Dienstag, 16. November 2010

Polychrom

Was ich heute gelernt habe, Facebook sei Dank: dass ich ein polychromer Mensch bin! Was? Während M-Zeit-Kultur-Menschen (monochrome) in linearer Abfolge von festgesetztem Anfang bis festgesetztem Ende arbeiten, sind P-Zeit-Kultur-Menschen (polychrome) ganz anders! Also Menschen wie ich! :-) Sie widmen sich einem Ereignis so lange, bis eine neue Neigung auftaucht. 
Das ist nun deswegen schwierig, weil Deutschland als typische M-Zeit-Kultur gilt, weil eher individualistisch, alles muss schnell gehen, Zeit ist Geld, morgens ins Büro, dann wieder weiter, hier organisieren, dort organisieren. In mir steckt aber ein Brasilianer oder so etwas (dort gilt die P-Zeit-Kultur) und ich habe es satt, ständig irgendetwas zu organisieren. Ich möchte gerade das machen, worauf ich Lust habe. 
Die Monochromen können immer nur eine Sache beginnen und müssen sie auch abschließen. Sie können nicht lesen und dabei Musik hören, sie können nicht einen Roman unterbrechen, um einen anderen zu lesen, sie verlieren sonst den Faden, im Extremfall können sie nicht antworten, wenn sie sich rasieren oder schminken. Bei den Polychromen ist es genau umgekehrt. Sie müssen immer mehrere Arbeiten auf einmal vorantreiben, und wenn sie nur eine Sache machen, langweilen sie sich furchtbar. Ja, so bin ich. Ich lese mehrere Bücher gelichzeitig, hasse es, den ganzen Tag im Büro abzusitzen, höre Musik beim Lesen, habe immer Tausend Projekte und brauche das.
Das habe ich heute dank Facebook gelernt. ;-) Und dank UTB und Umberto Eco! ;-) http://bit.ly/8Zeg9Y

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