Freitag, 22. Oktober 2010

Peter Lindbergh im c/o in Berlin



Unsere geliebte Milla Jovovich, wir lieben sie nicht nur wegen ihrer wundervollen Filmrollen (Resident Evil), wegen ihrer wundervollen Musik (The Divine Comedy - ein Wahnsinns-Album!), sondern vor allem wegen ihrer Fotogenität, ja, fotografiert werden ist eine Kunst. Doch auch das Fotografieren ist eine hohe Kunst, vor allem, wenn man es wie Peter Lindbergh hier auf dem Foto schafft, schöne Fotos so aussehen zu lassen, als wären sie Schnappschüsse, und sie trotzdem kunstvoll erscheinen. Nein, Peter Lindbergh ist nicht "nur ein Modefotograf", er ist ein großer Künstler, ein Geschichtenerzähler, denn mit seinen Fotos lichtet er nicht nur schöne Frauen in schönen Gewändern ab, nein, er erzählt Geschichten in diesen Bildern.



Diesen wundervollen Fotografen würdigt nun das c/o in Berlin eine große Ausstellung, die wirklich spannend aufgebaut und zusammengesetzt ist.





Zur Ausstellung:

Peter Lindbergh . On Street
Photographs and Films . 1980 – 2010

25. September 2010 bis 09. Januar 2011

„What's so striking about black and white photography is how it really helps a sense of reality to come through.“ – Peter Lindbergh

Kraftvoll und fragil, gradlinig und verspielt, emanzipiert und sinnlich – Peter Lindberghs Fotografien sind weit mehr als künstliche, unterkühlte Modeaufnahmen. Hinter artifziellem Styling und Make-up
wird in seinen melancholischen, ungeschönten Bildern die Intimität und das Wesen der meist weiblichen Porträtierten sichtbar. Ob Sharon Stone, Madonna, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Naomi Campbell, Jeanne Moreau, Penélope Cruz, Catherine Deneuve oder Uma Thurman – einfühlsam und reduziert spürt Peter Lindbergh das Individuum hinter dem Starkult in all seiner Stärke und zugleich Zerbrechlichkeit auf.

C/O Berlin präsentiert mehr als 200 Bilder und Filme aus dem Gesamtwerk von Peter Lindbergh – von seinen Klassikern und Ikonen
der Modefotografie bis hin zu den Invasion-Bildern und der Berlin-Serie aus der Vogue von 2009. Die Ausstellung gibt zudem anhand bislang nie veröffentlichten Archiv-Polaroids sowie Filmdokumentationen Einblicke in die Arbeitsweise des Starfotografen.

(Quelle: http://www.co-berlin.info/programm/exhibitions/2010/peter-lindbergh.html)

Besonders spannend an dieser Ausstellung ist, dass sie aus drei Teilen besteht. Im ersten sind viele Berlin-Bilder zu finden, eine Stadt, die der Künstler seit zwanzig Jahren eingehend studiert und in all ihren Divergenzen und Verwerfungen einfängt. Außerdem werden zwei Serien erstmal ins Beziehung zueinander gesetzt: "On Street" and "Looking Art", in denen das Motto ist, dass Peter Lindbergh jeden Ort zum Studio werden lässt. Er greift dabei auch sehr auf die Ursprünge der Fotografie zurück. Im dritten Teil lässt man den berühmten Ausstellungsmacher Klaus Honnef eine Auswahl von fotografischen Ikonen treffen, mit denen Peter Lindbergh berühmt geworden ist. Klaus Honnef versuch auch den nicht so bekannten Fotos Raum zu geben. Sehr gelungen, wie ich finde.


Besonderns angetan war ich immer dann, wenn die wundervolle Veruschka von Peter Lindbergh abgelichtet wurde. (siehe oberes Bild) Veruschka - das erste Model aus Deutschland, und einfach eine coole Sau, wenn man das über eine Frau in den Siebzigern sagen darf.

Eine sehr gelungen Ausstellung, unbedingt sehenswert, wenn man die Chance erhält, nach Berlin zu kommen vor dem 9.1.11.

Kommentare:

  1. Ich war vorgestern in der Ausstellung. Sämtliche Bilder von Veruschka sind aufgrund eines Rechtsstreits verhüllt. Sehr enttäuschend.

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