Dienstag, 16. August 2011

Blog-Parade: Wovon sollen wir träumen? Teil 1

Wovon sollen wir träumen? habe ich in meiner Blog-Parade gefragt... Nachdem die deutschen Damen vorzeitig aus dem WM-Turnier ausscheiden mussten und unser Traum vom deutschen Sommermärchen 2011 nicht in Erfüllung ging. Spontan und flexibel entschieden wir uns, die WM weiter zu verfolgen und die US Girls anzufeuern. Doch wir brauchten neue Träume. Welche? Vielleicht den vom Bedingungslosen Grundeinkommen - von einem Leben, in dem man sinnvolle Dinge tut, Soziales, Kreatives, mit Freude und Lust und Sinn an der Sache. Nicht arbeiten, um zu leben und nicht leben, um zu arbeiten, sondern ein ganzheitliches Leben führen, in dem Arbeit nicht als Arbeit erscheint, sondern als notwendige Sache, um glücklich zu sein, weil man darin Befriedigung findet. So viele Arbeitsstellen würde man dann gar nicht brauchen, die reine Bürokratie, unnötige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind...

Vielleicht träumen wir von einem Miteinander, das liebe- und verständnisvoller ist als im Moment, ein Miteinander, das von authentischem Sein geprägt wird, in dem man sein Innerstes nach Außen kehren darf, ohne dass jemand das kritisiert, es als unprofessionell und aufdringlich benennt. Ja, ich möchte bei einem Vorstellungsgespräch ehrlich sein, ich möchte, wenn ich jemanden kennenlerne davon erzählen, dass es mir nicht immer gut geht, dass ich nicht immer glücklich bin, dass das aber dazu gehört, und dass es gut ist, dass ich es äußern kann. Ich möchte mich nicht als der große Winner, souverän und ganz wundervoll und stark präsentieren – ich möchte meine Schwächen zeigen, denn die machen mich zu dem besonderen Menschen, der ich bin. Ich möchte sagen können, was ich denke, möchte jemandem, den ich gerade kennengelernt habe und eigentlich „ja noch gar nicht kenne“ sagen können: ey, ich mag dich, ich mag dich, so wie du bist, oder zumindest so wie ich mich dich vorstelle. Möchte sagen: ich kann dich riechen, fühle mich wohl mit dir...
Vielleicht träume ich von einem Leben, das ich dem Schreiben widmen kann, in dem ich ganz viel Zeit dafür investieren kann, meinen Stil zu verbessern, meine Plots zu vervollkommnen, mehr an den Dialogen zu feilen, die Figuren besser zu zeichnen...
Vielleicht träume ich davon, im Süden zu wohnen – immer Sonne, Strand und Meer in meiner Nähe zu haben...
Vielleicht träume ich von Politikern mit Visionen, von einer Welt, in der es keine Kriege gibt, von einem Leben in Gesundheit und Wohlgenährtheit...
Vielleicht träume ich davon (ja, das ganz sicher!), immer mit dem schönsten Mann der Welt zusammen sein zu dürfen.

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