Sonntag, 12. Mai 2013

Eurovision Song Contest 2013 ... Knapp vorbei - Lieder


Tja, auch die Liedern auf den Plätzen 11-20 haben ihren Reiz, aber mir gefallen andere Lieder besser. Ist halt so. Alles immer Geschmackssache, ich weiß. Und mein Geschmack hat nichts mit dem Endergebnis zu tun. :-)



11. Österreich lässt Natalia Kelly mit dem Lied "Shine antreten - und überrascht auf der ganzen Linie. Ein toller Refrain, eine ganz schöne Stimme und ein bisschen Kelly Clarkson Feeling beim Grand Prix. 



12. Belgien mit dem jungen Roberto Bellarosa: Love kills. Ich mag diese Stimme, sie hat etwas Rauchiges, etwas Fragiles. Ich weiß nicht, wie sie klingen wird, wenn er auf einer so großen Bühne singt. Wird sie brechen? Noch finde ich es charmant, dieses Imperfekte. Auch seine Aussprache des Englischen ist herrlich imperfekt. Charmant auch dies. Aber wird ihn jemand außerhalb Belgiens ernst nehmen? Wenn er nicht so schnuckelig wäre (das Auge wählt mit), würde ich sofort tippen, dass er als einer der ersten herausfliegt. ;-)



Die Serbinnen auf Platz 13, Moje3, mit ihrem Lied "Ljubav je svuda" singen zum Glück auf serbokroatisch, was dem Lied sicher gut tut. Hinkucker auch sie mit ihren kurzen Kleidchen und ihrem Bühnenprogramm, glitzern, geben alles, passend zum Disco-Beat. Nicht ganz meine Musik, ich finde es mit der Zeit etwas anstrengend, trotz gutem Refrain - aber warum nicht?! Könnte gut ankommen - und mir sind sie lieber als viele andere Wettbewerber. 



Die Briten haben sich ja angewöhnt, große Stars aus der Vergangenheit zum ESC aufzustellen, nachdem sie mit Katrina and the Waves 1997 das letzte Mal grandios gewannen. Doch weder BLUE noch Engelbert konnten die Erwartungen erfüllen, mit eigentlich ganz vernünftigen Liedern, die gefielen. Dieses Jahr sieht das ähnlich aus. Bonnie Tyler singt "Believe in me", landet bei mir auf Platz 14. Vielleicht deswegen weil diese tolle Frau zwar eine große Sängerin war, aber man mittlerweile merkt, dass ihre Stimme kaputt ist - und weil das Lied zwar solide ist, aber auch kein Hit. 



Naja, vielleicht hat Deutschland mit Cascada gute Chancen in die Top 5 zu kommen (ein Sieg wird es hundertprozentig nicht!), aber "Glorious" klingt langweilig im Vergleich zum letztjährigen Gewinner aus Schweden, hört sich an wie 1000 Mal gehört, die Sängerin hat kein Esprit - und sowieso bin ich sauer, dass sie sich beim Vorentscheid durchgesetzt hat! Selbst da sah ich sie bei Weitem nicht vorne, hätte mir andere Vertreter für den ESC gewünscht.



Estland auf Platz 16 entsendet mit Birgit Õigemeel und ihrem "Et uus saaks alguse" ein klassisches Chanson zum ESC. Hätte früher mal Siegchancen gehabt, als noch alle in ihrer Heimatsprache singen mussten und auf Chanson machten. Heute? Ein bisschen bieder vielleicht. Es ist solide, es ist in Ordnung. Aber Top 10? Never ever. Siegchancen? Nicht wirklich. Dazu sind andere "langsame" Lieder auch viel zu gut im Vergleich.



Krista Siegfrids aus Finnland, Platz 17 für mich, singt mit "Marry Me" einen Song, der auch von Kate Perry stammen könnte. Ich finde es unheimlich trashig, vor allem mit dieser Bühnenshow, daher noch Top 20 für mich, weil irgendwie witzig. Auch wenn ich diese Musik und solche Texte gar nicht mag in der Regel. Ich bin sehr gespannt, wie das Publikum auf diesen Beitrag reagiert. Top oder Flop? Alles ist möglich. ;-)



Bei dieser Einschätzung, Platz 18, werden einige Leute die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Marco Mengoni sieht nett aus, hat eine schöne Stimme, macht gute Musik. Ein italienischer Chanson, Klavier, solide gemacht. Aber ist halt auch so gar nicht meine Musik und ich neige dazu, ab Minute zwei am liebsten auf forward zu drücken, nur geht das ja live nicht. 



Robin Stjernberg mit "You" tritt für Schweden, den Gastgeber und Titelverteidiger, an. Ja, ich gebe es zu, dieses Yoooouuuuuuuuuuuu die ganze Zeit hat etwas. Doch ich mag die Stimme des Sängers nicht, sie ist auch nicht wirklich nicht gut. Und ich finde das Lied doch zu einfach gestrickt, vor allem, weil Schweden wirklich mehr zu bieten hat als das. Nun gut, Geschmackssache - Platz 19 für mich.



Armenien schickt Gor Sujyan. Ja, von der Musikrichtung her ganz okay. Nicht schlecht, ein sympathischer Kerl, auch wenn ich sein Englisch nicht wirklich immer verstehe, aber er singt auf jeden Fall von einem "Lonely Planet". ;-) Für Platz 20 reicht es bei mir :-)

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