Sonntag, 11. April 2010

Mehr vom ABK

Tja, Ostern war ich zuhause, also zuhause im Sinne von bei Muttern und Family zuhause. Alles schön, alles gut! Vor allem weil der schönste Mann der Welt sich pudelwohl gefühlt hat. Und jeden Bauerntrampel-Blödsinn mitgemacht hat. Inklusive "Palmenparty" in Rheinbischofsheim, oder BISCHE wie die Einheimischen sagen. Da war alles geboten: Badisch genau abgezählte und abgefüllte Cocktails mit sparfüchsig wenig Alkohol drin, schlechte Partymusik (ANDREA BERG!), Paartanz und noch mehr Kracher dieser Art. Was ich ihm allerdings vorenthielt: die Bekanntschaft mit dem ABK zu machen. Da gab es nur ein geheimes Treffen, während der schönste Mann der Welt schlief. Denn der ABK muss nach wie vor Inkognito bleiben.
Leider blieb daher wenig Zeit zum Austausch und zum Abfragen der gegenwärtigen TOPs der jungen Revoluzzer! Nun, das erste Thema lag ja quasi auf der Hand: OSTERN und der ganze Konsumscheiß darum herum. Wir zählen mal zusammen: WEIHNACHTEN, GEBURTSTAG, OSTERN - gibt es für alle Geschenke. Dann kommen noch der VALENTINSTAG, der MUTTERTAG und für besonders hartgesottene konsumgeile Menschen: HALLOWEEN. Sechs Mal Geschenke im Jahr??? Diese Konsumgeilheit! Die ist ja nicht auszuhalten! sagt der Chef der Gang. Die haben sich ja nicht mehr alle! Früher gab es Geschenke zu Weihnachten und zum Geburtstag. Die waren angemessen. Nichts Großes. Wenn man etwas Größeres haben wollte, dann musste man selbst drauf sparen, es sich selbst verdienen. Achja, und 10 Euro für eine Eins im Zeugnis gab es auch nicht. Mal abgesehen davon, dass dies motivationspsychologisch ein Humbug ist, brauchte man das früher nicht. Und die Welt ist damit auch gut zurecht gekommen. Alle jammern und schimpfen auf den deutschen Staat... trotzdem kaufen sie sechs mal im Jahr Geschenke, machen jeden Rummel, jede Party mit. Und wenn das Geld nicht reicht, schimpfen sie noch mehr. Sechsmal im Jahr Geschenke machen... Könnte man da nicht besser sechsmal im Jahr spenden? Oder sich für soziale Projekte engagieren?
Dieser ganze Kokolores sei ihm ein Dorn im Auge. Und wenn er an mich denke und an mein Frankfurt... Ohje! Museumsuferfest, Nacht der Museen, Bergerstraßenfest, Opernplatzfest, Mainfest, Weinfeste, Filmfestivals, Musikfestivals, dies und das, ständig ist da etwas. Ständig Partys am Wochenende, Cocoon Club, Kingkachick sein, neue Klamotten, Trinken, Rauchen, Essen, ja, auch das noch, Essen gehen... Und wozu das alles? Haben wir mehr Spaß am Leben dadurch, mehr Genuss, mehr Lebensfreude? Aber als ich frage: und was ist mit dir? Genießt du dein Leben, rauchst du, trinkst du, schenkst du usw.? da zwinkert er mir zu... Und die Antworten gibt es dann bald von ihm. Sagt er. Aber ich kann es mir vorstellen...

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