Donnerstag, 26. Mai 2016

SWITCH-Kultur: „RotZSchwul“ – Lesung und Zeitzeugengespräch Vernissage: TRESPASSING mit Ataman

26.05. um 19:00
Switchboard Bar.Café Frankfurt
Alte Gasse 36, 60313 Frankfurt am Main

Die SWITCH-Kultur geht auf Zeitreise… Wer die moderne Schwulenbewegung verstehen will, tut gut dran, ihre Anfänge zu erforschen. Die „Rote Zelle Schwul“ bietet die beste Gelegenheit dazu: „RotZSchwul“ war eine Gruppe schwuler Männer in Frankfurt am Main, die in der ersten Hälfte der siebziger Jahre für die Sichtbarmachung von Homosexualität und die Emanzipation von Schwulen kämpfte. Die Gruppe um den Sexualwissenschaftler Martin Dannecker gründete sich nach dem Praunheim-Film 'Nicht der Homosexuelle ist pervers...' und traf sich regelmäßig von 1971 bis 1975. Die Aktivisten organisierten u.a. die erste Homo-Demo in Frankfurt und waren bei der ersten bundesweiten Kundgebung in Münster mit dabei. Jannis Plastargias wird aus seinem Buch vorlesen, er begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die er in Interviews und anhand zahlreicher Fotografien und Archivmaterial mit der Gegenwart verknüpft - ein subjektiver Bericht über eine revolutionäre Gruppe der westdeutschen Schwulen-Emanzipationsgeschichte. Zu Gast werden auch Zeitzeugen da sein, die aktiv in der Gruppe dabei waren um über diese Zeit zu berichten.

Um 19 Uhr startet unsere Vernissage: „Trespassing“ lautet der Titel von Ataman Edirnes Ausstellung im SWITCHBOARD. Dieser englische Begriff bedeutet in etwa eine nicht ganz übliche Überschreitung gegebener Begrenzungen – wen reizt das nicht? In dieser Ausstellung zeigt der Künstler Bilder in Aquarell-, Acryl- und Perlentechnik. In seinen Arbeiten möchte er davon erzählen, dass die Begrenzungen, die Abgrenzungen, die deutlich wirkenden Trennungslinien gar nicht so scharf oder streng sind, sondern durchaus fließend und bisweilen verschwommen. Die Thematik ist eine alltägliche und häufig eine zwischenmenschliche. In den Bildern wird dies vor allem bei den Aquarellen sehr deutlich, in denen die Kontraste ineinander übergehen, die Übergänge schemenhaft sind und die Figuren vor diesen eindrucksvollen Hintergründen auftreten. Dabei entstehen traumartige Ansichten mit surrealem Charakter. 
Ein anderer Schwerpunkt wird mit seinen Perlenbildern gesetzt, in denen mit winzigen Rocailleperlen Flächen und Motive ausgestaltet werden. Diese Gestaltungstechnik ist eher ungewöhnlich aber doch bezeichnend dafür, dass der Künstler in seinen Bildern einerseits mit kleinen Einzelheiten Akzente setzt und andererseits durch das Gesamtbild eine Stimmung entwickelt.
Ataman Edirne ist 47 Jahre alt, stammt aus der Türkei und lebt seit 10 Jahren in Frankfurt. Seinen künstlerischen Werdegang begann er in der Jugend zunächst musikalisch und malt nun seit ca. 20 Jahren. Zuvor waren schon bei Ausstellungen in Istanbul, Frankfurt und Paris Arbeiten von ihm zu sehen. 

Natürlich gibt es auch unser hessenESSEN von Hans und Dirk und die Moderation erfolgt durch Döbi und Hubert E.

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