Donnerstag, 17. Dezember 2009

Im Dunkeln die beknackte u1...

Seit Wochen dieses Rumgenerve... Eine Riesenbaustelle an der Heddernheimer Landstraße... Habe einen neuen Job und wo muss ich hin. Genau durch diese Baustelle. Konsequenz: auf der Rückfahrt muss ich erst einmal in die verkehrte Richtung fahren, dann umsteigen, dann in die andere, diesmal die richtige Richtung fahren... Das ist schon schlimm genug. Ich meine, wieso unnötig Zeit verlieren auf dem Weg in die Freizeit?!
Heute alles "over the top". Ich stehe an der Haltestelle. Um fünf Uhr. Extra früher Schluss gemacht, um früher ins Wochenende zu kommen. Verständlich. Dann der erste Schock: Die Anzeige sagt mir, dass die nächste Bahn in 26 Minuten komme. Nächster Blick: 28 Minuten. Geht´s noch? denke ich mir. So, was tun? Ich entscheide, einfach mal loszulaufen. Aber wohin? Überall Baustelle. Und wohin führt dieser Weg? Ich folge ihm ein paar Minuten, um in einer Sackgasse zu landen. Beim nächsten Versuch lande ich im Feld. Hä? Ich kehre wieder um an die Haltestelle. Schon völlig genervt. Immer noch 12 Minuten. Aaaaaaaaaarrrrrghhh!
Irgendwann nach gefühlten zwei Stunden und tatsächlichen 30 Minuten fährt eine U-Bahn ein. Ungefähr eine Million Menschen stehen, sitzen und liegen schon da drin. Wir quetschen uns also dazu, die anderen Wartenden und ich. Irgendwie geht es. Beim nächsten Halt kullere ich automatisch heraus, stolpere fast auf eine alte Frau mit Gehhilfe. Millionen von Menschenfahren diese beschissene Rolltreppe zum Nordwestzentrum hoch... Ich nur um auf die andere Seite zu gelangen. Und wieder das gleiche Bild: mehr als eine Million wartender Menschen. Und die U-Bahn kommt wieder nicht. Ich schaue schon gar nicht mehr auf die Anzeige. Irgendwann ist sie da. Ich schon ganz entnervt. Aber das lässt sich alles toppen. Weil... denn... nämlich... indem garantiert an jedem Halt, irgendwelche Leute noch auf den Knopf drücken, um ihre ganze Sippschaft in die Bahn zu quetschen. Macht ja nichts, dass mein Nachhauseweg mittlerweile schon 40 Minuten länger dauert als normal. Der Fahrer mittlerweile aggressiv, motzt alle zwei Minuten mit den Fahrenden. Ich drehe gleich durch. Die Leute schon ganz wirr, wollen teilweise an der falschen Station schon raus, vielleicht weil sie es auch nicht mehr aushalten. Ich denke mir genauso: boah, jetzt noch einmal am Willy-Brandt-Platz umsteigen und auf die u5 warten? Und wenn die genauso Verspätung hat? Oh mein Gott! Ich steige lieber am Eschenheimer Tor aus. Und meine Blase muss es auch noch bis zu Hause aushalten. Dass ich dann nach 80 Minuten erreiche - anstatt nach 35 Minuten, die mir auch immer schon zu lange erscheinen wollen!
Und das alles in dieser Kälte und im Dunkeln - na, herzlichen Glückwunsch auch!

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