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Posts mit dem Label "Faszination" werden angezeigt.

Ein faszinierender Romananfang...

Habe ich heute im Laufe des Tages gelesen... Faszinierendes Thema: Es geht um eine Pseudologin; faszinierende Schreibe! Von Anfang an... finde ich. Der Grabstein war umgefallen. Über dem Sterbedatum klebte ein gelber Zettel, und auf dem gelben Zettel stand: "Umfallgefahr!" Ich mußte über die Friedhofsverwaltung lachen. Was hieß "Umfallgefahr"? Der Stein war umgefallen. Doch dann las ich: "Unfallgefahr!" Das schien mir noch absurder als "Umfallgefahr!". Was sollte hier für ein Unfall geschehen? Gibt es einen größeren Unfall als den Tod? Ich lachte auch ein bißchen darüber, daß es ausgerechnet der Grabstein meiner Mutter war, der umgefallen war. Ich hatte meine Mutter nicht beerdigt. Ich hatte auch keinen Grabstein aufgestellt. Das war die Krähe. Ich besuchte das Grab meiner Mutter sehr selten. Plötzlich tauchte ein Mann zwischen den Gräbern auf. Hallo, rief ich, sind Sie von der Friedhofsverwaltung? Nein, antwortete der Mann. Schade, ich dachte......

DAS KLEINE TAO DER TIERE

"Das kleine Tao der Tiere" von Johannes Weinberger ist krass, es ist verstörend, es ist merkwürdig, es ist faszinierend, es ist ein Unding. Ich könnte gar nicht sagen, wie man seine Schreibweise, seine Sprache, seine Ideen in Worte fassen könnte. Alles, was er beschreibt, entspricht einer Realität, und doch ist es unrealistisch. Alles, was er schreibt, ist wie ein Traum, könnte aber auch tatsächlich so passieren - wenn alles auf der Welt anders angeordnet wäre. Seine kurzen Erzählungen sind wie Gemälde von Salvador Dali: Sie sind präzise, sie sind technisch perfekt, sie wirken so, als ob sie so sein müssten, wie sie sind. Sie hallen in einem nach, wirken, verändern. Doch ohne zu wissen, ohne zu bemerken, wie sie das tun. Da hat der Luftschacht-Verlag echt was Faszinierendes ausgegraben...

Fernando Pessoa

Ich habe einen neuen Lieblingsdichter. Gar nicht, weil ich etwas von ihm gelesen habe... also, ich habe schon mal was von ihm gelesen.... Und heute einen Brief an seine Ex-Frau. Aber nicht deswegen ist er mein neuer Liebling. Sondern wegen seiner Biografie. Wegen seiner Heteronyme. Wikipedia schreibt dazu: Die besondere Eigentümlichkeit im Werk Pessoas bilden die Heteronyme. Im Unterschied zu gewöhnlichen Pseudonymen sind die Heteronyme nicht bloß andere Namen für denselben Autor; hinter ihnen stehen fiktive Personen mit eigenen Biographien, eigenen Schreibstilen, Themen, Motiven und philosophischen Kontexten. Der englische Übersetzer Pessoas, Richard Zenith, zählt 72 verschiedene Namen, wobei nicht immer klar wird, welche davon für Heteronyme stehen und welche Pseudonyme sind – entweder für Pessoa selbst oder für eines der Heteronyme. Die drei wichtigsten Heteronyme sind Alberto Caeiro, Álvaro de Campos und Ricardo Reis. Pessoa beschreibt die drei folgendermaßen: Ricardo Reis wurde 18...