Freitag, 1. Januar 2010

Ein merkwürdiger Jahresanfang

Alles begann - Nein, das ist ein schlechter Anfang für einen Neujahrstext, klingt viel zu pathetisch und möchte viel zu viel. Nein, nein. Ich erzähle einfach nicht chronologisch. Passt auch zu meinem Gemütszustand, der noch viel schlechter sein müsste, als er es ist. Nicht, weil ich auf der Suche nach dem Yufka Döner, nach dem es mir gelüstete, bei allen drei Dönerbuden in meiner Nähe vor verschlossenen Türen stand... sondern weil ich jetzt Single bin. Single. Ein doofes Wort. Aber verpartnert ist noch doofer! Und ausgerechnet an Neujahr seinen Laden zumachen ist am doofsten. Oder ist es statistisch erwiesen, dass die meisten Menschen am Neujahrstag ins Restaurant gehen, also das Fastfood essen als guten Vorsatz erst einmal nur Gutes essen? Oder gar nicht aus dem Haus gehen? Wogegen allerdings spricht, dass die 24h-Videothek voller Kunden war... Wieder einmal drei Punkte. Und wie bist du Single geworden? Warum bist du wieder allein, allein? Keine Ahnung. Und wie war die Porno-Party gestern abend? Sehr porno! Das ist sicher! Es ist gewiss, und wie gewiss es ist, angesichts des Dramas, was R. und ich den Leuten da geliefert haben. Mit für alle offensichtlichem Fremdgehen, einer Schelle, viel Tränen und einem mutigen Streitschlichter. Dabei getragen habe ich Hotpants, glaube ich, C.H. trug dafür einen Pelzmantel mit nur einem Slip darunter. Und R., tja, was war mit ihm? Keine Ahnung. Single also. Ich bin erleichtert. Und verkatert, den ganzen lieben langen Tag. Habe noch immer Brand, noch immer Gelüste, noch immer Kopfschmerzen. Noch immer alles. Und nichts. Ich fühle mich leer. Frage mich, was das Jahr 2010 mir bringt. Ich weiß es nicht. Nur eines ist gewiss: Ich gehe meinen Weg wieder allein, allein. Und das ist vielleicht besser! Für mich, für R., für alle...

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