Mittwoch, 17. Februar 2010

Kränk - Take Two

Wo fange ich nur mit dem Erzählen an? Mit welchen widerlichen Details belästige ich euch zuerst? Letzter Stand: Blut läuft aus der Nase. Ist eben so. Regen Sie sich ja nicht darüber auf, Herr Schmerzwach, ist eben so, wenn die Tamponade rauskommt. Ja, vielen Dank, Herr Doktor! Gefühlte eine Million Medikamente, die ich nun einsetzen muss, aber nicht schneuzen, bitteschön! Schon am Montag fing es mit der Fließbandabfertigung beim Anästhesisten an, was Neues habe ich da nicht erfahren, außer dass meine Hausärztin, die Quick (Blutgerinnung) vergessen hat zu überprüfen. Also, morgen vor der OP nochmal. Ahja, alles klar. Was ist QUICK fragt mich dann die Krankenschwester. Die Kompetenz schreit aus ihr heraus. Ich fühle mich in kompetenten Händen. Hoffentlich kriege ich einen anderen Anästhesisten als den, der sich nicht einmal die Mühe gibt, meinen Namen richtig auszusprechen.
Ich bin ja wirklich nicht für Krankenhäuser geboren. Kann keine Tabletten schlucken, ein Trauma, kann nicht schlafen, diesmal liegt es nicht nur daran, dass ich eben meine normale Schlafstellung nicht einnehmen kann (wegen der Nasen-OP), sondern auch wegen Schweinchen Dick im Bett nebenan, er schnarcht laut und unerquicklich. Die Geräusche sind unheimlich, genauso wie seine Lache und sein Blick. Der schönste Mann der Welt hat Angst vor ihm, als er ihn sieht. Zwei Nächte also nicht geschlafen. Meine Nerven sind völlig unten. Mein Kopf schmerzt... Aber dank der Schlaflosigkeit habe ich alle Medaillen Deutschlands live mitgekriegt bei dieser dammischen Winterolympiade.

1 Kommentar:

  1. arme nase nase ... meine oma sagte immer: die schönste krankheit ist nichts ...

    behalt deinen humor, genieß deinen schönen mann und gute besserung

    ... ich schau mal wieder vorbei, gefällt mir sehr wie du schreibst

    AntwortenLöschen