Donnerstag, 8. August 2013

schmerzwach reist: Heppenheim


Ich bin ja ein großer Auto-Fan. NICHT. :-) Deswegen interessiere ich mich sehr für Formel 1 und co. Ich meine, ist doch VOLL spannend, dass da ein paar Autos gefühlte 500 Runden drehen, und dann gewinnt mal ein silbernes, mal ein rotes oder blaues Auto. Wer gewinnt eigentlich? Keine Ahnung. Im Zweifelsfall Sebastian Vettel. Und früher immer der Schumacher. Einer von beiden, keine Ahnung. Nach Ayrton Sennas Todesfahrt habe ich beschlossen, Formel 1 nicht mehr zu schauen, so sieht es aus ...
Nun gut, Sebastian Vettel kenne ich natürlich. Und der kommt aus Heppenheim und ist auch schon Ehrenbürger da. Nicht, dass das der Grund wäre, warum ich mir Heppenheim ausgesucht hatte. Aber Weinheim, Ladenburg und Bensheim kannte ich schon ... :-)
Ich brauchte einen Ort, den ich gut erreichen kann und an dem ich abends noch rechtzeitig nach Hause kommen sollte. Die Bergstraße ist gut angebunden. Und die Bergstraße ist wirklich schön. Die gesamte - da bin ich mir sicher. Das sieht man schon vom Zug aus ...
Ich hatte überlegt, ob ich einen Tag aussetze, ich war langsam müde geworden, aber andererseits hatte ich trotzdem diese innere Unruhe. Ich MUSSTE weg. Ich muss jeden Tag weg. Bahn fahren. Bücher lesen. Texte schreiben. Frei sein. Wie ein Vogel - nur eben im Zug. Noch kann ich nicht fliegen, dann nehme ich das andere. Ist auch weniger anstrengend. Meistens. Also, wenn Züge fahren. Und nicht so viele Leute drin sind. Um ehrlich zu sein: ich habe keine gute Zeit im Moment. Vieles drückt mich, vieles macht mich fertig. Und es gibt wirklich nicht vieles, was mich erheitert, wieder auf den Boden bringt. Zug fahren gehört aber dazu. Dieses Unterwegs sein. Das macht ruhig. Das bringt mich runter. Und schöne, alte Gebäude anzuschauen. Das relativiert das alles. Mein kurzes Leben, meine Nichtigkeit ... Gegen dieses große Ganze ...
Heppenheim ist wirklich schön, die Altstadt zumindest. Alles, was in der Einkaufszone gebaut wurde, ist hässlich, aber so ist das oft in diesen Städtchen mit einem alten Kern - Neubauten können nur hässlich und unpassend daneben wirken. Leider habe ich nicht so passendes Wetter mitgebracht, leider, leider. Es regnete die ganze Zeit - nicht gut fürs Sightseeing. Er verhinderte, dass ich mir ALLES anschaue. Einen Eindruck habe ich trotzdem. Und den Beschluss gefasst, irgendwann mal alle Bürgchen und Schlösschen in der Bergstraße anzuschauen. Wandern und anschauen. Irgendwann nervte der Regen zu sehr, es gab einen kurzen, starken Schauer - und ich flüchtete mich in das Restaurant Mama Maria und aß fette Pizza und trank regionales Pils. Lecker und eine richtig nette Atmosphäre da. Essen ist der größte Genuss (weswegen schmerzwach im September zum Foodblog wird, endlich). :-) 













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