Freitag, 13. August 2010

Lieber ABK, die Arbeit...

http://aspiranten.blogspot.com/2008/10/
deichkind-arbeit-nervt.html
Im Moment habe ich oft das Bedürfnis, jemanden vom ABK anzurufen und ihn zu fragen, ja, Löcher in den Bauch zu fragen. Gehen wir nach der Maslowschen Bedürfnispyramide habe ich sowohl die physiologischen Bedürfnisse (ich habe eine Wohnung, Essen, Trinken, Sex) genauso befriedigt wie die Sicherheitsbedürfnisse (hier in Deutschland ist Frieden, ich habe meist meine Ruhe, einen sicheren Arbeitsplatz, bin ausgeglichen), auch die Liebesbedürfnisse sind befriedigt (der schönste Mann der Welt lebt mit mir zusammen, ich habe Freunde, fühle mich zu anderen Menschen und zu meinen Cliquen dazugehörig), selbst die Selbstachtungsbedürfnisse (Selbstvertrauen, Wertschätzung oder Anerkennung) scheinen zumeist geschafft oder erreichbar zu sein, doch die letzte Stufe? Was ist mit der letzten Stufe? Die Selbstverwirklichungsbedürfnisse? Ich führe sicherlich ein kreatives Leben, meist ist es auch ausgefüllt, ausgefüllter als das der meisten Menschen, die ich kenne, und doch, und doch, lieber ABK, und liebe Freunde, ist mein Leben sinnvoll? Habe ich meine Berufung gefunden? Häufig mache ich mir Gedanken, lese Bücher wie "Finde den Job, der dich glücklich macht" von Angelika Gulder oder "Die sieben Lügenmärchen von der Arbeit" von Marco von Münchhausen. Ich rufe den ABK an und diskutiere stundenlang die Thesen, die ich in den Büchern lese. Bei der Arbeit diskutiere ich ebenfalls. Den schönsten Mann der Welt nerve ich wohl bereits mit meinem Lamentieren. Doch ich komme nicht weiter. Nur eines weiß ich: Es muss anders werden! Nur wie? Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Und der ABK auch nicht. Wir diskutieren. Wir Lamentieren. Wir ärgern uns. Wir schimpfen. Wir werden laut. Und wir haben sicherlich einige "Wahrheiten" entdeckt. Doch nicht "die Lösung", die es natürlich nicht gibt, die es nicht geben kann, weil dafür "das System" sich ändern muss - und davor haben fast alle Menschen Angst. So wie die meisten Angst haben, ihre eigene Wahrheit kundzutun, weil sie dann vielleicht nicht mehr geliebt werden könnten oder rausgeschmissen würden, weil sie finanzielle Einbußen hätten, die Freunde sie scheel anschauen oder arbeitslos werden könnten, oder oder oder... Authentisch sein möchte jeder, kann dies aber nur selten tun. Ja, es gibt Regeln!!! Kotz, würg, nerv. Ja, ich weiß, dem Chef sollte man nicht unbedingt sagen, wie bescheuert man den Job findet. Das weiß jeder! Aber wenn dies nun doch der Fall ist? Wenn so viele Dinge falsch laufen und man damit unglücklich ist? Die Motivation verliert? Nicht mehr ganz so produktiv ist, wie man sein könnte? Nein, trotzdem nicht erzählen? Natürlich nicht erzählen! Weil es bei jedem doch so ist. Und bei wem nicht? Das möchte ich sehen! Die sollen sich hier ganz schnell melden! Und mit mir und dem ABK darüber diskutieren. Sofort!

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