Sonntag, 17. Februar 2013

Fortsetzungsroman: Moody Blue 26

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Hey, darf ich dich fragen, mit wem du zusammen warst, Christine? Muss das sein? sagte sie nervös. Ich erzähle es niemandem, sag es mir bitte, es ist wichtig. Rouven. Rouven?! Christine, ich mag ihn sehr gerne und er mich. Schon klar, sagte sie, nur möchte ich nicht, dass es jemand erfährt. Ich dachte, er erzählt es herum, wandte ich ein. Aber nicht, dass ich das Mädchen war, erklärte sie. Okay, ich habe verstanden, danke, Christine. 
Rouven kannte ich schon einige Jahre; als er etwa elf war, trainierte ich ihn ein paar Mal, ich fand ihn so schrecklich goldig, blond, blau-äugig, engelsgleich, allerliebst lächelnd, ein Typ, der alle Mädchen haben kann. Er kam bald nicht mehr, ich verlor ihn aus den Augen. Der Zufall wollte es, dass er mit einem guten Freund von mir Tennis spielte; als derjenige eine Party organisierte, lud er auch den Süßen ein und so trafen wir wieder aufeinander. Wir verstanden uns gut, kloppten uns die Tennisbälle um die Ohren und ich rief ihn oft an, wenn irgendwo Partys stattfanden; allerdings hatte unser Kontakt wieder etwas abgenommen. Ich mochte ihn noch immer. Er erzählte mir, wie er zu Christine stieß, wie er sich von den anderen aufgeilen ließ, dass er es dann mit seiner Schulkameradin tat, während er die anderen weiter beobachtete. Ich fand die sehr pervers, meinte er, was die alles getrieben haben, oi, oi, oi. Was taten sie danach? fragte ich ihn. Nach dem Sex, sagte er, liefen sie erst einmal eine Weile im Kreis, sangen irgendwas vor sich hin. Was? fragte ich. Ich weiß es nicht, antwortete er, es wirkte irgendwie wie eine Anbetung. Wen beteten sie an? wollte ich wissen. Das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass sie nackt herumtanzten und sangen und dass ich das Mädchen geil fand, sie machte mich heiß auf Christine. Und was passierte dann? Sie legten sich alle drei nackt auf zwei Decken, tranken Whiskey-Cola und schwiegen. Sie sagten nichts? fragte ich nach. Nein, gar nichts, antwortete er. Sie formten nicht einmal die Lippen? fragte ich. Nein, nicht einmal das. 
Was machten sie danach? wollte ich wissen. Ähm – sie zogen sich an und gingen, meinte er. Wohin? Wohin, weiß ich nicht, aber auf der Party waren sie nicht mehr. Bist du sicher? fragte ich. Ja. Du glaubst, dass sie nach Hause gegangen sind? Ja. Wieviel Uhr war es da? Halb zwei. Halb zwei? Ja. In Ordnung; sag mal, weißt du noch irgendetwas, was die drei an diesem Abend getrieben haben? fragte ich. Nein, sagte er. Gibt es irgendwelche Gerüchte um die drei? Nein, ich kenne keine. Hast du sie vorher schon einmal gesehen? fragte ich ihn. Nein, ich habe noch nie eine der drei Personen bewusst gesehen. Danke, Rouven, du hast mir sehr geholfen, sagte ich. Gern geschehen, sagte er. Vielleicht sehen wir uns demnächst einmal, Ciao, verabschiedete ich mich. Ciao.

Sechs

As Long As You Love Me

Althoug loneliness has always been a friend of mine
I´m leaving my life in your hands
People say I´m crazy and that I am blind
Risking it all in a glance
How you got me blind is still a mystery
I can´t get you out of my head
Don´t care what is written in your history
As long as you´re here with me

Chorus
I don´t care who you are
Where you´re from
What you did
As long as you love me

(Backstreet Boys)

Alejandro liebte neuerdings die Backstreet Boys und vor allem Nick, was ich überhaupt nicht nachvollziehem konnte. Aber selbst mir gefallen einige Lieder von den BSB´s, vor allem „Quit playing games“ und „As long as you love me“. Nachdem mich Levents Schwester angerufen und ich mit ihr ausgemacht hatte, mich am nächsten Nachmittag mit ihr zu treffen, telefonierte ich mit Tobi, ich sagte, ich käme ihn gleich besuchen, er solle mir erklären, wo er wohne. Danach redete ich mit Alejandro, ich versuchte ihn zu überzeugen, dass ich hingehen müsse, um mehr zu erfahren. 

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