Mittwoch, 1. Mai 2013

Plattenbaugefühle auf dem Maimarkt in Mannheim


Das ist nun eine Geschichte für die Reihe: Was Schriftsteller so alles machen müssen / sollen... Ich stand schon wie ein Jesus-Prediger auf der Konstablerwache, gegenüber des McDonalds und habe eine Kurzgeschichte gelesen, ich saß wie ein Löwe im Zoo oder ein Fisch im Aquarium im Schaufenster des Karstadt, ich war der Opener auf einem Frühjahrskonzert von Indie-Musikern... Und jetzt habe ich eben in Alaska, äh, auf dem Maimarkt in Mannheim gelesen. Es ist wieder der Winter eingekehrt, draußen windet es, es regnet, es ist saukalt. Und das ist nicht anders in der Halle: Kalt und feucht. Wie beschreibe ich das am besten, was mir dann begegnet? Halle 10. Ich trete ein, sehe erst einmal Sportklamotten, als ob ich im Karstadt Sport wäre, überall Menschen, die miteinander schnattern, sich gegenseitig wegschubsen. Überall Konsum, Konsum, Konsum. Und wo ist hier die Leseecke? frage ich mich. Es dauert eine Weile bis ich mich dorthin durchkämpfe... 



In dieser Leselounge sitzen auch Leute - zum Chillen! Müde setzt man sich hin, um sich auszuruhen. Lesungen? Da? Keine Ahnung. Das Programm auch so klein, dass es niemandem auffällt. Chillen. Das könnt ihr haben! denke ich. Ich bin Profi, ich lese überall, und euer Geschnatter übertöne ich auch - ich habe ein fettes Headset auf dem Kopf. So!


Und dann finde ich alles wieder total witzig und angenehm. Ich muss erst einmal auf "die Bühne", supernett von Barbara Waldkirch von der Waldkirch-Buchhandlung angekündigt werden, ein paar lachende Gesichter, ein paar Leute, die wegen mir stehen bleiben, vor mir stehen sehen - und dann ist alles gut, gut, gut! :-)



In der Messebuchhandlung des Maimarktes sind Bücher und Flyer vom Größenwahn Verlag - und vor allem von Plattenbaugefühle ausgestellt. 




Bild unten: Ist das die Zukunft vom Büchermarkt? Quietschigbunt und billig? Dieser Stand passt übrigens total zum Maimarkt - so sehen fast alle Stände aus. :-)



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