Samstag, 13. April 2013

Elf Fragen von schmerzwach an die Autorin Valeska Réon



Valeska Réon wuchs bei Ihrer Tante in Düsseldorf und New York auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Visagistin, zwischendurch machte sie einen Abstecher in die Modelbranche und hing dann eine Weiterbildung zur Maskenbildnerin mit dem Schwerpunkt Gesichtsprothetik (Epithetik) an. Vor einigen Jahren gründete sie eine Privatdetektei. Nebenbei ist sie als Vortragsrednerin im deutschsprachigen Raum unterwegs mit Themen wie: „Die neuen 40plus-Frauen: rau, reif und renitent“,  „Freundin, Putzfrau oder Göttin? Wie Männer unser Selbstbild kreieren“. Ihr Romandebüt ‚Blumen für ein Chamäleonʻ erschien im Frühjahr 2012; der Stoff wird im kommenden Jahr durch den Filmemacher Jakob M. Erwa unter dem Titel ‚TRANSMORPHOSE‘ verfilmt. Unter Pseudonym schrieb sie drei Sachbücher, als Taschenbuch veröffentlicht bei Ullstein Buchverlage, als Hardcover-Edition im Weltbild-Verlag und als Übersetzung im ikar-Verlag.
Im September 2013 erscheint ihr Psychokrimi „Das falsche Spiegelbild“ im Südwestbuch Verlag. Eine Geschichte, die in London und Dortmund spielt über eine Frau, die die Erinnerung an ihr altes Leben nach einem Mordversuch verliert, um sich danach völlig neu wieder zu finden.


1. Wer bist du? 
Das frage ich mich auch oft. Meine Freunde nennen mich nicht umsonst Chamäleon.
2. Was machst du? 
Schon als Kind habe ich Personen erfunden, die es gar nicht gab. Heute kann ich das als Autorin auf ganz „legalem“ Wege machen, ohne dass mich jemand dafür in Therapie schicken wollte. Und es waren nicht wenige, die das früher allzu gern getan hätten. So lebe ich heute mit all meinen Buchcharakteren, die ich mir ausdenke, in einer glücklichen und manchmal auch chaotischen Gemeinschaft.
3. Woher kommst du und wohin möchtest du? 
Manchmal glaube ich, schon so viele Leben gelebt zu haben, dass ich gar nicht mehr weiß, woher ich eigentlich komme. Aber wohin ich möchte, das weiß ich, nämlich genau dahin, wo ich zurzeit bin.
4. Warum bist du Künstler_in geworden? 
Jeder Mensch sollte der Welt etwas Positives hinterlassen, worüber sich alle freuen und jeder gern an einen zurückdenkt. Da ich nicht singen oder malen kann, ist es bei mir das Schreiben.
5. Welche Ziele hast du? 
Die nächsten fünfzig Jahre spannende, lustige und vielleicht auch vollkommen verrückte Bücher zu schreiben.
6. Wer oder was inspiriert dich? 
Jeder und alles, was außerhalb der Norm ist. Leider ist unsere Welt für meinen Geschmack ein wenig zu gleichgeschaltet, wogegen ich immer gekämpft habe. „Du bist völlig durchgeknallt“ oder „Du bist so anders“ ist also keine Beleidigung in meinen Ohren.


7. Wann bist du glücklich? 
I’m my own universe – also immer! Momentan machen mich die 
positiven Reaktionen meiner Leser mehr als glücklich. Danke dafür!
8. Wie sieht dein perfektes Leben aus? 
Gibt es das perfekte Leben? Ich weiß es nicht. Ich wollte nie ausbalanciert leben, nichts ist mir ein größeres Gräuel als ein Leben im Reihenhaus mit einem gepflegten Vorgarten vor der Fassade und Tupperpartys dahinter. Aber da bei mir immer so viel in Bewegung ist, wird mein Leben immer dann perfekt, wenn ich ein interessantes Projekt „vor der Brust“ habe. Und das ist zurzeit eigentlich ständig so.
9. Was würdest du tun, wenn du ein Tag lang König_in von Deutschland wärst? 
Oh ja, erwischt, noch so ein Traum von mir! Ich würde meiner (an diesem Tag) Kollegin Angie Merkel einen Stylisten aufs Auge drücken, Hartz IV abschaffen – und alle Kinder hätten „Wie lebe ich mein Leben glücklich?“ als Schulpflichtfach. Natürlich würde ich das so einfädeln, dass nichts davon wieder rückgängig gemacht werden kann.

10. Wovon hast du als Kind geträumt? 
Berühmt zu werden und mit sechzig meine eigene Stiftung zu gründen. Wofür auch immer.
11. Worauf könntest du verzichten und worauf überhaupt nicht?
Verzichten: Auf Tiere, wenn sie tot auf dem Esstisch liegen. Must have: meine vierbeinigen Tiere. Hunde sind die treuesten Lebewesen.

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