Donnerstag, 24. Dezember 2009

Der ABK in der Nacht - Weihnachtsgedanken

Der ABK hat einen Lieblingsautoren, nein, eigentlich sogar zwei. Sie sind beide aus Skandinavien. Das sollte auch nicht so schwer zu erraten gewesen sein. Der eine ist Erlend Loe, aber von dem möchte ich ein ander Mal schreiben. Heute erzähle ich vom größten Helden meiner Freunde vom ABK: Matias Faldbakken. Dessen Worte saugen sie auf, als wären sie die Zuflüsterung einer höheren Kreatur. Nein, sie wissen, dass er nicht höher ist als sie. Sie wissen auch, dass er ihre Gedanken einfach nur in literarische Sprache verwandelt. Nicht mehr und nicht weniger. Doch sie wundern sich, dass er IHRE Gedanken errät. Nun, das kann man positiv oder negativ sehen: einerseits ist es schön, dass Andere genauso denken wie sie, andererseits ist es frustrierend, dass Andere genauso denken wie sie, dann ist das alles gar nicht mehr so einzigartig. Ja, das ist eines der größten Probleme, die den ABK beschäftigen. Niemals langweilen - nicht sich selbst und erst recht nicht andere Menschen, Unschuldige, nein, nein, das darf nicht sein! Niemals langweilig gleich spießig sein. Ja, denn spießig darf man ebensowenig sein. Aber zurück zu Matias Faldbakken. Eine Textstelle, die der ABK liebt, ist aus dem Buch UNFUN:

Man kann ohne Weiteres behaupten, dass viele Menschen im Westen ihr ganzes Leben hart und zielgerichtet arbeiten, nur um bei Kollegen und Konkurrenten mit einem Lebenslauf, der verglichen mit ihren solider ist, ein kleines bisschen Neid und Unterlegenheitsgefühl zu wecken. Deshalb ist Erfolg als solcher inexistent; Erfolg funktioniert nur umgekehrt proportional zum Selbstwertgefühl der anderen. Wenn jemand das Gleiche wie du zustande gebracht hat, hast du nicht wirklich Erfolg. Wenn dir jemand deinen Erfolg gönnt, hast du auch keinen Erfolg. Du hast Erfolg, wenn deine Konkurrenten am Boden liegen. Wer sind die Konkurrenten? Alle. (UNFUN von Matias Faldbakken, im Blumenbar Verlag erschienen)
Der ABK ist gegen Erfolg, gegen Leistungsgesellschaft, gegen diesen ganzen Kapitalismus. Das versteht sich von selbst. Der ABK ist für Splatterfilme, und für Pornos, aber auch das wundert niemanden angesichts der Wahl seiner Lieblingsliteraten.

Kommentare:

  1. Happy New Year !!!
    2010 Fireworks show

    http://fireworks2010.blogspot.com/

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  2. Ich frage mich auch: WOFÜR das ganze!?
    Kommerz, Wettbewerb allover...
    Wo bleiben da die wirklich wichtigen Dinge wie Verständnis, Respekt, Hilfe, Anerkennung und Wertschätzung.
    Gerade im Job unerläßlich, aber in den wenigsten Fällen umgesetzt...

    We have to work for a better world...

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