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Es werden Posts vom November, 2012 angezeigt.

Julia Mayer: Die Keime - Old souls 1

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In Mecklenburg-Vorpommern arbeitend und lebend, schreibt Julia Mayer, 1993 in Malchin geboren, seit ihrem vierzehnten Lebensjahr aktiv Romane. Dabei tobt sie sich gern in den unterschiedlichsten Genres aus. Die Keime ist ihr erstes Werk der Old Souls Buchreihe, das ein dystopisches Setting aufweist und sich eng mit der Philosophie verwebt. Mehr über die Autorin und ihre Werke gibt es hier: http://www.oldsouls.de 

Die Keime - Old souls 1: Die Welt gerät aus den Fugen, als den Menschen das Erlangen der Wiedergeburt verwehrt bleibt. Die schwächsten Glieder der Gesellschaft werden gejagt – und auch Avery findet sich auf der Flucht vor ihrer eigenen Familie wieder. Mithilfe anderer Flüchtlinge versucht sie, sich ihre Freiheit zu erkämpfen und gerät dabei immer wieder aufs Neue an scheinbar unüberwindbare Grenzen. Eine Jagd nach Sinn und Menschlichkeit beginnt ... "Die Menschen sagen, die Seele sei rein. Keine Sünde sei an ihr zu finden, keine Scham, kein Hass und nicht die kleinste Versc…

Carstens Weihnachtsgedanken: Kann man Weihnachten nicht abschaffen?

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Carsten vom stancerblog hat schon im letzten Jahr seine Meinung zu Weihnachten gebloggt, den ich hier noch einmal re-bloggen möchte, vielleicht erkennen sich einige darin wieder... 


http://stancerblog.blog.de/2011/12/26/frohes-fest-12355672/
Somit ist Weihnachten 2011 also überstanden, ja so muss man es wohl sagen, die Geschenke sind verteilt, die Braten gegessen. Der Heiligabend zu zweit zu Hause war sehr schön, fast "besinnlich", bin ich versucht zu schreiben, mit sehr gutem Essen und viel Wein, hinterher traditionell hoch zum Nachbarn, noch mehr Wein, dafür weniger besinnlich, schließlich nahezu volltrunken ins Bett; was dort noch geschah, entzieht sich meiner genaueren Erinnerung.

Sonntag dann das übliche Pflichtprogramm: mit Kater und leichter Verspätung ins Auto, durch trübes Nieselwetter, passend zur Laune, nach Ostwestfalen, erst zur Schwiegerfamilie, wieder essen und Wein trinken, um 22 Uhr völlig erschöpft im Bett, Montag dann die nächste Etappe, Mittagessen bei den E…

Fortsetzungsroman: Moody Blue 17

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http://schmerzwach.blogspot.de/2012/
11/fortsetzungsroman-moody-blue-16.html
Er war Alejandro nicht sympathisch, ob ihm meine Einladung recht war? Wahrscheinlich eher nicht. Du singst für ihn? fragte er mich. Gerade, als ich antworten wollte, klingelte wieder das Telefon. Levents Freundin, die immer noch auf der Suche nach ihm war, auch seine Eltern hatten nichts von ihm gehört, so langsam sei es besorgniserregend, sie habe alte Freunde von ihm angerufen, die er eventuell besucht haben könnte, erfolglos, er sei spurlos verschwunden. Ich beruhigte sie, versuchte es zumindest, und gleich nachdem ich aufgelegt hatte, rief Levents Schwester an. Das gleiche Leid, ich konnte ihr nicht weiterhelfen. Mittlerweile war Tobias angekommen. Alejandro schien nicht besonders begeistert zu sein. Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren los. 
Während wir radelten, überlegte ich, was das Geheimnis meines neuen Freundes sein könnte. Jeder hat irgendwelche Geheimnisse, nur dass sie meistens niemanden i…

Blogparade "Liebes Tagebuch"

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Das Thema "Tagebuch" ist gerade in unserer heutigen Zeit und gerade für Blogger ein sehr aktuelles. Stichwort: Privatsphäre. Heute posten viele Menschen alles über Facebook und Blogs hinaus in die weite Welt, jede kleine Gemütsäußerung wird öffentlich gemacht. War das früher nicht anders? Als wir noch keine "elektronischen Tagebücher", sondern sie nur für uns selbst in einem papiernen, vielleicht sogar abschließbaren Büchlein führten? Was? Ihr habt überhaupt kein Tagebuch geführt? Das möchte ich ja gar nicht glauben. 
Wie sahen denn eure Tagebücher aus? Habt ihr in letzter Zeit einmal in die längst vergangenen Zeiten hinein gelesen? Ist euch das auch peinlich, was ihr da mal in eure Tagebücher geschrieben habt? Wird uns irgendwann peinlich sein, was wir gerade so auf Facebook, Twitter und unseren Blogs schreiben? 
In dieser Blogparade möchte ich euch anregen, Fotos von euren Tagebüchern zu machen, vielleicht ein bisschen hinein zu lesen und uns anderen daran teilhabe…

Friday night queerness

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Ein bisschen Gold und Silber, ein bisschen Glitzer Glitzer. ... http://www.clipfish.de/musikvideos/video/2955715/deichkind-remmidemmi-yippie-yippie-yeah/

Diary Slam in Frankfurt

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„Heute war ein schöner Tag. Markus hat mich im Englisch-Unterricht angelächelt. Und Stefan hat in der Pause gesagt, dass ich schöne Augen habe. Eigentlich finde ich ja Thomas viel toller, aber der interessiert sich ja nur für diese dumme Schlampe Bettina mit ihren dicken Möpsen. Egal. Ob mich Markus mal fragt, ob ich mit ihm ins Kino möchte? Oder Stefan? ...“ Sah euer Tagebuch auch so aus? Hört es sich auch an wie ein Plot von „Verbotene Liebe“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“?  Holt eure Tagebücher aus den Schubladen eurer ehemaligen Kinderzimmer, sie müssen laut gelesen werden. Vor Publikum. Teilt eure Geschichten mit uns, lasst uns die Bettinas gemeinsam hassen, bangen, ob Thomas doch ein Einsehen findet und sich die Richtige aussucht. Oder habt ihr lieber von euren ersten Fahrversuchen mit dem Moped oder Pyjama-Partys geschrieben? Die Lesebühne des Glücks veranstaltet den ersten Diary Slam in Frankfurt und möchte am 14.2.2013 im Glück ist jetzt! eure Tagebuch-Einträge hören. Wie …

StadtteilHistoriker 2012 - Teil 2

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Eingereichte Projektskizze „Rote Zelle schwul“
´Raus aus den Toiletten, rein in die Straßen! FREIHEIT FÜR DIE SCHWULEN!´. Das war die Parole in Rosa von Praunheims skandalträchtigem Film ´Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt´. Das war vielleicht ein Missverständnis von Praunheim, ein ´Übersetzungsfehler´, der auf den Slogan der amerikanischen Gay-Liberation-Bewegung, ´OUT OF THE CLOSETS, INTO THE STREETS!´ referieren sollte. Dabei meinten die ´Closets´ nicht Toiletten (oder Klappen ), sondern den Zwang, dass sich Schwule an geheimen Orten treffen und ihre Sexualität verleugnen müssen. Vielleicht war das aber auch sehr bewusst so ´übersetzt´ von ihm, da diese Klappen als Teil der schwulen Subkultur in Deutschland sehr wichtig waren. So wurde auch von der Roten Zelle Schwul, oder kurz und frech ´Rotzschwul´ genannt, als eine der größten Aktionen im Juni 1973 ein ´Park- und Klappenfest´ in der Nähe der Grüneburg-Klappe organisiert. Dort gab es Rockmusik…

Tour de Kultur Twelve

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Goldene Leslie 2012 Preisverleihung

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Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gibt sich sehr viel Mühe im Bereich Leseförderung. Gemeinsam mit dem Literaturbüro in Mainz vergibt es zum Beispiel die Goldene Leslie, den Leseförderungspreis des Landes Rheinland-Pfalz. Wie wichtig dieser Preis ist, sieht man daran nicht nur daran, dass Staatssekretär Hans Beckmann und drei Landtagsabgeordnete anwesend waren, sondern ebenfalls daran, dass man zum zweiten Mal hintereinander die wunderbaren SUNA (So und nicht anders!) eingeladen hat, die nicht nur gut aussehen, sondern auch so singen, Acapella in deutscher, spritziger Sprache, die Laune macht. 

Das Schöne an dieser Veranstaltung ist ja, dass Jugendliche den Preis vergeben, nachdem eine Erwachsenen-Jury eine Vorauswahl trifft (und ich mit dabei, ich habe übrigens wie bereits im letzten Jahr den Siegertitel vorgeschlagen ;-)) - Tradition ist, dass am Anfang die Jurymitglieder erzählen, wieso sie so gerne lesen.



Den jungen Mann im Vordergrund hatte ich bei…

Fortsetzungsroman: Moody Blue 16

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http://schmerzwach.blogspot.de/2012/
11/fortsetzungsroman-moody-blue-15.htmlWie war es beispielsweise bei Tobi gewesen? Aber andererseits benötigte man ein bisschen Zeit für solche Vertraulichkeiten. Und in dieser Situation kam ich schlichtweg nicht auf die Idee, ich hätte sagen können, nein – mir fällt in Wirklichkeit gar nichts ein. Was hätte ich denn sagen können? So, Alejandro und Tobias, ihr müsstet euch gut verstehen, denn ich finde euch beide toll! Oder: Alejandro und Tobias, ihr habt ja eins gemeinsam, ihr wisst, wie sich mein Schwanz anfühlt. Oh, Entschuldigung. Oder: Tobi, mit Alejandro schlafe ich, Alejandro, mit Tobi könnte ich es mir auch vorstellen. Nein, nein, ich bin ein bisschen wirr im Kopf, ich gebe es zu, ich schreibe Unsinn. 
Stefanie war gar nicht bei ihm gewesen, was wiederum neue Fragen aufwarf, doch ich hinderte Tobi daran, diese auszudiskutieren. Was brächten uns Spekulationen?! Ich hasste solche Diskussionen, die nur auf Spekulationen beruhten, sie sind so sin…

Elf Fragen von schmerzwach an die Autorin Waltraud Grampp

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Waltraud Grampp, 1952 in Weinheim an der Bergstraße geboren, träumte erstmals in den sechziger Jahren davon, einen Roman zu schreiben – brachte jedoch nur Kurzgeschichten in Schulheften oder auf losen Blättern (meist handschriftlich) zustande, von denen die meisten in den folgenden Jahren verloren gingen. Vierzig Jahre später, inzwischen längst in Bad Homburg lebend und im Computerzeitalter angekommen, wagte sie einen letzten Versuch. Das Ergebnis war die „Waaseby-Trilogie“, Liebesgeschichten aus dem ländlichen Schleswig-Holstein. Alle drei Bücher wurden 2009-2010 in einem inzwischen liquidierten Mini-Verlag veröffentlicht. 2011 folgte die Veröffentlichung von „VerHEISSung – Käseglockensommer“, ein Roman mit Fantasy-Elementen, der einerseits im Rhein-Main-Gebiet, andererseits in Irland, sowie in einer mystischen Welt spielt. Vor wenigen Tagen erschien die Fortsetzung „VerHEISSung – Sternhagelwinter“, ebenfalls im Noel-Verlag.
1. Wer bist du?
Ein unverbesserlicher Optimist. 2. Was machst …

Vielleicht lieber morgen von Stephen Chbosky

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Auf diesen Film habe ich gewartet! Schon sehr lange. Und das Warten hat sich aber so etwas von gelohnt - auch das in der langen Sonntagmittags-Schlange im Metropolis. Schön, dass sich Familien miteinander verabreden, um sich einen Film gemeinsam anzuschauen. ;-) Ich war wirklich froh, dass in diesen Cine Star-Kinos so lang Werbung läuft... 
Gebannt saß ich also da. Eines meiner Lieblingsbücher ever wird vom Autoren selbst verfilmt - Wahnsinn! Würde der Film nun alles zerstören? Würde ich traurig aus dem Kino gehen und sagen: Chbosky hat es vermasselt? 
Nein!!! Ich saß in diesem Kinositz und weinte. Was ist da alles in mir vorgegangen, während ich da saß, wie viele Assoziationen hatte ich, wie viele schöne Momente der zweifachen Lektüre konnte ich vergegenwärtigen... Ich weinte, aber nicht weil ich traurig war, sondern melancholisch, ich weinte aber auch lachend, ich weinte, weil ich emotional tief berührt wurde, weil ich etwas spürte, weil mir Dinge klar wurden - und weil ich verstand, …

Keep The Lights On

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Das wird keine Rezension. Es wird etwas Einfaches. So einfach wieder dieser Film ist. Einfach schön ist er. Einfach gut. Einfach melancholisch. Einfach zeitgemäß. Einfach das, was ich im Kino sehen möchte. 
Liegt es an der wunderbaren Film-Musik - der bis dahin mir unbekannte Sänger Arthur Russell lieferte die Titel dazu, es dauerte bis ich auf die Idee kam, Shazam mal laufen zu lassen, weil ich dachte: wieso kenne ich diese Lieder von Antony Hegarty eigentlich nicht? - an den herrlichen Schauspielern, Thure Lindhardt (Darsteller in "Was nützt die Liebe in Gedanken"! und "Into the Wild"!), Zachary Booth und die von mir geliebte Julianne Nicholson (Ally McBeal!), an dem Regisseur Ira Sachs, der dafür einen Teddy Award erhielt, und der Erik (Thure Lindhardt) als Regisseur einen Dokumentarfilm drehen lässt, der tatsächlich nebenher produziert wurde - "In Search Of Avery Willard" (und witzigerweise für diese Doku im Film einen Teddy bekam), an dem zeitgemäßen …

Extra Trouble - Jack Smith in Frankfurt

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Frankfurt, mein Frankfurt - was hast du uns alles zu bieten zurzeit, ich komme kaum noch nach mit dem Kunst-Konsum, oh du herrliche heimliche kulturelle Hauptstadt Deutschlands. :-) Die Ausstellungseröffnung im MMK zu Jack Smith (Extra Trouble...) habe ich leider verpasst, die Ausstellung muss ich mir noch anschauen. Zusätzlich zu der (wie ich gehört habe) spannenden Exposition (ein Jack Smith-Raum) gibt es viel Rahmenprogramm in verschiedenen Kulturinstitutionen in Frankfurt. Performances, Symposien und natürlich Filmvorführungen. Es ist ein Projekt der Initiative Kultur und Homosexualität e.V., über die ich ja auch bei meinem Vorhaben zum StadtteilHistoriker 2012 gestolpert bin, weil Hans-Peter Hoogen auch hier ein Mitglied ist. 
In Deutschland ist Jack Smith gar nicht so bekannt - er lebte in New York und war ein verrückter Multimedia-Avantgarde-Künstler, der vor allem in den Sechzigern und noch in den Siebzigern gewirkt hat. Große Künstler wie Andy Warhol schätzten ihn. Viele bezie…

Ein literarischer Urknall?

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Es war einmal wieder ein aufregender Abend! Die Lesebühne des Glücks: Mit vielen Emotionen und Diskussionen und mit einem spannenden Autoren Steffen Lars Popp (diesmal anwesend als Lars), der sehr viel interessante Dinge über die veränderten Arbeitsbedingungen von Autor/innen in der digitalen Welt zu berichten hatte - wie verändert sich das Autor-Sein im Netz, wie die Autorschaft und wie die Arbeit an den Texten der Autor/innen? Eine anregende Diskussion, auch unter Kolleg/innen.



James Bond, der seinen Kopf hinhält: mit Herz und Hand - ach, verstehen jetzt nur Pädagogen ;-)



Strippen ziehen, super kochen, wunderbare Flyer herstellen - hier, DU, DICH meine ich. :-)


Wettbewerb: Wer erzählt die lustigeren Geschichten? James Bond oder (wie zu vermuten) die fantasievolle Wahl-Irin Waltraud Grampp? :-)


Und das Erzählen (vor allem das mündliche Erzählen!) liegt ihr wohl im Blut. Ob das mit der Liebe zu Irland zusammenhängt? Schließlich gab es dort (und gibt es noch?) sprichwörtlich viele wunderba…

PRIVAT - Eine sehr zeitgemäße Ausstellung in der Schirn Kunsthalle

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PRIVAT - "Das Ende der Intimität". Mit dieser Ausstellung zeigt die Schirn Kunsthalle einmal mehr, das sie am Puls der Zeit ist. Am 31.Oktober war die Eröffnung, bei der ich zugegen war (leider hatte ich jedoch noch keine Zeit darüber zu berichten). Ich war sehr gespannt - und ich wurde nicht enttäuscht. Ist es doch so, dass gerade der Blogger in mir mit diesem Thema "Privatheit / Intimität" häufig konfrontiert wird. Wie oft führte ich Diskussionen mit Leser/innen, Kritikern darüber, wie viel oder wie wenig man von sich im Netz äußern sollte. Manchmal fühlte ich mich unverstanden, oft sah ich mich aber auch bestätigt, dass gerade die Leute, die relativ viel von sich preisgeben im Netz, am rätselhaftesten erscheinen. Wieso? Nein, ganz im Ernst: Wie oft werde ich gefragt, was ich eigentlich so mache / womit ich mein Geld verdiene. Wie oft denkt man dies und das über mich, weiß aber gar nicht, wer oder was ich bin. Und dann auch noch diese Mitteilungslust auf Facebook…