Freitag, 21. September 2012

Beirut - Konzert am 19/09/12 in der Columbiahalle in Berlin

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Seit fast sechs Jahren höre ich nun Beirut, habe immer mindestens ein Album oder mehr von ihnen auf meinen MP3-Playern, iPODs und iPhones, höre sie auf Spotify, beim Schreiben - satt hören kann ich mich nicht an ihnen. Jedes Lied gefällt mir von ihnen, jedes! Es gibt weniger Bands/ Sänger, die so einen Eindruck auf mich machen/ gemacht haben, die so sehr meinen Musikgeschmack treffen, für die ich sogar in ein anderen Land reisen würde, um sie einmal live zu sehen. Aber live hatte ich sie tatsächlich noch nie gesehen - denn Zach Condon, der Sänger, sagte die letzten Konzerte in Deutschland ab, als ich vor ein paar Jahren Karten für das Münchner Konzert hatte. Auch diesmal sicherte ich mir ganz schnell Tickets, denn ich dachte mir, dass es schnell ausverkauft sein wird, dieses Konzert. Und wenn er wieder krank wird, schwor ich vor meinen Freunden, würde ich in die Staaten fahren und mein Konzert endlich einfordern! Beirut, eine amerikanische Folkband, ja, Indie Folk würde ich es fast nennen, und zwar Indie Folk, der auf Balkan-Folklore trifft, einen reizvolle Mischung - und eine Mischung, die mich glücklich macht, die meine musikalischen Leidenschaften zusammenführt. Beirut, so hatte ich auch den Eindruck bei diesem wunderbaren Konzert, ist eine Band, die man besonders mag, weil man eine Affinität dazu hat, oder die einen gleichgültig lässt. Etwas dazwischen gibt es eigentlich nicht - es sei denn, man möchte es nicht so richtig zugeben, weil Beirut in bestimmten Kreisen ja doch einen guten Ruf hat. ;-) Die Stimmung war einfach bombig in der Columbiahalle, wedder meiner wunderbaren Begleitung noch mir war vorher klar gewesen, dass Beirut Pärchen-Musik macht, aber irgendwie waren da schon sehr viele Pärchen. ;-) Zach Condon ist ja eigentlich hassenswert: Er ist noch sehr jung, dafür, dass er schon so erfolgreich und lange im Geschäft ist, und er ist genial. Ja, wirklich: ER kann sehr gut singen (will auch!!!), beherrscht das Spiel auf mehreren Instrumenten, komponiert und textet. Er kann sowohl diese Folk-Musik als auch Elektronisch - was kann er nicht? Immer wieder standen mir Tränen in den Augen, weil mich die Musik so berührt hat, immer wieder dachte ich: DAS ist jetzt mein Lieblingslied, und dann merkte ich kurze Zeit später, ach nein, das auch, von Beirut habe ich einfach mehrere Lieblingslieder. Wie konnte ich so lange Zeit ohne Konzert von Beirut auskommen? Sagt mir das! Die ganze Zeit dachte ich: Ey, dieses Konzert zeigt mir, was das Schöne an solchen Events ist, wie cool es ist, mit Leuten irgendwo zu sein, die das schätzen, was man schätzt, die Emotionen dabei haben, die man spürt, die sich gerade genauso freuen wie man selbst. Es zeigt, dass so schön und so toll digitalisierte Aufnahmen sind, sie doch nicht die Live-Musik ersetzen können, auch keine Mitschnitte von Konzerten, so wie auch eine Lesung im Internet etwas anderes ist, als wenn man dem Lesenden gegenübersitzt, ihn spürt, direkt hört und sieht...

Kommentare:

  1. Ich liebe die Musik von BEIRUT wirklich sehr und schätze auch das tolle Konzert miterlebt zu haben, aber die Stimmung war nicht bombig sondern, wie so oft in Berlin, eher mäßig bis schwach. Die Band hat´s gemerkt und war auch enttäuscht; das hat man gesehen. Schade. Es gab wirklich bei allen BEIRUT-Konzerten in den letzten Jahren, die ich miterleben durfte (z.B. in London und Prag) eine wesentlich euphorische Stimmung, die bei der besonderen Klasse der Band auch angebracht ist. Berlin vor einigen Jahren im Astra hat gezeigt, dass hier auch ein wirklich an der jeweiligen Musik begeistertes Publikum existieren kann. Meist hat man in B aber den Eindruck, dass die meisten nur kommen, weil Radio und Presse die Musik pushen und man mal dabei gewesen sein muß.

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  2. mein eindruck war ein anderer, aber keine ahnung, vielleicht weil wir ganz oben standen und die leute bei uns so richtig gut gelaunt waren, mitgegangen sind, mitgesungen haben... bei uns war superstimmung

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