Montag, 5. August 2013

schmerzwach reist: Karlsruhe, illuminiert


"Home is where the Heart is ...", sangen Lynyrd Skynyrd einst. Wenn ich nach Karlsruhe fahre, frage ich mich immer, ob das meine Heimatstadt ist. Mit Kehl hatte ich mich nie identifizieren können, Geburtsstadt, Stadt, in der die Familie verhaftet war und ist. In Kehl wollte ich immer woanders sein, Kehl war wirklich keine Heimat. Karlsruhe war vor allem deswegen Heimat, weil da die Menschen sind, die mich in meinen Zwanzigern begleiteten und prägten. In dieser Stadt wohnen noch immer sehr gute Freunde. Die ich hier vermisse. Die ich gerne bei mir hätte. Jetzt. Doch ich bin in Frankfurt verhaftet. Meine neue Heimat. Heimat ist da, wo meine Liebsten sind, Heimat ist in Karlsruhe, Heimat ist aber gerade noch mehr in Frankfurt. F. und A. werden in Karlsruhe bleiben - gerade haben sie ein wunderschönes Häuschen gekauft, mit großem Garten, alles total schnuckelig und ich bin ein bisschen neidisch. Nein, nicht neidisch, ich freue mich so sehr für sie. Und ich freue mich jetzt noch mehr, sie immer wieder zu besuchen. Sie sind da, sie sind meine Heimat. 
Meine Freunde sind crazy, sie sind nicht Berlin und trotzdem crazy - auf dem Boden geblieben und trotzdem crazy. Super! F. illuminiert sehr gerne, das war schon immer so. Auch im neuen Häuschen, auch im neuen Garten. :-) Voll schön. Wir chillten den ganzen Tag. Mein Reisetag war also heute mal nicht mit stundenlangem Marschieren, Sightseeing etc. verbunden, sondern mit entspannen, quatschen, mysteriöse Cocktails trinken, mysteriöse Spielen spielen. Und mit einem Riesenhund der riesengutmütig war. Auch das noch. Heimat ist da, wo man sich wohl fühlt. Und das kann überall auf der Welt sein, im kleinsten Kaff, in der größten Megalopolis - so lange deine Freunde um dich herum sind, die Menschen, die du liebst ... - und für die reist man gerne mit der Deutschen Bahn - auch wenn die Züge 50, 70, 90, 120, 460 Minuten Verspätung haben ... 





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