Samstag, 29. November 2014

ttt - theke, texte, temperamente - ❤ LEIDENSCHAFTEN ☹

Fringe Team Frankfurt: Ana Marija Milkovic, Leo Fischer (Double), Jannis Plastargias, Patrick Neuntausend (vlnr); Bildrechte: Harald Schröder, 2014
ttt - theke, texte, temperamente - ❤ LEIDENSCHAFTEN ☹

Während sich allerorten kurz vor Weihnachten German Gemütlickeit verbreitet, werfen dennoch dunkle Leidenschaften ihre langen Schatten voraus und erreichen auch uns am 03. Dezember, wenn sich Frankfurter Lichtgestalten im Rahmen der Reihe "theke, texte, temperamente" im Neglected Grassland zum Kaltgetränk treffen und dabei über Literatur, Texte und eben - Leidenschaften - plaudern. 

Zu diesem Zwecke haben sich die Veranstalter eine interessante Neuerscheinung aus dem Programm des S.Fischer - Verlags herausgegriffen, welche dann genüsslich seziert werden darf. Das wird auf jeden Fall eine unterhaltsame Angelegeheit, wenn unser Gastgeber Jannis Plastargias und seine Gäste hitzig und literarisch intim werden mit ... das wird noch nicht verraten!

Als Gäste wird Jannis dieses Mal Ana Marija Milkovic, Architektin und Kolumnistin, sowie Leo Fischer, Autor und Redakteur des Titanic - Magazins, begrüßen. Jannis' Mitstreiter und Mitorganisator Holger Detmering schaut sich derweil in Südengland die Regenwolken von unten an und wird sicherlich in Zukunnft wieder Mal am Main vorbeischauen.

Gut, daß das Neglected Grassland in Punkto flüssiger Entspannung einiges zur Abkühlung bereithält, dafür sorgen schon Nicole Forster und Hans Romanov sowie ihr spiritouses Team.

An den Rotoren steht in der Zwischenzeit DJ ptrk9000 bereit, um mit seinen schwarzen Scheiben das Ganze musikalisch zu umrahmen.

Vielleicht werden am Ende einige Exemplare der besprochenen Bücher verschenkt?

Los geht es am Mittwoch, dem 03. Dezember, um 20 Uhr.

Neglected Grassland 
Neue Kräme 29 
60311 Frankfurt am Main

In der Sandhofpassage (ehemals Le Bar), nähe Hauptwache, Zugang gegenüber vom Helium

Zu den Personen:

Ana Marija Milkovic 
http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/No-Sex-in-the-City-57.html

Leo Fischer 
http://www.leogfischer.com/

Jannis Plastargias 
http://jannisplastargias.blogspot.de/

ptrk9000 
http://ptrk9000.blogsport.de/

Neglected Grassland
http://www.neglectedgrassland.com/

Donnerstag, 27. November 2014

Queere Videos 12: Mark Forster mit "Flash mich"

Quelle: http://oha-music.com/wp-content/uploads/2014/11/markforster-flashmich.png
Der 30jährige Mark Forster überrascht mich sehr. Nach seinem großen Hit, dem Ohrwurm "Au revoir" (der übrigens in Live-Versionen ohne diesen unseligen Sido noch viel schöner ist), legt er mit einem ebenso guten Lied nach: "Flash mich". Ja ja, man kann über Liedzeilen wie "Wir sind schon ein, zwei Jahre zusammen und haben schon drei, vier Sachen erlebt. Doch bist du nur 5 Minuten mal weg, ist das wie 10 Jahre Knast für mich." halten, was man möchte (mir gefällt es :-)), aber eines muss man auf jeden Fall zugeben: Das Video ist stark (wenn auch am Ende etwas unlogisch). Es beginnt mit einem Jungen auf der Polizeiwache, der den Namen seines Komplizen nicht verraten möchte, und auf die Frage, wieso "sie" "es" getan haben, antwortet: "Weiß nich. Weil es heiß war, und langweilig." Nächste Szenerie: zwei Jungs, beide süß, wie Hipster gekleidet, sitzen zusammen, rauchen einen Joint. In der Folge sieht man sie, wie sie drei, vier Sachen zusammen erleben. Wie sie von anderen Jungs angepöbelt werden, offenbar weil sie schwul, ein Pärchen, sind. Dann wird es aber romantischer, sie brechen nachts in ein Freibad ein, springen vom Sprungbrett, plantschen im Wasser, küssen sich. Dann werden sie vom Wächter entdeckt, der mit seinem Hund angerannt kommt, sie müssen fliehen, nur mit ihren Badehosen bekleidet, ihre Klamotten in der Hand. Sie setzen sich auf den Roller, fahren immer noch nur mit Shorts bekleidet in die Nacht hinaus. Romantisch, schön. Am nächsten Tag gehen sie in einen großen Laden, schauen sich einen Film auf einem Flatscreen an, einer der beiden Jungs legt den Kopf auf die Schulter des anderen ... Später klauen sie etwas, was in Kartons verpackt ist, stecken diese in ihre Taschen. Kurz danach erfährt man, dass es Spielzeugwaffen sind und dass sie damit eine Bank überfallen möchten. Doch das geht leider schief. Der eine Junge wird gestellt, während er dem anderen Zeichen macht, alleine zu fliehen. Der Junge rennt. Und rennt. Und rennt fort. Der andere sitzt auf der Polizeiwache.
Eine Bonnie und Clyde-Geschichte? Zwei delinquente Jungs, die kiffen und klauen, die aber eindeutig ein Pärchen sind? Ich kann gar nicht begründen, wieso ich dieses Video so mag. So ein bisschen erinnerte mich das Video an den Film "Elephant" von Gus van Sant. Und wer ist der Regisseur dieses kleinen schönen Machwerkes? Ja? Kim Frank!!! Und wer hat das Video "Auf uns" von Andreas Bourani (Queere Videos 10!) gedreht? Kim Frank. Da gab es wohl auf Youtube harsche Kommentare von manch homophoben Idioten, weil sich zwei Männer darin küssen - und da dachte sich Kim Frank: Nun, jetzt mache ich es nochmal, passt ja! Danke, Kim Frank. Danke, Mark Forster. Gefällt mir!


Mittwoch, 26. November 2014

30.11. Literarische Matinée: Thomas Pregel liest aus seinem neuesten Buch "Hartznovelle"


Am 30.11.2014, ab 11 Uhr, darf ich eine wunderbare Veranstaltung im ausstellungsraum EULENGASSE moderieren: Literarische Matinée: Thomas Pregel liest aus seinem neuesten Buch »Hartznovelle«, das sehr aktuell und gesellschaftskritisch ist. 

Der Alltag dreier Akademiker im Hartz IV-Milieu. Pointiert und sarkastisch werden die bürokratischen Absurditäten der Job-Center entlarvt und der Wert des Menschen hinterfragt. Thomas Pregel dokumentiert die Arbeitsmarkt-Erfahrungen seiner Protagonisten und lässt tief in den Hart-IV-Alltag der drei Akademiker blicken. Durch Tagebucheinträge sowie scharfe Beobachtungen des Amtsapparats und der ans Absurde grenzenden Bürokratie-Falle wird der Wert des Menschen hinterfragt. Diese Hartznovelle ist eine sarkastische Darstellung unserer schnelllebigen und sensationshungrigen Gesellschaft.

Eintritt: 4,- €, für Unterstützer von ROT #02: 1,- €


Über den Autor Thomas Pregel:
Geboren 1977 in Bad Segeberg, Schleswig-Holstein. Nach dem Abitur Umzug nach Berlin, um Judaistik, Soziologie und Mittelalterliche Geschichte zu studieren. In seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit Marcel Proust – diese Arbeit veröffentlichte er im Jahr 2009 auch als Buch unter dem Titel »Lust und Angst. Über die sexuelle Orientierung des Ich-Erzählers in Marcel Prousts ›Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‹«. Thomas Pregel ist freier Lektor/Redakteur und lebt in Berlin. Er schreibt Prosa, Kurzgeschichten und Theaterstücke und ist auch in Netz unter www.thomaspregel.de zu finden.

»Hartznovelle« ist im Größenwahn-Verlag erschienen. www.groessenwahn-verlag.de

Freitag, 14. November 2014

Afrikanisches Kung Fu im Mousonturm


Endlich ist es so weit! Ich bin sooooo aufgeregt! Ich werde das Ergebnis meiner ersten "Regie"-Arbeit dieses Wochenende sehen können! Aber mal langsam, im Newsletter des Mousonturms wird "der Rahmen" erklärt:

Full House: nicht nur wir freuen uns auf Afropean Mimicry & Mockery in Theatre, Performance & Visual Arts, das zum Auftaktwochenende (14. - 16.11.) Performances, einen Gallery Talk sowie Video- und Fotoarbeiten präsentiert, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Bildern von „Afrika“ bzw. „Europa“ beschäftigen. Auch über 20 Frankfurter_innen, die in Dieudonné Niangounas Produktion Le Kung Fu (15./ 16.11., Mousonturm-Koproduktion) als Darsteller mitwirkten, sind ganz aus dem Häuschen.
Bloß gut, dass aus dem kongolesisch-stämmigen Franzosen kein Shaolin-Mönch oder Kung Fu-Filmstar, sondern Theaterregisseur wurde. Niangouna teilt am Wochenende in Le Kung Fu seine filmische Sozialisation mit uns: er zeigt und kommentiert von Rocky Balboa bis Jackie Brown und Blade Runner ausgewählte Lieblingsszenen der Frankfurter, die untrennbar verbunden sind mit persönlichen Momenten und Lebensgefühlen.

Einer dieser Frankfurter_innen bin ich, in einem Clip durfte ich Statist sein, bei einem anderen Club durfte ich der Regisseur sein. Meine Lieblingsszene aus "Breakfast Club" spielt in der Schule. :-) Ich bin schon so gespannt! 
http://www.mousonturm.de/web/de/veranstaltung/le-kung-fu


Mittwoch, 12. November 2014

Martinsfeuer 2014 - Muffi hasst ...


Martinsfeuer. Auch so etwas, das ich als kleines Migrantenkind niemals mitgemacht habe. Gab es das in Kehl überhaupt? Wahrscheinlich. Sind doch die Alemannen fastnachtsverrückte Gesellen und gerne in Hexen-Vereinen organisiert, zumal in Kehl-Sundheim. Nun, es war mein zweites Martinsfeuer, das erste war in Karlsruhe - da weiß ich auch nicht mehr genau, wie ich hinkam, war jedoch sehr witzig, kann ich mich erinnern. Im Günthersburgpark war es auch ... interessant. Ja, man macht auch aus Martinsfeuern einen Rummel im wahrsten Sinne des Wortes mit Kinderkarussell und Ständen mit Essen und Trinken, ja, der Glühwein darf nicht fehlen - und riesige Schlangen. Und ich HASSE Schlangen. Muffi hasst ... Aber er liebt Feuer, ja wirklich. Muffi hasst viele Menschen auf einem Haufen, doch ohne die geht in Frankfurt gar nichts mehr. Schreit jemand in Bornheim, im Nordend oder in Sachsenhausen: FEST. Dann kommen alle Frankfurter*innen von überall her angerannt - als gäbe es fast umsonst. Doch im Gegenteil: alles kostet dann doppelt so viel. Aber das zahlt man gerne, ist ja ein schönes Event. Kann man auf Facebook posten. Oder verbloggen. So ist das heute! ;-) Martins und Martinas haben Namenstag an diesem Tage ... und früher - und ja, manche machen das noch heute - begann am 11.11. nicht nur der Karneval (Helau und Kölle allaaf), sondern auch die Fastenzeit bis an Weihnachten, ja, die orthodoxe Kirche ist fastengeil. Und am Martinstag darf man dann nochmals richtig schlemmen. So wie eben auch die Leute hier Martinsgans essen... Habe ich auch nur einmal gemacht ... Vielleicht lädt man mich im nächsten Jahr wieder zu so etwas ein? Wäre auf jeden Fall dabei! :-)





Sonntag, 9. November 2014

Queere Videos 11: Hozier - Take me to church

Bildquelle: http://sndblb.com/?p=7775
"Take me to church" von Hozier ist bereits mehr als ein Jahr alt - merkwürdig, dass ich es erst kürzlich entdeckt habe. Obwohl Andrew Hozier-Byrne in seinem Lied gar nicht über homosexuelle Liebe singt, hat er gemeinsam mit dem Video-Clip Regisseur Brendan Canty überlegt, die zunehmende Homophobie, insbesondere in Russland, und in anderen Ländern der Welt, im Video zu thematisieren. So erhielt dieses Lied im Internet plötzlich sehr viel Aufmerksamkeit, was sich wiederum auf die Charts-Platzierungen auswirkt. Der Ire Hozier bezieht sich in dem Song über (sensuelle und sexuelle) Liebe und die Verwandlung des Selbst in einer Beziehung generell. Das Lied finde ich unwiderstehlich schön, ich war so gebannt davon, dass ich erst beim zweiten Schauen wirklich die im Video erzählte Geschichte begriff. Es lohnt sich übrigens auch andere Lieder des Iren mit der wunderbaren Stimme anzuhören - Hörempfehlung! 


Donnerstag, 6. November 2014

Buchgassenfest 2014


Das 3. Buchgassenfest findet am 7. November 2014 im Lebenshaus St.Leonhard, Buchgasse 1, statt.

Das Frankfurter Literaturfestival 2014 steht unter dem Titel Fremde

Programm
7. November, ab 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr
Regionale Autorinnen und Autoren stellen ihre Neuerscheinungen vor: Safiye Can, Monika Carbe, Barbara Höhfeld, Sylvia Schopf, Barbara Zeizinger 
Autoren: 
Safiye Can: Rose und Nachtigall (Größenwahn Verlag)
Monika Carbe: Friedhofsgärtnerin (Größenwahn Verlag)
Barbara Höhfeld: kindertreu (Verlag auf der Warft)
Sylvia Schopf: Zeit für Rache (Gmeiner Verlag)
Barbara Zeizinger: Am weißen Kanal (Pop Verlag)

7. November, ab 20.30 Uhr
Fremde 
Kabarettistischer Abend mit Jannis Plastargias und Claus-Peter Leonhardt
Autoren: 
Jannis Plastargias: Meine Mutter Griechenland 
Claus-Peter Leonhardt: Geschichten Geschichte

7. November, ab 16.00 Uhr
Bouquinistenmarkt, Verkaufsausstellung Frankfurter Antiquare, Flohmarkt