Donnerstag, 17. Mai 2012

Elf Fragen von schmerzwach an den Autoren Tino Kempe

Der Berliner Autor Tino Kempe wurde am 18.12. im Dorf Ottersleben bei Magdeburg geboren. Mit 14 Jahren schrieb er erste Gedichte und Songtexte. Inspiriert von diversen Filmen, wagte er sich mit 16 Jahren erstmalig an ein Drehbuch. 2011 erweckte er seine Internetserie „MARVIN“ zum Leben und ging somit erstmalig mit einem Projekt unter seinem eigenen Namen an die Öffentlichkeit. Es folgten unter „Tino Kempe“ die mystische Kurzgeschichte „Raum und Zeit“ und die Erzählung „Eine kleine Weihnachtsgeschichte“ in Zusammenarbeit mit Heidi Dahlsen. Als Dankeschön an seine Fans schrieb er eine Bonusfolge von „MARVIN“ mit dem Titel „Der betrunkene Weihnachtsbaum“. Weitere Informationen auf facebook.com/TinosSeite und facebook.com/marvinsanfrage

1. Wer bist du?
Diese Frage habe ich einem Fahrkartenkontrolleur auch mal gestellt. Seine Antwort war: „Der Schuldenmacher, wenn ich nicht gleich das Ticket sehe.“ Nun, ich bin ein Mensch, der die nüchtern, ironischen Seiten des Lebens sieht und diese verarbeite ich als Autor in meinen Geschichten. 
2. Was machst du?
Für gewöhnlich hole ich Luft, um es zu umgehen, dass ich ersticke. Parallel dazu schreibe ich Kurzgeschichten, in denen ich mich immer wieder neu (er)finde. Wer den Verlauf meiner geschriebenen Worte folgt, findet schnell heraus, dass ich mich immer wieder neuen Themengebieten hingebe. Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht entscheiden kann. Der Fixpunkt ist dabei immer der Alltag und die Anlehnung an die Realität. Ich picke mir die guten Seiten heraus und verwende diese in meinen Projekten. 
3. Woher kommst du und wohin möchtest du?
Der Startschuss fiel in Magdeburg. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass ich dort damals von einem verwirrten Storch vergessen wurde. Ursprünglich war er auf dem Weg in meine mir vorbestimmte Heimatstadt. Doch nach einem Zwischenstopp, da er noch ein Brot und Belag kaufen musste, hatte er es wohl sehr eilig und nahm nur die Einkaufstüten mit. Nach zwanzig Jahren des vergeblichen Wartens beschloss ich, ihn zu suchen und zur Rede zu stellen. Aufgehalten wurde ich dann von den vielen, bunten Lichtern Berlins. Diese stellten sich später allerdings als wechselnd eintönige rot-gelb-grün Konstellation heraus. Trotzdem blieb ich und entwickelte meine Zuneigung zum Schreiben. Wenn ich eines Tages auf mein Leben zurückblicke, möchte ich sagen „Vergiss den Storch. Ich bin meinen Weg gegangen und das ist gut so!“
4. Warum bist du Künstler geworden?
Ich glaube daran, dass jeder ein Stück Talent mitbekommt. Egal ob es sich dabei um das Singen, Schreiben oder das besonders gute Schnürsenkel flechten handelt. Es stellen sich eher die Fragen: `Was mache ich daraus? ´ und `Wie viel Ausdauer bringe ich mit? `Ich für meinen Teil kann nur sagen: Mein Kunsttacho schlägt aus, wie die Kohlensäure aus einer geschüttelten Colaflasche.
5. Welche Ziele hast du?
Als geborener Abenteurer suche ich immer wieder neue Herausforderungen. Die Ziele ergeben sich dabei automatisch und fügen sich zusammen, wie ein Puzzle. Wenn ich zum Beispiel ein Vorhaben angehe, gestalte ich zunächst das Grundgerüst. Denn der Weg erwirkt das Resultat und nicht das angestrebte Idealergebnis, welches oft nur schwer bis gar nicht zu erreichen ist. Daher verforme ich nicht die Straße, sondern das Ziel.
6. Wer oder was inspiriert dich?
Eindeutig meine Freunde. Sie geben mir immer wieder interessante Basen und Anregungen für neue Ideen. Doch auch das Leben selbst beeinflusst mich. Es steckt voller Ironie, Leidenschaft und Emotionen. So wie Musiker Symphonien schreiben und Schauspieler sich in Rollen ausdrücken, verarbeite ich diese Wucht an Eindrücken in Worten.
7. Wann bist du glücklich?
Ich freue mich immer wieder, wenn es meinen Mitmenschen, Freunden und Bekannten gut geht. Dann bin ich auch zufrieden. Wirklich glücklich kann aber auch ein Schnitzel mit Käse machen.
8. Wie sieht dein perfektes Leben aus?
Wäre es perfekt, würden wir immer noch etwas finden, um zu meckern. Da bin ich mir sicher. Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Genau das macht es zu einer einmaligen Reise. Ich möchte mich gut fühlen. Um das zu erreichen, bin allein ich verantwortlich. Daher ist mein „perfektes“ Leben das, welches ich führe. 
9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König von Deutschland wärst?
Ich bin mir nicht sicher, ob ein Tag für meine Vorhaben genügt. Doch ich würde es wohl wagen eine Zufriedenheitsumfrage zu starten und Verbesserungsvorschläge einzuholen. Diese notiere ich dann auf Post-its und klebe sie dem nachfolgenden König/der nachfolgenden Königin auf den Mahagonischreibtisch.
10. Wovon hast du als Kind geträumt?
Dass ich den Sandmann mit seinem Schlafsand eines Tages überlisten werde. Doch das Gewissen, welches sich auch „Mutter“ nennt, gestaltete dieses Vorhaben enorm schwierig. Denn sie war der Meinung, dass ich trotz meiner Wehrversuche müde war. 
11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht?
Realitysoaps und Besserwissern entsage ich gern. Worauf ich nicht verzichten möchte, ist, die Freiheit mein eigenes Leben zu führen.

Kommentare:

  1. Ein schönes Interview - so wie man unseren Tino kennt.

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  2. Ich kann meinem Vorkommentator nur zustimmen. Es ist als säße Tino vor einem. :-)Eine sehr erfrischende Seele. :-)

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  3. DAS ist TINO <3

    Tino... ist nicht einfach nur Tino...
    Tino ist ein Mensch mit so vielen so
    tollen Facetten... Tino ist Leben...
    Tino ist Gefühl... und Tino ist Liebe!
    Für mich ein toller Freund, kleiner Bruder,
    guter Zuhörer... und noch viel mehr! Tino!!!

    Bruni Rentzing

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  4. Ja mir gefällt das Interview auch obwohl ich dich nicht so gut kenne , liebe grüße Karooooooooooooooooooooo mit grins

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  5. Einfach nur klasse dieser Mensch Tino..Schön dich als Freund zu haben..vielleicht komme ich mal nach Berlin..und lasse mir die Stadt zeigen.. Freddy Krüger

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