Montag, 1. August 2011

Der Schmerzwach-Lesezirkel INTERAKTIV - tschick3

Ich mag ja Roadmovies und ich mag noch mehr Roadnovels. :-) Es ist die Beatgeneration, die mit ihren Roadnovels für Furore sorgte, Jack Kerouac, der bisexuelle Heroe der Beatniks mit "On the Road" zum Beispiel, der Roman, der 2010 neu aufgelegt wurde. Aber auch in Deutschland gibt es gute Nachfolger: besonders gefallen hat mir dabei Selim Özdogans Roman "Nirgendwo und Hormone"
Eine Roadnovel ist auch Tschick. Auf den Seiten 100-150 fahren sie nun also los, in Richtung Walachei. Und landen in Brandenburg. Ob sie da jemals wieder herauskommen? Ich meine, der Roman ist ja dann nur noch 100 Seiten weit... Vielleicht gefallen mir deswegen Roadnovels - weil die Personen niemals den geraden Weg gehen und selten dort ankommen, wo sie vorher vor hatten anzukommen. Ich in meiner Orientierungslosigkeit bin ja genauso. :-) Ich nehme Herrndorf diese Figuren nach wie vor ab, Tschick, der mir immer sympathischer wird, aber auch Maik. Ich mag sie. Und ich bin jetzt schon traurig, dass ich nur noch hundert Seiten vor mir habe. Aber es werden lustige sein. Und ich finde es spannend. Wird es noch mehr solcher Probleme geben wie: Hm, wie tanken wir eigentlich unauffällig? Oder weitere Begegnungen mit Polizisten, die zu spannenden Verfolgungsjagden führen? Wie wird das alles enden? Offensichtlich bei der Polizei, das weiß man schon am Anfang. Aber wie genau geht das? Brandenburg also, das wiederum erinnert mich an den Sänger Beirut, habe ich es bereits erwähnt? Tolles Lied! Solch schöne Musik fehlt den beiden leider auf ihrer Fahrt. Dafür fehlt es ihnen nicht an Diskussionsstoff und witzigen Dialogen. Ich bin gespannt, was noch folgen wird. :-) Gruselig sind übrigens diese Menschen im Dorf, diese Heile-Welt-Öko-Familie, die ein Quiz gemacht hat, Belohnung: wer zuerst etwas weiß, kriegt das größte Dessert. Was ist das denn? Das Nordend in Brandenburg? Leistungsgesellschaft at its Best? Gruselig. Zum Glück waren meine Eltern nicht so... 
Was hat Hilly zuletzt gesagt? 
http://hilkebussmann.wordpress.com/2011/07/22/rezension-zu-herrndorfs-tschick-teil-2/
Und was geschah davor?
http://schmerzwach.blogspot.com/2011/06/der-schmerzwach-lesezirkel-interaktiv.html
http://schmerzwach.blogspot.com/2011/07/der-schmerzwach-lesezirkel-interaktiv_21.html

Kommentare:

  1. Ich quäle mich gerade durch Jack Kerouacs "On the Road", die Originalfassung, die er angeblich innerhalb weniger Tage auf eine 40 Meter lange Papierrolle geschrieben hat, und so liest es sich für mich auch, das mit dem quälen meine ich wörtlich. Ständig sind sie unterwegs, von Stadt zu Stadt, ohne erkennbaren Grund, ständig im Suff, irgendwelche Mädchen, die sie irgendwo aufgegabelt haben; mit keiner der Figuren, schon gar nicht mit dem völlig durchgeknallten Neal, kann ich mich auch nur im geringsten identifizieren - ganz im Gegenteil zu "Tschick". Gut die Hälfte des Buchs habe ich durch und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir den Rest noch antun soll, es deprimiert mich zunehmend.

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  2. hahaha. wasn zufall. ich habe die alte version gelesen... vor zig jahren - und mir hat es gefallen. :-)
    allerdings muss ich sagen, dass ich mich sehr in die beatniks reingedacht habe... habe auch castaneda und so gelesen... aber es stimmt auf jeden fall, dass tschick leichter und unterhaltsamer zu lesen ist :-)))

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