Samstag, 2. Januar 2010

Wer ist denn eine Hure?

Ach ja, ich muss mal wieder etwas aus dem Buch "Unfun" von MATIAS FALDBAKKEN zitieren. Wieso? Es muss muss muss sein, und ihr wisst ganz genau wieso. Genauso wie ihr wisst, warum ich mich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen und mit dem ABK beschäftige (ja, ich plane eine Studie über den ABK: Mittel und Wege, um aus dem Untergrund heraus die Welt zu verbessern. Wie man heutzutage die modernen Kommunikationsmittel ignoriert).
Die Hauptperson Slaktus auf jeden Fall ist gerade im Fitness-Center, und wie immer, wenn er dort ist, philosophiert er schlau vor sich hin:

The Meat Packing District ist der Ort, an dem er die meisten seiner Ideen ausbrütet. Jetzt, beispielsweise, denkt er, dass es nicht nötig ist, ein Geschlechtsteil zu verleihen, um eine Hure zu sein. Seinen Kopf zu verleihen, seine Hände, sein Mundwerk oder seine Kreativität, ist genauso Hurerei. Zeit ist ein schwammiger Begriff. Das ganze Geschwafel über Lohnarbeit und dass man da seine Zeit gegen Geld tausche, ist diffus. Bei der Arbeit vermietet man ja auch seinen Körper für den einen oder anderen Gebrauch in einem bestimmten Zeitraum, mit Bezahlung als Ausgleich. Dabei verkauft man aber nicht die Zeit. Sondern seinen Körper. Jeder Verkauf von Arbeitskraft, egal, ob die Arbeit den Wirtschaftswissenschaften, der Serviceindustrie oder dem Fließband zugerechnet wird, ist ein Verkauf des Körpers. Die Arbeitsreserven einer Gesellschaft basieren auf unterschiedlichen Formen der Prostitution. Slaktus ist der Auffassung, dass Training, die Workout-Situation, eine der wenigen Situationen ist - ja, vielleicht die einzige -, in der man seinen Körper an sich selbst verleiht - und damit sich selbst an sich selbst verleiht. Bodybuilding ist somit Freiheit, meint Slaktus.

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