Mittwoch, 11. Juli 2012

Elf Fragen von schmerzwach an Bernd bzw. Marlene Bitzer


Bernd Bitzer wurde am 22. November 1957 in Frommern geboren und lebt in Reutlingen. Er arbeitete als Redakteur für verschiedene Zeitschriften, Texter bei Werbeagenturen und PR-Mann. Im Alter von 26 Jahren folgte der Wechsel in die Selbständigkeit. Über das Buch "girls game": Der Freie Journalist, Ghostwriter und IT-Spezialist Bernd Bitzer ist ein erfolgreicher Self-Made-Man, 53 Jahre alt und hat für sein erstes unter eigenem Namen veröffentlichtes Buch ein ebenso mutiges wie ungewöhnliches Experiment gewagt: Er zog aus, um die Welt der Frauen kennenzulernen und verwandelte sich in eine sinnliche Sirene namens Marlene. Und zwar mit allem, was dazu gehört. Sei es das stundenlange Stöckeln auf High Heels, eine Crash-Diät, das professionelle Modellieren der Fingernägel, der Besuch eines Lesbenclubs oder auch eine ausgiebige Shoppingtour inklusive Kauf eines dringend benötigten Zweit-Kleiderschranks: Bei seinem "Marsch hinter die feindlichen Linien" hat der passionierte Journalist nichts ausgelassen und sowohl die Freuden als auch die Tücken des Frauseins mit Leib und Seele erfahren.
Warum der 53-Jährige sich all das überhaupt angetan hat? Ganz einfach! Bernd Bitzer möchte für gegenseitiges Verständnis sorgen und Mut machen. Denn "girls game" ermöglicht es männlichen Lesern, einen Blick in eine für sie vollkommen unbekannte Welt zu werfen, und beweist den Leserinnen, dass ihnen die Welt zu Füßen liegt, solange sie nur ihre vielfältigen Stärken und Möglichkeiten erkennen.
1. Wer bist du?
2. Was machst du?
Unerschrocken, denn Mut gehört eindeutig dazu, hat sich ein Mann auf den Weg gemacht, um Frauen besser verstehen zu können, in eine Welt einzudringen, die so nie ein Mann zuvor sah: Bernd Bitzer, Journalist, Autor und Berater wird zu Marlene.
3. Woher kommst du und wohin möchtest du?
4. Warum bist du Künstler_in geworden?
Als Journalist ist man ständig dabei, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, von Neuem zu erfahren, sein Wissenspektrum zu erweitern. Das war genau das, was mich diesen Beruf ergreifen ließ – meine unbändige Neugier. Und die frühe Erkenntnis, dass in meinem Körper schon immer zwei Seelen wohnen, die mir einen unterschiedlichen Blick auf die Welt ermöglichen. Die vielen Fragen, auf die ich als Kind keine Antworten hatte, wollte und konnte ich so Stück für Stück beantworten. Und das war – auch für den Journalisten – mehr als nur faszinierend.
5. Welche Ziele hast du?
6. Wer oder was inspiriert dich?
Ich hatte mir tatsächlich eine Liste, einen Rechercheplan zurechtgelegt, als ich mich vor rund zwei Jahren an die Vorbereitungen für das Buch „girls game“ machte. Doch mit dem, was dann alles passierte, mit den wirklich unglaublichen Erlebnissen – die teilweise wunderschön und aufregend, aber auch äußerst schmerzhaft waren – hätte ich niemals gerechnet. Was vielleicht sogar besser war…
7. Wann bist du glücklich?
8. Wie sieht dein perfektes Leben aus?
Ich wollte einfach immer weiter in dieser faszinierende Welt, – ein Doppelleben, in der ich wirklich glücklich war und es immer noch bin – und erst die erschrockene Reaktion meiner irgendwann eingeweihten Freunde "Hey, es wäre doch wirklich schade um Dich als Mann", brachte mich ziemlich schlagartig zur Besinnung. Warum etwas aufgeben, das so viele Jahre bunt, lustig und überaus ereignisreich war? Warum das Außergewöhnliche zur Normailtät erklären? Und so git es heute eben weiterhin Bernd und Marlene. 
9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König_in von Deutschland wärst?
Bin ich eigentlich schon längst – und zwar beides, lach. Aber im Ernst… Wenn einer die Chance hat, zwischen zwei Welten in ihrer faszinierenden Unterschiedlichkeit zu wechseln, werden Grenzen sehr schnell unwichtig. Und wenn ich mit meinen Erlebnissen, meinem Buch für ein wenig mehr Verständnis zwischen Frauen und Männern beitragen kann, hat es sich mehr als gelohnt.
10. Wovon hast du als Kind geträumt?
Das zu sein, was ich sein wollte. Hat geklappt :-)
11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht?
Auf alles. Auf nichts. Aber ich weiß jeden Tag mehr, was ich alles nicht brauche.
Mehr über mich unter: www.girlsgame.tv

Kommentare:

  1. Die Antwort auf die siebte Frage wäre interessant gewesen ;-) Dein Bruder

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  2. Die Antwort auf die zentrale Frage No. 7 muß ich für meinen wichtigsten Leser natürlich nachliefern: ich bin/war tatsächlich so häufig glücklich in den letzten Jahren, daß ich erst heftig krank werden mußte, um mir die übliche Vergänglichkeit dieses Zustands schmerzhaft klar zu machen. Und selbst in der schlimmsten Zeit (Rippenfellentzündung…) gab es immer noch mehr als genug glückliche Momente. Und jetzt sind die Maßstäbe wieder soweit unten, daß sich schmerzfrei atmen wie ein permanentes Geburtstagsgeschenk anfühlt. Heißt soviel wie: ja, ich bin glücklich. Wann? Fast ständig... :-)

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  3. Ich habe nur 1 Frage, denn alles andere kann ich sehr gut nachempfinden, liebe Marlene-Bernd:
    Wer hat Dir die wunderschönen haare gemacht bzw. WO hast Du sie gekauft? Interessiert mich brennend. Brauche ich!!! Oder Du bist großzügig und schickst sie mir nach Hause, okay? Dann fahre ich zur Belohnung für Dich auch mal in Deinem Sportwagen-Flitzer mit. Na, gutes Geschäft oder?
    Bleib so erfrischend. Viele Grüße
    von einer auch etwas "komischen" Dame namens Gerti.

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