Sonntag, 11. Februar 2018

Wohnzimmerlesung mit viel VINO


Vor vier Jahren hatte mich Petra Flick zu ihrer ersten Wohnzimmerlesung eingeladen. Es war schön, es war wie ein Klassentreffen - da die meisten Gäste Künstler*innen, vor allem Autor*innen, waren. Mittlerweile ist diese Veranstaltung eine Institution in Niederrad geworden und die Leute rennen ihr Wohnzimmer ein. Dieses Mal hatte sie meinen Freund Nico Feiden eingeladen, den ich sehr schätze und mit dem ich gerne Wein trinke (und natürlich auch anderen Alkohol :-D) und überhaupt: ich liebe es, mit ihm Zeit zu verbringen. Dazu lud Petra auch noch einen neuen Stern am Frankfurter Musik-Himmel ein: Sebastian Bender, den ich bis dato nicht kannte. Ein schüchterner junger Mann, der ein wunderbarer Techniker an der Gitarre ist, der wirklich spannende Musik komponiert und immer süß vor sich hinstrahlt. 
So machten die Beiden mit ganz unterschiedlicher Ausstrahlung und unterschiedlichem Konzept mit ihren Stärken Punkte. Nico Feiden ist ein Volksdichter im wahrsten Sinne des Wortes und erzählt in seinen Anmoderationen Geschichten über das Leben - das tut er genauso in seinen Gedichten. Der Lyriker als Geschichtenerzähler - immer gefährlich knapp am Kitsch dran, doch noch gefährlich knapper am Herzen dran. Und die Herzen der Gäste fielen ihm zu. Gleichsam imponierte Sebastian Bender bei einem seiner ersten Auftritte mit seinen Ideen, seiner Fantasie, seiner Technik - er schafft es Klangteppiche zu kreieren, auf denen sich die Zuhörer*innen fallen lassen können.
Apropos fallen lassen: das kann man getrost in diesen Wohnzimmerlesungen. Die Stimmung ist befreit, die Leute schweben durch den Abend, partizipieren an den Lesungen, grölen hinein, erzählen eigene Geschichten. Und die Pausen werden natürlich verlängert, um sich miteinander auszutauschen und zum
netzwerken. Wer weiß, was daraus entstehen wird ... 










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