Montag, 21. März 2011

Kitchen Stories TWELVE

Doch wie ist es nun, wenn ich möchte, dass meine Bücher von einem Verlag verlegt werden? Ist deren Job, also von den Verlegern, irgendwie. Mein Job ist es, ihnen meine Manuskripte schmackhaft zu machen. Doch es fängt schon damit an: Welches Genre wollen sie eigentlich? Naja, Lyrik lässt sich nicht verkaufen, sagen sie, mh, und was ist mit kookbooks oder luxbooks Verlag? Erzählungen lassen sich nicht verkaufen, sagen sie, mh, da müsse man schon ein großer Schriftsteller sein. Mit Erzählungen anfangen: schon ganz vernünftig. Aber dann müsse man diese in Zeitschriften und Anthologien unterbringen. Die dann wer liest? Vermutlich Verleger, die neue Talente suchen, die dann... was schreiben? ROMANE. Okay. Romane dann eben. Schreibe ich euch. Kein Problem. Aber wie bekomme ich den unter? Ein Exposé muss also her. Doch wie schreibt man so eines? Das nächste Hindernis also. Es soll Interesse machen, den Roman schmackhaft, es soll kurz und prägnant sein, alles Wichtige soll drin stehen, aber dann doch auch nicht zu viel verraten. Vielleicht eine Art Slogan zu Beginn des Textes, um es schön zu bewerben? Ein kleiner Vergleich mit bisheriger Literatur, nun, aber dann mit Autoren aus der zweiten Reihe, nicht gleich die Großen auspacken, nicht auf Konkurrenz für Nobelpreisträger machen und so. Ach ja, keine leichte Sache. Und dann noch ein Anschreiben, das clever geschrieben ist, das dich als Autor und als Persönlichkeit interessant macht, das die Leute dazu bringt, das Exposé zu lesen. Aber bringt das alles etwas, wenn sie dies alles plus Leseproben von einer ihnen völlig unbekannten Person entgegen nehmen? Mh. Das wird wohl das Thema der nächsten Kitchen Story sein...

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