Mittwoch, 2. Februar 2011

Kitchen stories FIVE (in der Kritik)

Bad News sind besser als gar keine News, will sagen: lieber eine negative, kontroverse Erwähnung in der Zeitung als überhaupt keine. Man denke nur an die ganzen Verrisse von Marcel Reich-Ranicki, Bücher, die sich anschließend ganz gut verkauften, weil jeder wissen wollte, ob das Werk wirklich so schlecht ist, so uninteressant oder so skandalös wie behauptet. Daher ist es allemal besser, dass jemand etwas Gemeines über dich schreibt, dass andere Leser dann ganz anders sehen können, aber zumindest einmal einen Anreiz haben, es zu lesen. Viel schlimmer ist es schließlich, nur erwähnt zu werden, ohne Kommentar, so geschehen hier: http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/984.html. Hier wird "Die Haltbarkeit des Glücks", die Anthologie der Textwerkstatt, in der zwei meiner Geschichten veröffentlicht wurden, rezensiert. Mein Name wird genannt, im Gegensatz zu dem von Petra Bauernfeind, die genauso in dieser Anthologie auftaucht. Aber während andere der Autoren wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen, ein paar warme Worte, kein Kommentar zu "R.O.T." und "W.E.I.S.S." - darüber mache ich mir natürlich Gedanken. Es macht mich etwas traurig. Andererseits gibt es Schlimmeres auf der Welt. Aller Anfang ist schwer, vor allem beim Schreiben. Offensichtlich!

Kommentare:

  1. lieber jannis,
    bitte entschuldige, wenn ich R.O.T. und W.E.I.S.S. nicht ausführlicher erwähnen konnte, es lag daran, daß ich einige Passagen der Haltbarkeit nicht zu Ende gelesen habe und dann dazu auch nichts sagen konnte. Und ganz bestimmt nicht an deinen Texten!

    Daß man übersehen wird, passiert immer wieder. irgendein blöder rezensent setzt sein augenmerk genau anders und schon ist man aus dem blickfeld.
    den fehler mit petra bauernfeind bessere ich gleich aus.
    herzliche grüße
    frank

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  2. lieber frank,
    das ist ja sehr nett, dass du mir hier schreibst - vielen dank dafür! mich beruhigt das natürlich auch ein wenig. :-)
    übrigens waren die anderen teilnehmer/innen und insbesondere kurt drawert sehr angetan von deiner rezension und haben sich sehr gefreut!
    liebe grüße,
    jannis

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  3. Hi Jannis,

    so ist das mit dem Schreiben: wer schreibt, egal ob Bücher, ein Blog oder nur bei Twitter, oder als Teilnehmer bei einem Poetry Slam, hofft auf Aufmerksamkeit, wer was anderes behauptet, lügt. Daran ist auch nichts verwerfliches, nur sollte man es als Schreiberling auch nicht überbewerten, es schreiben einfach zu viele, und es ist verdammt schwer, daraus hervorzustechen.

    Als 2006 mein erstes und bislang einziges veröffentlichtes Buch heraus kam, platzte ich fast vor Stolz, das ließ jedoch schnell nach, nachdem ich merkte, dass es kaum wahrgenommen wurde, es gab nur wenige - durchaus positive - Kritiken, ich fand es in keiner Buchhandlung, und auch die Verkaufszahlen waren eher überschaubar. Immerhin findet man es noch bei Amazon.

    Und wenn ich es heute noch einmal lese, dann wird mir auch klar, warum das so ist...

    Darum: niemals aufgeben, immer weiter schreiben, so lange dir was einfällt!

    Viele Grüße
    Carsten

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  4. ja, danke für den mut, den du mir machst! :-)

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