Montag, 11. Juli 2011

Der Schmerzwach-Lesezirkel INTERAKTIV - tschick1 Betti

Soooo, zu allererst muss ich natürlich erstmal ein neidisches „pff…“ loslassen, weil ich kein Büchergilde Buch habe, meins hat dafür auch ein Bändchen und ich habs von amazon.co.uk. ,spricht für das Buch würde ich sagen.
Und ich kann dem Gedanken, dass es eine BOMBE ist, nur zustimmen, es macht solchen Spaß es zu lesen und katapultiert mich zurück in meine Schulzeit. Also der Roman spielt in meinem Kopf quasi in meinem alten Schulhaus und die Lehrer sehen aus wie meine Lehrer und die Mitschüler sowieso. Es ist ziemlich gut, wie der Autor dieses Gefühl beschreibt, jung zu sein, noch zur Schule zu gehen. Die Welt ist sooo klein gewesen damals und trotzdem war alles Superlativ. Man hatte da schönste Mädel in der Klasse (in meinem Fall, die schönsten Jungs in der Kollegstufe)und den komischsten Lehrer und überhaupt… gab es überhaupt was anderes? Und einige Kleinigkeiten sind sooo wahr, dass man gewisse Mitschüler erst nach Jahren wahrgenommen hat, der ironisch überlegen Ton der Lehrer, den man erst viel später verstanden hat.
Und auch ich liebe Tschick schon, wenn irgendjemand von euch einen Freund hat oder sich selbst eher mit Tschick als mit Maik identifiziert… bitte kommt zu mir, du bist die Person, die ein meinem Leben noch fehlt!
So nun, ich kann noch tiefgründiger als mich nach einer Romanfigur zu sehnen… 

1. Was macht den eigentlich einen authentischen Jugendroman aus (Tschick zählt hierzu, meiner Meinung nach). Man kann so viel falsch machen. Und der Roman spielt ja in der Jetztzeit, nicht etwa zur Jugendzeit des Autors (was zum Beispiel die Authentizität von „Dorfpunks“ erklärt). Muss man Talent haben? Möglichst viel eigenes rein-mischen oder am besten vor allem nicht versuchen, cool zu sein. Hmm… ich werd darüber nachdenken.    
     2. Clever, wie der Roman mit den Erwartungen der Leser spielt. Da wir ja alle gebildet und vorurteilsfrei sind, aber trotzdem von Herzen romantisch, wollen wir Tschick natürlich nicht als normalen Jungen sehen, sondern als Poet, als Rebell, als Libertin, als unverstandenes Wunderkind. Naja wir tappen in die Falle… und ich tue es bis jetzt noch sehr gern.
Vielen Dank an Mr. Woody, an dieser Stelle, ohne den ich das Buch nicht gelesen hätte. Aber wie soll ich jetzt die nächste Woche überstehen, in der ich nur 50 Seiten lesen darf?

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