konferenz relevant, sehr interessant... Aber... na schauen wir mal... Wir befinden uns im Ramada Hotel, mehr als 200 Leute warten gespannt darauf, dass es losgeht. Der Konferenzraum mit hässlichen buntgemusterten Gardinen, einem hässlichen blauen Teppich, ähnliche Stühle mit Goldmuster... Es beginnt mit Herrn Otte, der von Verschwörungstheorien erzählt, oder nicht. Es geht um die Mechanismen der Macht... Ich versuche mal in Stichworten den Vortrag zusammenzufassen. Vogel- oder Bienenschwärme als Organisationsprinzipien der Na…

The Defenders - eine Arbeit von William Forsythe

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Eines lässt sich auf jeden Fall immer über die Arbeiten von William Forsythe sagen: Sie stellen eine Herausforderung dar. Und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Im Fall der Frankfurt-Premiere von „The Defenders“ am 30. März bestand diese in einer sehr profanen Problematik: in Rückenschmerzen, verknoteten Füßen, eingeschlafenen Armen, je nachdem wie man sich versuchte zu setzen. Anstatt eines Bühnenbildes hängt bei dieser Aufführung ein weißer Kasten von der Decke des Bockenheimer Depots hinunter. Schwer zu sagen, wie groß dieser ist, fünfzig mal zwanzig Meter vielleicht? Kleiner? Größer? Er hängt sehr weit unten, knapp einen Meter über dem Boden, das lässt sich etwa schätzen. Wieso die Zuschauerinnen und Zuschauer diese körperlichen Qualen erleiden müssen? Weil sie in zwei Reihen vor diesem Kasten Platz finden müssen, die hintere Reihe kann auf einer Bank sitzen, die vordere Reihe sitzt auf dem Boden vor der so genannten Bühne. Nicht wirklich bequem.
Aber sehr viel weniger unangene…

Einmal auf der Documenta in Kassel...

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„In Kassel lernt man nicht leicht Leute kennen!“ sagte M zu mir, gleich zu Beginn meines Besuches in seiner neuen Heimat, wahrscheinlich um mir zu erklären, wieso er nicht so viele neue Freunde hat. Und ich dachte mir nur, dass es wohl sein Ziel war, von einem müden Kaff ins andere zu ziehen. Davor Kehl, danach Augsburg...


Wir fuhren gemeinsam zur Documenta, doch als wir so kurz davor waren, erhielt er einen Anruf von seiner damaligen Freundin, die gerade schwer an irgendetwas litt, er musste sofort hin, und fragte mich, ob ich mich eine Weile alleine beschäftigen könne, eine Stunde oder so, wir treffen uns dann etwas später. Naja, kein Problem. Setz mich irgendwo in einer Stadt mit Shopping Malls, Kirchen und Parks aus und ich werde mir meine Zeit schon vertreiben. Nach einer Weile Sightseeing drückte dann tatsächlich meine Blase, also ging ich in ein Kaufhaus, Karstadt, Hertie oder Kaufhof, wer weiß. Nichtsahnend also betrat ich diese Toilette und vernahm plötzlich einen Ruf. „Philii…