Mittwoch, 30. Januar 2013

StadtteilHistoriker 2012 - Informelles Treffen EINS am 29/01/13

Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Nein, es sind keine "Stammtische", sondern "Informelle Treffen". :-) Ich bin ja einer der 25 StadtteilHistoriker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt und werde nun regelmäßige Veranstaltungen in diesem Rahmen besuchen - worauf ich mich sehr freue. Nach dem "Tag der Geschichte" am 9.12. haben wir uns jetzt das erste Mal getroffen. Es war aufregend und natürlich spannend, da wir ja alle auf sehr unterschiedlichem Stand sind und aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen. Bei mir wird das alles ein schmaler Grat zwischen literarischer und historischer Bearbeitung meines Themas werden. Und ein bisschen auch eine Zusammenführung einiger meiner Hauptthemen der letzten Zeit. 
Das Ziel des ersten Treffens war neben einer Einführung zu den Tätigkeiten der Polytechnischen von Frau Dr. Uhsadel ein erstes Feedback über unsere Arbeit - mit welchen Problemen und Fragen wir uns z.B. gerade beschäftigen. Dabei zeigt sich bei anderen Teilnehmern, die mit älteren (Hand)Schriften zu tun haben, dass die Schwierigkeit der Lesbarkeit ein größeres Problem darstellt, insbesondere wenn es um die Kurrent-Schrift geht. Dazu gab es einige Tipps. Die nächste Schwierigkeit stellte sich bei Archiven dar: nicht immer ist es so leicht, Zugang dazu zu erhalten - verstärkt wird das dann, wenn es auch noch um die Zeit 1933 - 1945 geht, aber da könnte unser Projektkoordinator Dr. Oliver Ramonat in manchen Fällen sehr hilfreich sein. Ich fand diese Schwierigkeiten der anderen natürlich aufregend, mir geht es ja gerade anders. Ich habe gerade zu viele Kopien, Texte und Ton-Aufnahmen. Daher fragte ich, wie ich mir die Arbeit erleichtern könnte (sprich: wie ich Transkriptionen von mehr als 14 Stunden Ton-Aufnahmen bisher vermeiden könnte). Und ich bekam hilfreiche Ratschläge.
Generell ist es so, dass wir alle als Fachfremde im Bereich Geschichte uns überlegen müssen, wie wir mit unserer Aufgabe umgehen, Subjektivität ist durchaus erwünscht, wir schreiben keine Doktor-Arbeiten, unser ureigener Blickwinkel auf die Dinge, unser Ausschnitt, den wir wählen, ist bedeutend. Wie wir unser Thema darstellen hat dies noch niemand getan, egal, wie viele Abhandlungen es dazu schon gibt! Also, alles ganz spannend. Wir haben auch einen Text mit dem Namen "Geschichte als Sinn" erhalten, den wir bis zur ersten Werkstatt am 9.2.13 lesen sollten. Den ich heute vor dem Schlafen gehen lesen werde. Denn nun heißt es, sich fertig zu machen, und im Rahmen des Projekts einen Doktoranden aus London treffen, der zur Zweiten Deutschen Schwulenbewegung forscht. HEUTE wird also NOCH AUFREGENDER als gestern. :-)

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